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Der Director von Stellar Blade empfindet KI als unverzichtbar, um global mitzuhalten

KI ist und bleibt ein umstrittenes Thema – auch in der Welt der Videospielentwicklung. Im Rahmen einer nationalen Pressekonferenz zur südkoreanischen Wirtschaftswachstumsstrategie äußerte sich nun Hyung-tae Kim zum Thema. Der CEO von Shift Up und Director von Stellar Blade empfindet KI als unverzichtbares Werkzeug im globalen Wettbewerb mit großen Konkurrenten, konkret China.

KI unerlässlich, um mitzuhalten

An besagter Pressekonferenz, die unter der Leitung des südkoreanischen Präsidenten stattfand, nahmen hochrangige RegierungsvertreterInnen teil. Kim repräsentierte neben anderen prominenten UnternehmerInnen die Privatwirtschaft.

Kim äußerte sich besorgt über Chinas überwältigenden Vorteil an Arbeitskräften in der heimischen Spieleindustrie und betonte, dass der Einsatz von KI-Technologie unerlässlich sei, um diese Lücke zu schließen. Er erklärte, dass chinesische Spiele mit rund 80 Prozent des Umsatzes von Shift Up aus dem Ausland eine ernstzunehmende Konkurrenz darstellen. „Wir setzen etwa 150 Mitarbeitende für ein einzelnes Spiel ein, China hingegen 1.000 bis 2.000. Uns fehlt die Kapazität, sowohl qualitativ als auch quantitativ mitzuhalten.“

Laut Kim liege die Lösung dieses Problems in der Anwendung von KI. Er argumentiert, dass der weitverbreitete Einsatz von KI nicht zu Arbeitsplatzverlusten führen wird, da der Wettbewerb mit großen Branchen wie China und den USA nicht nur die Nutzung aller verfügbaren Arbeitskräfte erfordert, sondern auch die Befähigung aller zur KI, sodass „eine Person die Arbeit von 100 Personen erledigen kann“.

Rückenwind gibt es von Hwi-young Chae, Südkoreas Minister für Kultur, Sport und Tourismus. Nach seiner Aussage seien von der Regierung Investitionen für 2026 geplant, um den Wandel hin zum Einsatz von KI-Technologien in großen Spieleunternehmen zu fördern.

via Automaton Media, Bildmaterial: Stellar Blade, Sony Interactive Entertainment, Shift Up

3 Kommentare

  1. Ich sehe nicht warum man unbedingt mit China mithalten muss. Man hat doch an Stellar Balde gesehen das wenn man einfach sein Ding durchzieht man auch Erfolg haben kann. Auch wenn ich nicht wenige Kritikpuntk an dem Spiel habe sehe ich da jetzt nichts was Qualitativ groß hinter her hängen würde und selbst wenn am Ende zählt doch das es einfach ein gutes Spiel war.

    Demnach vermute ich das es den Director hier nicht um Spiele geht sondern KI Typisch einfach wieder um die Gewinnmaximierung. Schade das nächst Studio was keine Künstlerischen Ambitionen hat sondern Videospiele nur noch als Fließbandware für den maximalen Gewinn sieht. Finde es gut das sie zumindest freiwillig es sagen, dann weiß ich wenigsten welche Spiele ich dann mir auf alternativen Wege besorgen muss, schließlich macht es das Studio ja auch so.

  2. Ich sehe nicht warum man unbedingt mit China mithalten muss. Man hat doch an Stellar Balde gesehen das wenn man einfach sein Ding durchzieht man auch Erfolg haben kann.

    Wahrscheinlich der exakt gleiche Grund, wie in allen anderen Branchen auch: um seinen Gewinnanteil (und damit auch seine Daseinsberechtigung) nicht zu verlieren. Aus China kommt (wie ich finde) spielerisch immer noch sehr viel Mangelware, aber sie sind auch nicht mehr die kleine, schäbige Mobile Game Gacha Betrugsmaschinerie, die sie vor ein paar Jahren noch waren. Die Spiele sehen mittlerweile echt gut aus und haben auch einen sehr positiven Leumund. Mit der Personalkapazität und den hohen Arbeitsstunden, hängen sie uns gerade in vielen Bereichen komplett ab. Aktuell mag das noch sehr ausgewogen aussehen, aber die meisten Akteure in der Industrie blicken eher nach Vorne und sehen eventuell eine schwarze Zukunft, die irgendwie verhindert gehört. Wenn selbst koreanische (hier Hyung-tae Kim) und japanische (Shuhei Yoshida) Akteure sich über die Arbeitsweise der Chinesen echauffieren, obwohl sie selbst krankhaft viel Überstunden schieben, dann sollte man sich langsam mal wirklich darüber sorgen machen, komplett abgehängt zu werden.

    Verstehe mich da nicht falsch, ich gönne dir deinen Pessimismus gegenüber KI komplett. Du hast da auch in sehr vielen Punkten recht. Aber ich glaube es wird in Zukunft nicht anders gehen. Wenn wir wollen, dass Spieleproduktionen und Arbeitsbedingungen noch human zugehen, dann müssen wir uns gegen die Konkurrenz irgend wie behaupten. Wie es aussieht, sehen viele da KI als Rettung. Ich hoffe dabei, dass wir irgend wann auch einen gemeinsamen Norm finden werden, was die Regulierung von KI angeht. Sonst könnte es noch ganz schnell ganz schlimm werden.

  3. Wahrscheinlich der exakt gleiche Grund, wie in allen anderen Branchen auch: um seinen Gewinnanteil (und damit auch seine Daseinsberechtigung) nicht zu verlieren. Aus China kommt (wie ich finde) spielerisch immer noch sehr viel Mangelware, aber sie sind auch nicht mehr die kleine, schäbige Mobile Game Gacha Betrugsmaschinerie, die sie vor ein paar Jahren noch waren. Die Spiele sehen mittlerweile echt gut aus und haben auch einen sehr positiven Leumund. Mit der Personalkapazität und den hohen Arbeitsstunden, hängen sie uns gerade in vielen Bereichen komplett ab. Aktuell mag das noch sehr ausgewogen aussehen, aber die meisten Akteure in der Industrie blicken eher nach Vorne und sehen eventuell eine schwarze Zukunft, die irgendwie verhindert gehört. Wenn selbst koreanische (hier Hyung-tae Kim) und japanische (Shuhei Yoshida) Akteure sich über die Arbeitsweise der Chinesen echauffieren, obwohl sie selbst krankhaft viel Überstunden schieben, dann sollte man sich langsam mal wirklich darüber sorgen machen, komplett abgehängt zu werden.

    Ich verstehe was du sagen willst. Aber wir haben doch mit vielen Indie Spiele (oder halt andere Studios die nicht auf mega AAA niveau sind) genug Beispiele das man eben nicht mit den großen Mithalten muss um große erfolgreiche Spiele zu erschaffen. Ich Stimme zu das wenn von China irgendwann dann mal mehr hochwertige Spiele kommen die keine Glückspiel sind das der Mark noch umkämpfter wird, aber er ist ja jetzt schon stark umkämpft. Wichtig ist doch das die Spiele gut sind (ist natürlich auch nicht immer ein Erfolgsgarant) und da war Arbeitsstunden/Manpower nie wirklich eine Garantie dafür, wie man auch bei Manchen AAA Studios sieht. Wie du ja schon selbst sagtest gehen diese Aussagen eher um die sorge des Gewinns aber nicht weil sie sonst Pleite gehen oder die Daseinsberechtigung verlieren würden sondern weil sie halt immer und immer mehr gewinn bis ins unendliche haben wollen. Gerade diese Denkweise ist ja eines der großen Probleme unserer heutigen Gesellschaft.

    Verstehe mich da nicht falsch, ich gönne dir deinen Pessimismus gegenüber KI komplett. Du hast da auch in sehr vielen Punkten recht. Aber ich glaube es wird in Zukunft nicht anders gehen. Wenn wir wollen, dass Spieleproduktionen und Arbeitsbedingungen noch human zugehen, dann müssen wir uns gegen die Konkurrenz irgend wie behaupten. Wie es aussieht, sehen viele da KI als Rettung. Ich hoffe dabei, dass wir irgend wann auch einen gemeinsamen Norm finden werden, was die Regulierung von KI angeht. Sonst könnte es noch ganz schnell ganz schlimm werden.

    JA als Rettung um den Gewinn zu maximieren. Ich bin mir persönlich natürlich vollkommen in klaren das KI (wahrscheinlich in der schlimmsten Form) kommen wird und ich kann daran auch nichts ändern. Aber was ich ändern kann ist halt was ich unterstütze und was nicht und genau tu ich auch.

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