PS5 Test

Im Test! Ghost of Yōtei: Echos von Sekigahara erweitert das tolle Spiel um eine neue Region

Titel Ghost of Yōtei: Echos von Sekigahara
Japan 1. Oktober 2026
Sony
Nordamerika 1. Oktober 2026
Sony
Europa 1. Oktober 2026
Sony
System PlayStation 5
Getestet für PlayStation 5
Versionsnummer 2.006
Entwickler Sucker Punch
Genres Open-World-Action-Adventure
Texte
Deutschland Nordamerika Japan
Vertonung Deutschland Nordamerika Japan

Mit Ghost of Yōtei schaffte es der US-amerikanische Entwickler Sucker Punch im Jahre 2025 gekonnt, die äußerst erfolgreiche Samurai-Reihe auf ein neues Level zu hieven. Der Nachfolger des ursprünglich im Jahre 2019 erschienenen ersten Teils „Ghost of Tsushima“ schickte uns erneut in ein von kriegerischen Konflikten beherrschtes feudales Japan.

Die brandneue Story-Erweiterung Echos von Sekigahara möchte uns nun erneut in die Fußstapfen der taffen und tapferen Kriegerin „Atsu“ treten lassen und mit ganzen sieben neuen Haupt- und etlichen Nebenmissionen hat diese neue Erweiterung auch einiges zu bieten.

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Echos von Sekigahara ist wahlweise einzeln als Upgrade zum Hauptspiel im PlayStation Store zum Preis von 14,99 Euro oder aber auch als Teil der „Ghost of Yōtei Complete Edition“ zum Preis von 79,99 Euro erhältlich. Mit der Complete Edition erhalten Käufer sozusagen das Komplettpaket mit Hauptspiel, Erweiterung und weiteren Spielmodi wie beispielsweise dem Onlinemodus „Legends“. Dieses Paket ist also vor allem für Spieler gedacht, die bisher noch keine Berührungspunkte mit dem Titel hatten.

Ob sich ein erneuter Ausflug in das feudale Japan lohnt und ob die Missionen der neuen Erweiterung qualitativ an die des Hauptspiels heranreichen können, erfahrt ihr natürlich wie immer in unserem ausführlichen Review.

Ein alter Freund und eine tragische Geschichte

Die Story der Erweiterung Echos von Sekigahara dreht sich primär um unsere bereits aus dem Hauptspiel bekannte Heldin „Atsu“. Nach dem Tod ihrer Eltern verbrachte Atsu einige Zeit im Süden auf dem Festland Japans. Dort verdiente sie sich als Söldnerin etwas dazu und nahm außerdem auch an der bis heute legendären Schlacht von Sekigahara teil. Bei dieser verheerenden Schlacht ging es primär darum, dass sich das Haus des Tokugawa-Clans seine mittlerweile bereits seit 250 Jahren bestehende Herrschaft weiterhin sichern konnte.

Der damals treue Begleiter „Nagato“ spielt in der neuen Erweiterung dabei eine tragende Rolle. Denn es sind vor allem Atsus Erinnerungen an Nagato, die sie erneut in die Region von Sekigahara führen. Nagato wird von Gerüchten von einem großen Goldschatz in die Region gelockt und gerät dabei auch zwischen die Fronten von Atsus Rachefeldzug gegen die Yōtei-Sechs.

Die Erweiterung ist zeitlich zwischen den Kämpfen mit Schlange, Oni und Kitsune und dem Ende der Hauptstory angesiedelt. Um die Region von Sekigahara betreten und die Erweiterung somit starten zu können, muss man an einem der Kopfgeld-Missionsausgabepunkte nach dem Steckbrief für Nagato Ausschau halten.

Region um Sekigahara nicht ganz so vielseitig wie die des Hauptspiels

Was man mit Gewissheit sagen kann, ist, dass die Region der Erweiterung deutlich weniger markant und vielseitig ausfällt, als es zum Beispiel damals bei der Erweiterung „Iki Island“ bei Ghost of Tsushima der Fall war. Die neue Insel-Landschaft der damals erschienenen DLC-Erweiterung hatte einen ganz eigenen Charme, der sich völlig von der Landschaft des Hauptspiels abheben konnte.

Bei Echos von Sekigahara erwartet uns hingegen eine neue Region, die optisch aber doch stark an bereits besuchte Regionen und Bereiche des Hauptspiels erinnert. Wer also eine, vor allem optisch, neue Spielerfahrung sucht, wird hier definitiv enttäuscht werden. Dennoch wurde auch diese neue Region liebevoll gestaltet und hat durchaus den ein oder anderen markanten Aussichtspunkt zu bieten, der einem wirklich für einige Zeit im Gedächtnis hängenbleiben wird.

»Mit rund fünf Stunden Spielzeit fällt die neue Erweiterung aber durchaus ganz ordentlich aus.«

Mit rund fünf Stunden Spielzeit fällt die neue Erweiterung aber durchaus ganz ordentlich aus. Vor allem, wenn man den recht günstigen Preis berücksichtigt, den der Entwickler Sucker Punch hier aufruft.

Gewohnt actionlastiges Gameplay mit der ein oder anderen Neuerung

Am Gameplay-Gefühl selbst wurde nur wenig verändert. Immer noch liegen das Erkunden und die damit einhergehenden actionlastigen Kämpfe im Vordergrund und immer noch ist das Spiel an Style kaum zu überbieten. Denn selten wurden Kämpfe im feudalen Japan so cineastisch und actiongeladen präsentiert, wie es bei der Ghost-Reihe der Fall ist.

Was hingegen neu hinzugekommen ist, sind einige neue Fähigkeiten, die unsere Heldin Atsu nun im Laufe der Erweiterung dazulernt. Zum einen wäre da ein fast schon filmreifer Pfeilangriff, der es Atsu nun ermöglicht, mehrere Ziele gleichzeitig anzuvisieren und mit Pfeilen zu attackieren. Zum anderen gibt es nun auch die sogenannten „gewaltigen Waffen“.

Diese Waffen sind extrem stark und nur eine Zeit lang nutzbar, bis diese zerbrechen und somit unbrauchbar werden. Speziell während der durchaus fordernden Bosskämpfe können diese gewaltigen Waffen das Zünglein an der Waage sein. Denn diese Waffen erleichtern die hektischen Kämpfe oft ungemein.

Optisch immer noch ein Leckerbissen mit Wohlfühl-Garantie

Vor allem aus grafischer Sicht sieht Ghost of Yōtei immer noch fantastisch aus. Speziell die weitläufigen Landschaften können nach wie vor begeistern und verleiten einen schon fast dazu, quasi sekündlich auf die Screenshot-Taste des Controllers zu drücken, weil die Spielumgebung einfach so fantastisch aussieht.

Neben den tollen Animationen können vor allem auch die Licht- und Partikeleffekte glänzen. Allen voran sind es nämlich genau diese, die den Hauptteil der grafischen Qualität von Ghost of Yōtei ausmachen und die malerischen Landschaften erst so richtig in Szene setzen.

Der Titel läuft außerdem nach wie vor mit extrem flüssigen 60 Frames über den Bildschirm und als sei das noch nicht genug, haben die Entwickler nun sogar das neue „QSSR-Upscaling“ implementiert. Diese neue Technik ermöglicht es uns nun, das Abenteuer noch schärfer und noch klarer zu erleben. Hier und da könnte man vielleicht mal auf einen kleinen Framedrop stoßen. Das ist in Anbetracht der grafischen Qualität des Titels aber durchaus verschmerzbar.

Auch akustisch ein Fest für die Sinne

Allen voran ist es die fantastische Synchronisation, die diese Spielwelt und die Charaktere selbst zum Leben erweckt. Speziell die japanische Synchronisation ist wirklich über jeden Zweifel erhaben und konnte mich, wie auch schon bei Ghost of Tsushima und dem Hauptspiel Ghost of Yōtei, zu jeder Zeit in ihren Bann ziehen. Wirklich toll umgesetzt und ein absoluter Maßstab für die Gaming-Branche.

Aber auch der stets eingängige und perfekt passende Soundtrack und die hochkarätigen Soundeffekte lassen keine Wünsche offen. Hier erwartet euch also nach wie vor ein Gaming-Erlebnis der Oberklasse.

Spannende Erweiterung mit ordentlicher Spielzeit zu einem günstigen Kurs

Die Erweiterung „Echos von Sekigahara“ ist ein spannendes neues Abenteuer mit einer bisher unbekannten Region, der ein oder anderen neuen Waffe und einem Einblick in Atsus Vergangenheit, als sie an der Schlacht von Sekigahara teilnahm.

Die Region Sekigahara kann sich spielerisch und auch optisch zwar nicht groß vom bereits bekannten Areal des Hauptspiels abheben, fügt sich am Ende aber dennoch nahtlos ein und erweitert das bereits fantastische Hauptspiel auf gekonnte Art und Weise.

Die spannenden und actionlastigen Bosskämpfe und die schön gestalteten Quests rechtfertigen einen Kauf also allemal und auch wenn die Spielzeit von rund fünf Stunden auf den ersten Blick nicht massiv erscheint, so bekommen wir dennoch einiges geboten. Speziell wenn man den recht günstigen Preis betrachtet, den die Entwickler für die Erweiterung aufrufen.

Für Ghost-Fans also definitiv ein Pflichtkauf, aber auch Spieler, die einfach noch ein paar Stunden an ihr Yōtei-Abenteuer ranhängen möchten, sind hier definitiv an der richtigen Adresse und so kann ich den Kauf der Erweiterung nur wärmstens empfehlen.

 

Story

Atsu begibt sich in die vom Krieg gezeichnete Region von Sekigahara, um einen alten Freund zu treffen. Diese Begegnung bleibt jedoch nicht ohne Folgen.

Gameplay

Wie auch schon beim Hauptspiel liegt der Fokus hier auf Erkundung und Kampf. Nun mit neuen Features und noch mehr Möglichkeiten.

Grafik

Wunderschöne Optik und tolle Effekte bescheren uns ein immersives Erlebnis der Oberklasse.

Sound

Schöner Fernost-Soundtrack gepaart mit tollen Effekten und einer fantastischen Synchronisation – speziell auf Japanisch.

Sonstiges

Ein paar mehr Quests und Nebenaktivitäten wären wünschenswert gewesen.

Bildmaterial: Ghost of Yōtei, Sony, Sucker Punch

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