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Square Enix setzt auf KI-Technologie für Manga-Übersetzungen und will 3.000 Stunden sparen

Mantra ist ein in Tokio ansässiges Unternehmen, das sich auf KI-Technologie für Manga-Übersetzungen spezialisiert hat. Square Enix hat im Jahr 2024 In das Unternehmen investiert und möchte nun ein gemeinsames KI-Tool zur Automatisierung des Satzprozesses in Manga entwickeln.

Die sogenannte Mantra Engine soll beim Textlayout und Satz für japanische Manga unterstützen. Zentral sind dafür das Training von Bilderkennung und Stil-Schätzungstechnologien. Die Entwickler betonen jedoch, dass die Mantra Engine ausschließlich vorhandenes Material im Manuskript verwendet.

Durch die Auslagerung routinemäßiger Aufgaben an die KI-gestützte Mantra Engine möchte Square Enix sich in Zukunft einiges an händischer Arbeit ersparen. Der Satzprozess benötigt jährlich „3.000 Stunden manuelle Arbeit“.

Redakteure sollen sich auf Kernaufgaben konzentrieren können

Laut Pressemitteilung betrifft es vor allem das manuelle Festlegen von Schriftart, -größe und -stil sowie die Platzierung jeder einzelnen Dialogzeile in einem Manga bei Square Enix’ Redaktion. Das „Mantra Engine“-Projekt entstand aus dem Bedarf, diesen Prozess zu rationalisieren.

Square-Enix-Manager Katsuyoshi Matsuura erklärt: „Dieses Tool wurde entwickelt, um die Arbeitslast der Redakteure zu optimieren, indem es die Ideen der Redakteure an der Front mit unserer über mehr als zehn Jahre im digitalen Entertainment-Sektor aufgebauten KI-Expertise sowie Mantras Technologie kombiniert.“

Und weiter: „Unser Ziel ist nicht nur Effizienzsteigerung, sondern ein Umfeld zu schaffen, in dem sich Redakteure stärker auf ihre Kernaufgaben konzentrieren können – die Unterstützung der kreativen Arbeit von Autoren –, während die KI Routineaufgaben übernimmt.“

Square Enix’ Manga-Publishing konzentriert sich hauptsächlich auf das Magazin Monthly Shonen Gangan (bekannt für die Reihe Fullmetal Alchemist) sowie die japanische App Gangan Online, ergänzt durch die neuere globale Plattform Manga UP.

Die Mantra Engine wird derzeit intern bei Square Enix getestet und weiterentwickelt. Sollte die Mantra Engine sich im eignen Haus beweisen, möchte man sie der gesamten Manga-Industrie als Service anbieten.

Square Enix und KI-Technologien

Square Enix hat in der Vergangenheit schon mehrfach Vorstöße in Richtung neuer KI-Technologien öffentlich gemacht. Im November ließ man verlauten, dass man bis Ende 2027 über 70 Prozent der Qualitätssicherung und Fehlerbehebung durch generative KI absichern will.

Erst vor einigen Wochen hatte man bekannt gegeben, dass ausgerechnet Dragon Quest X künftig auf einen KI-Chatbot in einem Spiel setzt. Der Begleiter namens Chatty Slimey soll verlorenen Spielern den Weg weisen und auf Googles Gemini setzen.

via Automaton Media, PR Times, Bildmaterial: Square Enix Books

6 Kommentare

  1. Yeah, riiiiiight.

    am Ende wird es nur darum gehen, Gehälter einsparen zu können. Wenn mich meine eigene Erfahrung, was gelehrt hat, dann dass man durchaus Angst und seine Jobs haben muss.

  2. Wenns hilft, dass deutlich mehr eManga zu uns kommen, ok.

    Oh Gott. Jetzt hat der Spaß ein Loch.

    Nein, ich will keine Mangas mit KI-unterstützen Zeichnungen, KI-unterstützten Schriftsetzungen und KI-unterstützten Übersetzungen. Finde das schon bei Indie-Games schlimm genug. Dann lasst es lieber auf englisch, japanisch und chinesisch. Irgendwann ist auch mal gut, selbst als jemand, der KI recht offen gegenüber steht.

  3. Wer kennt es nicht....Mihoyo das Milliardenschwere Indie Studio :D

    Wenn du wüsstest, was ich manchmal an Indie-Spielen in den Fingern habe. Da wird zum Teil einfach Text in der deutschen Übersetzung halluziniert, der in der englischen gar nicht vorhanden ist. Da sind die China-Gachas geradezu gut lesbar dagegen.

    Wie gesagt: Es sollte Grenzen haben mit der KI.

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