News

Um den „Shadow Hearts“-Nachfolger steht es schlecht, aber ein Fünkchen Hoffnung gibt es noch

Vor gut drei Jahren ging die doppelte Kickstarter-Kampagne zu Armed Fantasia: To the End of the Wilderness und Penny Blood an den Start, die mit einem starken Schlussspurt endete. Seitdem befinden sich beide Spiele in der vielzitierten Entwicklungshölle, anders kann man es leider nicht sagen.

Lieber ein Ende mit Schrecken, als Schrecken ohne Ende, heißt es. Getreu diesem Sprichwort zogen die Macher von Armed Fantasia inzwischen den Schlussstrich. Penny Blood sieht sich seit Jahren gerichtlichen Fehden und finanziellen Problemen ausgesetzt – doch nach wie vor gibt es eine kleine Chance, dass der spirituelle „Shadow Hearts“-Nachfolger doch noch erscheint.

rec-mobile

In dieser Woche meldete sich Matsuzo Machida bei Twitter mit einem Update zu Wort. Machida beschreibt die „aktuelle Lage in der Spielebranche“ als äußerst schwierig – es sei bisher nicht gelungen, einen Publisher für Penny Blood zu finden. Es habe sich jedoch nichts am Wunsch geändert, das Projekt weiterzuentwickeln und zu verwirklichen.

Um den Bekanntheitsgrad der Marke zu stärken, arbeite man gerade an der Erstellung einer Novel namens Penny Blood: Revival. Bei den Fans bedankt man sich für die anhaltende Unterstützung, Fragen zur Kickstarter-Kampagne könne man derzeit aber leider nicht beantworten. Für Fans von Shadow Hearts bleibt weiterhin nur: Daumen drücken.

Bildmaterial: Penny Blood, Yukikaze

1 Kommentar

  1. Angeblich hatte Armed Fantasia ja die deutlich bessere Chancen, wirklich veröffentlicht zu werden. Ich sehe da absolut 0 Hoffnung für Penny Blood. Der Markt ist komplett übersättigt und spirituelle Nachfolger sind für viele Publisher eben kein Garant mehr, dass das Geld abwirft. Publisher für solche Projekte also irgendwie zu umschmeicheln und denen so ein Projekt schmackhaft zu machen, ohne ein Return of Investment zu garantieren, ist enorm schwierig.

    Vor wenigen Tagen hatte Jason Schreier passend zu dem Thema ein Video veröffentlicht, wieso es einst große Namen der Videospielwelt mit ihren eigenen Studios so enorm schwer haben, das zu machen, was sie wirklich gut gemacht haben, als sie noch bei einem großen Publisher angestellt waren. Die Gründe dafür sind vielzählig und war auch interessant, da mal einen kleinen Ausblick zu erhalten. Aber man kann es auch ganz vereinfach ausdrücken: Es fehlen schlicht und ergreifend die Ressourcen, die du bei einem großen Publisher hattest, wo vieles eben wie ein gut geöltes Uhrwerk läuft. Wo mir aktuell eben Konami einfällt, die ja aktuell noch ausschließlich davon leben, andere Studios für neue Projekte anzuheuern. Diese teils kleinen Entwickler können dann jedoch aus dem vollen Schöpfen, was so gar nicht über Kickstarter oder so möglich wäre. Du verschreibst dich zwar dazu, an einer bekannten IP zu arbeiten, aber bei so legendären Marken, mit denen die Entwickler teilweise mit aufgewachsen sind und durch diese inspiriert wurden, kombiniert mit der Garantie, seine eigene Vision umsetzen zu dürfen, sind das Projekte, die solche kleineren Studios auch mit Kusshand annehmen.

    Hier ist denke ich jegliche Chance verspielt, noch irgendwie ein Spiel zu entwickeln. Und wenn doch, steht es bereits unter keinem guten Stern. Siehe Shenmue III, was trotz Kickstarter und Unterstützung von Sony und einem weiteren Publisher praktisch Low Budget war. Betrachtet man es so, selbst ein Hideo Kojima muss mit seinem Studio um jedes angekündigte Projekt kämpfen.

An dieser Stelle siehst du nur die letzten 5 Kommentare. Besuche das Forum um die komplette Diskussion zu diesem Thema zu sehen.