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Im Test! Dead or Alive 6 Last Round – für Fans der Serie gibt es kaum einen Grund zum Upgrade

Titel Dead or Alive 6 Last Round
Japan 25. Juni 2026
Koei Tecmo Games
Nordamerika 25. Juni 2026
Koei Tecmo Games
Europa 25. Juni 2026
Koei Tecmo Games
System PlayStation 5, Xbox Series X
Getestet für PlayStation 5
Versionsnummer 1.10
Entwickler Team Ninja
Genres Beat ’em up
Texte
Deutschland Nordamerika Japan
Vertonung Nordamerika Japan


Vor einiger Zeit erschien mit Dead or Alive 6 Last Round Koei Tecmos neueste Version des Ablegers. Die Beat-’em-up-Reihe, die mit schnellen Kämpfen, einem anspruchsvollen Kombosystem und den berüchtigten Jiggle Physics berühmt geworden ist, will euch mit Last Round eine Upgrade-Version liefern, wie sie es schon so oft in der Vergangenheit gemacht hat.

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Ist es eine Complete Edition geworden, welche alte Schwächen ausbügeln konnte und alte Stärken weiter ausbaut, oder ist es nur ein halbherziges Skelett, das den sechsten Teil verschlimmbessert? Wir haben uns Last Round angesehen und liefern euch das Ergebnis.

Hat man schon mal gehört, irgendwas Neues?

»An allen Ecken und Stellen explodiert etwas, Elektroschocks werden verteilt oder ihr werdet von irgendetwas oder irgendjemandem wieder brüllend in den Ring geworfen.«

Nachdem die Organisation DOATEC unter der Führung von Donovan zerschlagen, aber nicht vollends zerstört wurde, wurde es ruhiger. Helena Douglas baute die Firma von Grund auf neu und setzte die Ressourcen für friedliche Zwecke ein. Projekte wie Alpha, welches Klone von Kasumi erschaffen hatte, um hörige Supersoldaten auf die Welt zu lassen, wurden eingestellt.

Nachdem die Umstrukturierung beendet war, entschloss sich die Erbin des DOATEC-Imperiums, die Tradition des „Dead or Alive“-Turniers fortzusetzen. Zack, einstiger Teilnehmer, unterstützt sie dabei und fliegt um die Welt, um alte wie auch neue Kämpfer für das Turnier zu rekrutieren. Nun also stehen wir vor dem Beginn des sechsten Turniers. Ein Ereignis, das viele Kämpfer aus alten Tagen wieder zusammenführen soll. Jedoch wird das Ereignis von finsteren Plänen getrübt. Nicht alle Suborganisationen von Donovan wurden komplett zerstört und so entfaltet sich im Hintergrund eine neue Intrige, welche die freudigen Ereignisse stören könnte.

Nicht viel Neues in der letzten Runde?

An der Geschichte hat sich auch in Last Round nicht wirklich etwas geändert, wie sollte es auch? Allerdings sind DLC-Figuren wie Nyotengu direkt vom Start an in den Storymodus eingebunden und müssen nicht extra gekauft werden. So stehen euch direkt 29 Charaktere zur Verfügung. Für die beiden Kollaborationen mit SNK, Kula und Mai Shiranui, gilt dies leider nicht.

Wollt ihr beide Charaktere in der neuen Version spielen und hattet diese bereits in der alten Version, werdet ihr trotzdem erneut zur Kasse gebeten. Es ist auch zu hinterfragen, wie lange die beiden dieses Mal zur Verfügung stehen, wurden sie doch schon beim Grundspiel nach Ablauf der Lizenzen aus den Stores entfernt. Insofern ist es schade, dass sie nicht im Hauptspiel direkt zum Start zur Verfügung gestellt wurden.

Schlag, Abwehr, Konter!

Die Kämpfe in Dead or Alive sind nach wie vor schnell, manchmal zu schnell, um richtig zu reagieren. So könnt ihr schnell in einer Kombo gefangen sein, die euch die Hälfte der Lebensanzeige kostet. Dennoch ist Dead or Alive 6 relativ einsteigerfreundlich. Schon mit ein wenig Übung lassen sich längere Kombos spielen. Erst mit dem Kontersystem wird es aufgrund der Geschwindigkeit hektisch in den Kämpfen. Nach dem Motto „einfach zu lernen, hart zu meistern“ tastet ihr euch an die unterschiedlichen Charaktere und Kampfstile im Spiel heran.

»Visuell hat man bei Dead or Alive 6 Last Round dagegen nochmal eine Schippe drauf gelegt.«

In den verschiedenen Modi wie beispielsweise Arcade, Story oder den Prüfungen tastet ihr euch mittels der CPU-Gegner so langsam an das Spielgeschehen heran. Neue Kampfmodi sucht ihr übrigens in Last Round vergebens. Man hat mehr am Visuellen gearbeitet, als wirklich neuen Inhalt zu liefern. Einzige Ausnahme, wenn man so will, ist der neu integrierte Fotomodus.

Online laggt es wie eh und je

Habt ihr euch in den verschiedenen bewährten Offlinemodi genug aufgehalten, könnt ihr euch auch online gegen menschliche Gegner beweisen. Rangstufenkämpfe oder einfache Spaßkämpfe stehen euch hier zur Verfügung. Schon wie im Basisspiel hängt ein gutes Match von einer stabilen Verbindung ab und wie so oft ist das hier nicht gegeben gewesen.

Selbst wenn man nach der besten Verbindung sucht, sobald es bei einem der Spieler zu Schwankungen kommt, merkt ihr das deutlich. Eingabeverzögerungen und Lags trüben auch bei Last Round den Spielspaß ordentlich. Auch lassen sich nicht unbedingt Spieler finden, gegen die ihr Matches bestreiten könnt. Die Wartezeiten können, wenn ihr Pech habt, schon einige Minuten lang sein.

Bis der Schweiß rinnt

Visuell hat man bei Dead or Alive 6 Last Round dagegen nochmal eine Schippe draufgelegt. Die Umgebung, Lichteffekte, Wasserspiegelungen und der Schweiß, der den Kämpfern von den Körpern rinnt, sehen noch einmal um einiges detaillierter und schöner aus. Waren die Areale schon vorher schön designt gewesen, wird hier abermals nachgelegt. Das Ganze läuft auch nahezu flüssig im Performancemodus, in einer Stage gab es mal einen Aussetzer, das konnte ich aber nicht replizieren.

Auch einen neuen Grafikmodus spendiert euch das Spiel, den Oboromodus, welcher alles insgesamt nochmal visuell verbessert. Leider gibt’s den Modus derzeit nur mit großen Einschränkungen. Es gibt ihn nämlich derzeit nur für eine einzige Stage. Weitere Stages sollen über die Zeit hinweg noch geupdatet werden. Es ist aber ziemlich schade, dass es das zum Start nicht schon für alle Arenen gibt, sondern nur für eine einzige.

Die Charaktere sehen in der grafisch überarbeiteten Version mit ihren vielen verschiedenen Kostümen ziemlich schick aus. Männliche Charaktere haben allerdings auch in Last Round wieder deutlich weniger Anpassungsmöglichkeiten als ihre weiblichen Gegenparts. Macht ja nichts, gibt ja genügend DLCs zum Erweitern, außer für die Herren. Soundtechnisch gibt es eigentlich wenig zu meckern. Die Musik war schon im Grundspiel stark, ebenso die Soundeffekte in den Stages.

Musikalisch eine Konstante

Musikalisch warten überwiegend elektronische Beats und Gitarrenstücke. An allen Ecken und Stellen explodiert etwas, Elektroschocks werden verteilt oder ihr werdet von irgendetwas oder irgendjemandem wieder brüllend in den Ring geworfen. Einzig bei der Synchronisation kann man beanstanden, dass diese bei manchen Figuren zum Teil nicht lippensynchron ist. Gut, das ist sie bei der englischen Sprachausgabe selten, aber gerade bei Figuren wie Helena fühlt es sich ein wenig komisch an. Trotzdem, im Großen und Ganzen hat man bei Grafik und Sound die meiste Arbeit in Last Round gesteckt.

Eigentlich ist es schade, dass man so wenige, eigentlich gar keine, neue spielerische Inhalte präsentieren kann. Dazu gibt es für eine neu aufgearbeitete Version erstaunlich viele neue DLCs. Die alten gekauften Kostüme kann man zwar aus der Basisversion transferieren, wobei das nicht mit der Basisversion 1.0 funktioniert, sondern erst ab einem bereits veröffentlichten Patch.

Es wäre allerdings schöner gewesen, wenn in dieser Version auch die alten DLC-Kostüme zur Verfügung gestanden wären, es hätte schon eine Auswahl gereicht. Kaufen könnt ihr diese nämlich nicht über den Store der PS5, ihr müsst dies über den Store der PS4 machen. Kostüme kaufen könnt ihr nur die neuen, die bereits in Scharen im Store platziert werden, und das wieder für einige Goldstücke.

Unterm Strich

Wie schon in der Basisversion bekommt man auch mit Dead or Alive 6 Last Round einen recht guten Fighter mit einer soliden Anzahl an Kämpfern, Stages und dem typischen Grundgerüst an Modi, immer noch ohne Tag-Team-Modus. In dieser Hinsicht macht Dead or Alive 6 Last Round nach wie vor viel Spaß.

Doch sagte ich damals schon, dass viele Stellen wie gerade das Grundgerüst an Kampfmodi ausbaufähig gewesen wären. Abseits von der Grafik hat man sich leider ziemlich auf der Basisversion ausgeruht. Es gibt bisher keine neuen Charaktere, keine neuen Moves oder Grundkostüme.

DLC-seitig wurden nur die älteren DLC-Charaktere hinzugefügt, aber auch hier nicht alle. Von dem Kostümchaos müssen wir gar nicht erst reden. Im Kern ein solides Spiel, das wie schon in seiner Basisversion zu viel Potenzial verschenkt.

Das Spiel fühlt sich ungeachtet der Grafik wie ein neuer Versuch an, auf der PS5 neue, schickere Kostüme an den Mann zu bringen. Dead or Alive 6 Last Round verliert sich hier irgendwo und verpasst es, seine alten spielerischen Stärken auszubauen. Fans der Reihe haben kaum einen Grund, vom Basisspiel auf die neue Version upzudaten. Abseits der neuen Kostüme, der verbesserten Grafik und des neuen Fotomodus hat man bereits alles Wichtige mit dem Basisspiel.

Ich hatte mir von Dead or Alive 6 Last Round mehr Fleiß erhofft.

 

Story

Selbe Geschichte wie in Dead or Alive 6, teilweise ergänzt um die DLC-Charaktere.

Gameplay

Keine wirklichen Neuerungen im Kampfsystem. Dennoch bietet DOA 6 Last Round spannende Kämpfe.

Grafik

Verschiedene Verbesserungen bei der Beleuchtung und etwaigen anderen Grafikbereichen. Neuer Grafikmodus, der zurzeit nur für eine einzige Stage nutzbar ist.

Sound

Harte Beats und Riffs ergeben gepaart mit den Soundeffekten und Hintergrundgeräuschen ein lebendiges Gesamtbild.

Sonstiges

Ein neuer Fotomodus und die Ergänzung verschiedener, nicht aller DLC-Charaktere bieten relativ wenig Neues in dieser Neuauflage. Mit Version 1.10 kommt eine neue DLC Kämpferin, Minato, zur Auswahl dazu.

Bildmaterial: Dead or Alive 6 Last Round, Koei Tecmo, Team Ninja

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