Mario, Zelda, Mario, Zelda und wieder von vorne? Genau das wollte der verstorbene Nintendo-Präsident Satoru Iwata offenbar vermeiden. Ein altes Interview aus dem Jahr 2006 zeigt noch einmal ziemlich deutlich, welche Vorstellung er von Nintendo hatte.
Damals stand Nintendo kurz vor einer entscheidenden Phase. Nintendo DS und Spiele wie Nintendogs erschlossen bereits ein neues Publikum, während aus dem damals noch als „Revolution“ bekannten Projekt wenig später die Wii werden sollte.
Nintendo sollte mehr sein als seine großen Marken
Im Gespräch mit Stephen Totilo von MTV News erklärte Iwata damals:
„Wenn wir nichts anderes tun würden, als immer wieder Fortsetzungen zu produzieren, ohne etwas Neues oder Anderes zu wagen, würden die Leute uns als ein sehr konservatives Unternehmen betrachten – als ein Unternehmen, das nicht bereit ist, wirklich neue Initiativen zu ergreifen und neue Abenteuer zu wagen. So bin ich nicht, und so soll Nintendo auch nicht sein.“
Dabei ging es Iwata keineswegs darum, Mario und Zelda zurückzulassen. Nintendo habe eine große Fangemeinde, die Fortsetzungen zu diesen Spielen erwarte – und diese Erwartungen wolle man weiterhin erfüllen.
Gleichzeitig wollte Nintendo jedoch neue SpielerInnen erreichen und völlig neue Erfahrungen schaffen. Klassische Nintendo-Spiele sollten neben Ideen existieren, die sich auch an Menschen richteten, die zuvor kaum oder gar nicht gespielt hatten.
Genau deshalb müsse sich laut Iwata selbst eine Fortsetzung weiterentwickeln: „Das Einzige, worauf wir uns bei jeder dieser Fortsetzungen unbedingt konzentrieren, ist, Wege zu finden, um innerhalb dieser Reihe innovativ zu sein“, erklärte er.
Rückblickend lässt sich diese Philosophie in vielen späteren Nintendo-Spielen erkennen. Titel wie Super Mario Odyssey oder The Legend of Zelda: Breath of the Wild hielten an ihren bekannten Marken fest, interpretierten deren spielerische Grundlagen aber teilweise deutlich neu.
Wie würdet ihr Iwatas Worte heute deuten? Könnt ihr die Innovation innerhalb der verschiedenen Reihen verstehen und sehen?
via GamesRadar, Bildmaterial: Nintendo

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