Dass Pokémon dieses Jahr seinen 30. Geburtstag feiert, dürfte inzwischen wirklich niemandem entgangen sein. Trotz einer teilweise durchwachsenen Switch-Ära und dem erst kürzlich erschienenen Pokémon Legenden: Z-A, das durchaus gemischte Reaktionen ausgelöst hat, richtet sich der Blick langsam nach vorn – mit Pokémon Pokopia im März und der zehnten Generation irgendwo am Horizont. Doch bevor es so weit ist, geht es erst einmal zurück zu den Wurzeln.
Ishihara spricht über die Geburtsstunde der Reihe
Im Rahmen der New York Game Awards, bei dem Pokémon mit dem Andrew Yoon Legend Award für seinen Einfluss auf die Branche ausgezeichnet wurde, sprach Tsunekazu Ishihara, Präsident und CEO von The Pokémon Company, über die Entstehung der allerersten Spiele auf dem Game Boy. Eine Erfolgsgeschichte war damals nämlich alles andere als garantiert.
Pokémon startete als „einfaches Konzept“: Kreaturen fangen, sie trainieren und mit Freunden tauschen. Die Umsetzung erwies sich jedoch als deutlich komplizierter als gedacht. Ishihara erinnert sich: „Der Entwicklungsprozess war jedoch nicht ganz so einfach. Es bedurfte viel ‚Trial-and-Error‘, um herauszufinden, wie wir diese Idee mit den begrenzten Ressourcen, die uns zur Verfügung standen, umsetzen konnten.“
Am Ende dauerte es ganze sechs Jahre, bis Pokémon Rot und Pokémon Grün fertiggestellt waren. Eine Entwicklungsdauer, die damals untypisch lang war. Trotzdem war sich das Team früh sicher, dass die Grundidee trägt: „Dennoch waren wir alle von den wichtigsten Spielelementen überzeugt, die später die Grundlage der Pokémon-Videospielreihe bilden sollten: fangen, trainieren, tauschen und kämpfen.“
Von Kindheitserlebnissen zum Welterfolg
Diese Mechaniken funktionierten laut Ishihara vor allem deshalb so gut, weil sie auf Erfahrungen basieren, die viele aus ihrer Kindheit kennen – vom Käferfangen bis zum Aufziehen von Tieren. Rückblickend gibt er auch zu, anfangs Zweifel gehabt zu haben, ob Pokémon außerhalb Japans funktionieren würde. Heute weiß er es besser: „… Es hat es geschafft, sprachliche und kulturelle Barrieren zu überwinden und hat wirklich die Kraft, die Welt zu verbinden.“
Genau dieses Gefühl wolle er auch als „wichtigen Antrieb“ für kommende Spiele nutzen – mit dem Ziel, Pokémon „Mehr Spaß für alle“ zu machen. Offiziell gefeiert wird der 30. Geburtstag übrigens am 27. Februar 2026, dem diesjährigen Pokémon Day. An dem Tag erschienen auch die viel diskutierten ersten offiziellen LEGO-Pokémon-Sets. Wer weiß … Vielleicht erfahren wir dann auch neue Informationen zu kommenden Spielen.

Das hatte ich bis heute noch gar nicht mitgeschnitten, dass die erste Gen so lange gebraucht hat. Noch krasser, wenn man bedenkt, dass die Veröffentlichung im Westen ja auch nochmal über zwei Jahre brauchte. Wenn ich da an FF7 bis FF9 denke, die zeitgleich/kurz danach gefühlt innerhalb von drei Jahren erschienen sind ...
Das wusste ich auch nicht, das damals schon eine so lange Entwicklungszeit dahinter steckte. Aber gut Ding will Weile haben, oder so. Der Erfolg gab ihnen ja recht. Vielleicht sollte man sich für die nächsten Ableger auch mal mehr Zeit nehmen (ja ich weiß, es gibt da vertragliche Bindungen glaube ich), um es technisch auch endlich in die Neuzeit zu hieven ^^"
Dank der leaks wissen wir, dass Gamefreak sich inzwischen viel mehr Zeit für die Spiele nimmt und diese erscheinen nicht mehr im zwei Jahres Rythmus sondern eher 3-4 Jahre. Pokémon ZA sollte ursprünglich ein Jahr früher erscheinen und auch die neue Hauptgeneration war eigentlich für November 25 geplant, was aber voraussichtlich dann Ende dieses Jahres erscheint.