Was haben wir nicht alles spekuliert und gemutmaßt? Pünktlich zum 40. Geburtstag der Zelda-Reihe hat Nintendo heute endlich ausführliche Neuigkeiten zum Remake von The Legend of Zelda: Ocarina of Time präsentiert, dessen physische Standard Edition ihr übrigens schon bei Media Markt* oder Saturn* vorbestellen könnt.
Nachdem die Neuauflage im Juni mit einem nur wenige Sekunden langen Teaser offiziell angekündigt wurde, gab es im Rahmen der speziellen Nintendo Direct nun erstmals richtig viel Gameplay zu sehen – und natürlich auch einen konkreten Termin!
Und durch die Präsentation führte niemand Geringeres als Serienproduzent Eiji Aonuma. Zu sehen waren unter anderem Links erste Schritte im Kokiri-Dorf, der Deku-Baum als erster großer Dungeon und natürlich das Kampfsystem. Selbst der berühmte Moment, in dem Link eine Truhe öffnet und der bekannte Jingle ertönt, durfte nicht fehlen.
Bewegungssteuerung, Okarina und neue Features
Grundsätzlich bleiben Links Bewegungen und bekannte Mechaniken wie das klassische Anvisieren von Gegnern erhalten. Hinzu kommen allerdings neue Möglichkeiten: Beim Zielen mit Pfeilen lässt sich etwa die Bewegungssteuerung des Controllers verwenden.
Besonders kurios: SpielerInnen können sogar in den Controller summen, um die Okarina zu spielen. So müsst ihr euch nicht mehr die Tastenfolge merken, sondern nur noch die Melodie. Mit einer echten Okarina, die es später im Nintendo Store gibt, lässt sich das sogar stilecht machen. Mit dem Instrument lassen sich wie im Original verschiedene Aktionen auslösen und unter anderem die Zeit beeinflussen.
Nintendo zeigte außerdem die Hyrule-Ebene und Hyrule-Stadt, in der es nun mehr Möglichkeiten zur Interaktion geben soll. Zwischen einzelnen Gebieten gibt es weiterhin Ladebildschirme – aus Ocarina of Time wird mit dem Remake also keine zusammenhängende Open World.
Neu ist zudem eine Art Tagebuch, das Links bisherige Abenteuer festhält. Ein Wandteppich füllt sich ebenfalls mit zunehmendem Storyfortschritt. Darüber hinaus wurde eine deutsche Sprachausgabe bestätigt. Die Zelda-Notes-App aus „Breath of the Wild“ kehrt mit einigen Features auch noch zurück.
Lange müssen Fans nach der ausführlichen Vorstellung nicht mehr warten: The Legend of Zelda: Ocarina of Time erscheint am 5. November 2026. Seht unten die erste Gameplay-Präsentation. Außerdem gibt es einen etwas übersichtlicheren, 3-minütigen Trailer.
Das erste Gameplay:
Der neue Trailer:
Bildmaterial: Zelda: Ocarina of Time, Nintendo

Ich hab nur den Anfang geschaut.
Guckt mal ... unglaublich wir drehen ... DIE KAMERA.
Und schaut her, wir drücken einen Knopf .. haltet euch fest ... habt ihr noch nie gesehen .. ER HÜPFT!!!!!
Ja übertrieben, fand es nur lustig
Was mich ehrlich gesagt echt erstaunt. Eigentlich hätte ich erwartet, dass dieser Look mehr Leute abturnt. Wie gesagt, ich finde, das Spiel setzt auf eine Form von Realismus, ohne aber einen wirklichen Stil zu haben. Wie eine Unreal Engine 5 - Demo.
Ich gucke mir z.B. sowas wie das hier an:
Und finde, Links Gesicht sieht irgendwie so... tot aus. Wie eine Puppe, die versucht, einen Menschen nachzumachen. Komplettes Uncanny Valley. Vielleicht hat man versucht, Realismus mit dem Stil des Originals zu verbinden, aber für mich hat das überhaupt nicht funktioniert.
Da finde ich, dass andere Spiele diesen Stil für mich sogar weitaus besser einfangen ohne diesen Uncanny Valley - Effekt. Kena Bridge of Spirits z.B. bei dem die Charaktere deutlich ausdrucksstärker sind. Auch die Umgebungen finde ich haben einen guten Mix aus Realismus und Fantasy, ohne aber so überdesignt sind wie das Remake hier:
Duskfade aus diesem Jahr hat eine deutlich bessere Beleuchtung, die regelrecht verträumt wirkt. Als ich es zum ersten Mal sah, dachte ich mir direkt "Ja, ich hoffe, dass das OoT-Remake so aussieht".
Sogar die Jak - und - Daxter - Reihe auf der guten alten PS2 hatte wesentlich ausdrucksstärkere Charaktermodelle, spätestens seit Jak II, welche bei weitem nicht diesen Uncanny Valley - Effekt haben:
(Gott, ich wünschte, Naughty Dog würden mal wieder ein Cartoon-artiges Spiel machen).
Aber für mich haben alle diese Spiele diese Mischung aus Stilisierung und Realismus deutlich besser hingekriegt.
Wohingegen ich die Charaktermodelle von OoT - Remake (abgesehen von Ganondorf, lustigerweise) allesamt extrem unangenehm finde. Was nicht unbedingt hilft, wenn ich mit den Charakteren symphatisieren soll.
Dabei hatten sie doch schon die perfekte Blaupause, wie ich finde. Die Wii U - Techdemo von damals fängt diesen Stil von Ocarina of Time einfach so viel besser ein und mir will einfach nicht in den Schädel, warum man den Stil einfach nicht verwenden möchte.
Jetzt, wo du das mit den Adern gesagt hast, kann ich es nicht mehr ungesehen machen, ewwwww.
Da muss ich als designierter Rachegott für KI-Verbrechen sagen: Nicht zwangsweise.

Die KI homogenisiert, weil sie nur die Wahrscheinlichkeitsrechnung beherrscht und daher ständig mit den gleichen "best guesses" ankommt. Aber sie homogenisiert leider eben auch indirekt. Gleichförmig wird durch die KI auch, was wir als "gute Spielekunst" betrachten. Gleichförmig wird auch, was die Spieledesigner für "gute Spielekunst" halten.
Ich halte es daher für absolut möglich, dass das tatsächlich noch alles Handarbeit ist, und sich die Entwickler einfach zu viel KI-Slop reingezogen haben.
PS: Ich finde den jungen Link sehr niedlich.
Die Verkörperung des digital erzeugten Würgereflexes selbst, der Uncanny-Valley-Effekt, wird den Leuten aktuell durch die KI-Bombardierung abtrainiert. Mich wundert es überhaupt nicht, dass wir innerhalb weniger Jahre schon so weit gekommen sind.
Für mich persönlich hat Zelda mit "Link to the past" aufgehört. Absolut jeder hat von Ocarina of Time geschwärmt, also hab ich dem mal einen Ruck gegeben. In der heutigen zeit geht sowas einfach nicht mehr. das waren gefühlt 15fps + stotternder Weichzeichner.
Deswegen freue ich mich auf das Remake.
Same! 😅 Ich liebe die 2D-Zeldas auf Game Boy, Game Boy Color, Game Boy Advance und natürlich dem SNES. Mit Ocarina of Time konnte ich damals dagegen nicht so viel anfangen.
Mir fehlte seinerzeit auch die passende Konsole, und der erste große Schritt von 2D zu 3D war zwar ohne Frage revolutionär, hat mich persönlich aber nicht besonders abgeholt. Als ich es später ausprobiert habe, hatte ich zusätzlich mit der damals schon ziemlich angestaubten Technik meine Probleme – die niedrige Framerate, das Stottern, die vielen Ladebildschirme und teilweise wirklich schwache Optik, gerade in Bereichen wie der Stadt, haben den Eindruck bei mir nicht unbedingt verbessert. 😅
Deshalb freue ich mich tatsächlich auf das Remake. Ich kann die Faszination für das Original nachvollziehen, aber für mich ist die moderne Fassung eine gute Gelegenheit, Ocarina of Time endlich einmal unter Bedingungen nachzuholen, die mir persönlich deutlich mehr zusagen.