Die Turok-Reihe galt speziell zum Ende der 90er-Jahre hin als absoluter Meilenstein im Shooter-Genre. Denn als einer der Ersten schaffte es Turok ausschweifende 3D-Areale mit pfeilschnellen Shooter-Mechaniken zu kombinieren.
Die mitreißende Atmosphäre, die zum damaligen Zeitpunkt tolle Grafik und die beklemmende Soundklisse schafften es gekonnt, ein äußerst atmosphärisches Shooter-Spektakel auf die heimischen Bildschirme zu zaubern. Der erste Teil der Reihe „Turok: Dinosaur Hunter“ erschien damals im Jahre 1997 für Nintendo 64 und PC.
Mit unzähligen weiteren Ablegern und dem ein oder anderen Spin-off konnte sich die Turok-Reihe relativ lange auf der großen Bühne der Gaming-Welt halten. Mit „Turok“ aus dem Jahre 2008 fand die Reihe dann allerdings ihr vorzeitiges Ende und im Anschluss folgte lediglich das kleinere Projekt „Turok: Escape from Lost Valley“ und das ein oder andere Remaster alter Turok-Ableger.
Erst im Dezember 2024 wurde dann überraschend angekündigt, dass sich ein vom US-amerikanischen Entwickler und Publisher Saber Interactive entwickelter neuer Turok-Ableger in Arbeit befindet. Dieser neue Teil der Reihe hört auf den Namen „Turok: Origins“ und soll als Reboot der Turok-Reihe fungieren.
Im Zuge der diesjährigen Gamescom hatten wir die Möglichkeit den Titel ausgiebig anzuspielen und berichten euch nun, ob man sich auf die Rückkehr des Dino-Action-Spektakels freuen darf und was den neuesten Ableger der Reihe so besonders macht.
Das Schicksal der Menschheit steht mal wieder auf dem Spiel
In Turok: Origins übernehmen wir die Rolle eines futuristischen Kriegers welcher sich der bedrohlichen Alienrasse „Xenia“ erwehren muss. Die Xenia sind eine reptilienähnliche Rasse, die den Menschen feindlich gesinnt sind.
In erbitterten Schlachten quer durch die Galaxis muss sich die menschliche Spezies gegen diese Reptilien zur Wehr setzen, denn am Ende des Tages geht es um nichts Geringeres als das Überleben und Fortbestehen der gesamten Menschheit.
Drei Klassen mit drei unterschiedlichen Spielstilen stehen zur Auswahl
Zu Beginn eines Spiels haben wir die Wahl zwischen drei unterschiedlichen Charakterklassen. Dem Puma, dem Bison und dem Raben. Jede Klasse kann auf eine andere Bewaffnung und andere Spezialmanöver zurückgreifen. Taktische Abstimmung ist hier auf jeden Fall möglich und auch bitter nötig um siegreich aus der hektischen Ballerei zu gehen.
Entscheidet man sich beispielsweise für die Bison-Klasse, haben wir die Möglichkeit, eine schützende Barriere zu erzeugen um uns und unsere Mitspieler vor den gegnerischen Angriffen zu schützen. Die Raben-Klasse hat zum Beispiel die Möglichkeit Feuerbälle auf die heranstürmenden Gegner zu feuern.
Jede Klasse bietet also Vor- und Nachteile und kann je nach eigenen Vorlieben mal mehr und mal weniger effektiv eingesetzt werden. Hier muss man sich an den jeweils eigenen Spielstil herantasten, um den bestmöglichen Effekt aus der jeweils gewählten Klassen herauszuholen und den für sich optimalen Spielstil zu finden.
Jede Klasse hat außerdem die Möglichkeit einen Scanner zu nutzen. Dieser Scanner zeigt uns die unterschiedlichen Schwachstellen der Gegner an. Konzentriert man sich im Kampf auf eben diese Schwachstellen, gehen die Gegner schnell und effektiver zu Boden. Ein wichtiges taktisches Element auf welches man auf jeden Fall großen Wert legen sollte.
Hat man denn Bossgegner eines Areals besiegt, hat man außerdem die Möglichkeit dessen DNA und damit die sogenannten „EchoSyncs“ zu erhalten. Mit diesen Punkten haben wir nun die Möglichkeit neue Fähigkeiten freizuschalten und unsere Klasse noch weiter auszubauen und an die eigenen Wünsche anzupassen.
Die Dino-Ballerorgie macht wirklich Spaß
Auf den ersten Blick wirkt Turok: Origins vielleicht wie ein weiterer Shooter mit Turok-Lizenz. Ich kann allerdings getrost sagen: Das Spiel macht wirklich Spaß. Vor allem, wenn man seinen Flow erstmal gefunden hat, fliegt man regelrecht durch die Gegnermassen und fühlt sich teils schon fast unbesiegbar. Ganz Turok-like eben.
Die unterschiedlichen Spielstile wollen natürlich zuerst beherrscht und verstanden werden. Hat man den Dreh aber erstmal raus, gibt es gefühlt kein halten mehr und das Spaß-Level steigt recht schnell in höhere Ebenen.
Lineare Spielwelt mit der ein oder anderen Erkundungsmöglichkeit
Die Spielwelt beziehungsweise die Levelabschnitte von Turok: Origins fallen dabei recht linear und eher schlauchig aus. Man ballert sich von Areal zu Areal, bekämpft dabei etliche Wellen von Gegnern und steht am Ende immer einem größeren Boss gegenüber, den es zu erledigen gilt.
Hier und da kann man auch mal vom eigentlichen Pfad abweichen, um sich etwas im Areal umzusehen und das ein oder andere Geheimnis zu erhaschen. Im Großen und Ganzen bleibt Turok: Origins allerdings ein recht lineares Erlebnis.
Die unterschiedlichen Nebenaufgaben sind zwar durchaus nett, lenken im Endeffekt aber nur minimal vom eigentlichen Geschehen ab und dienen wohl eher als kleine Auflockerung.
Erst im Mehrspielermodus so richtig spaßig und fetzig
Turok: Origins ist eines dieser Spieler die tatsächlich erst im Mehrspielermodus so richtig aufblühen. Denn mit bis zu drei Spielern im Koop-Modus kann man sich mit den unterschiedlichen auswählbaren Klassen wunderbar ergänzen und taktisch abstimmen. Dann macht die eigentlich recht stumpfe Ballerei gleich noch mehr Spaß.
Auf Wunsch kann man das gesamte Abenteuer aber natürlich auch im Solo-Modus komplett alleine erleben. Wahrscheinlich liegt dies nicht im Sinne der Entwickler, aber es ist durchaus angenehm zu Wissen, dass man das neueste Turok-Abenteuer auf Wunsch auch solo durchspielen kann.
Verschiedene Perspektiven für unterschiedliche Geschmäcker
Eine Besonderheit von Turok: Origins ist die Tatsache, dass man das Spiel wahlweise in der First-Person-Perspektive, wie einen klassischen Shooter oder aber in der Third-Person-Perspektive spielen kann. Je nach eigenen Vorlieben lässt sich die Perspektive jederzeit nahtlos im Spiel hin- und herschalten. Wirklich sehr löblich und auch sehr ordentlich umgesetzt.
Die härteste Dino-Ballerei der Gaming-Welt ist zurück
Turok: Origins macht wirklich vieles richtig. Knallhartes Shooter-Gameplay gemischt mit unterschiedlichen Klassen, dicken Bossgegnern und Unmengen an kleineren Widersachern die es umzuhauen gilt. Was will man als leidenschaftlicher Dino-Jäger denn Bitte mehr?
Erst im Koop-Modus blüht der Titel allerdings so richtig auf. Denn dann können sich die jeweiligen Spieler mithilfe der unterschiedlichen Charakterklassen wunderbar ergänzen und so noch eine ganze Prise mehr Taktik mit ins Spiel bringen.
Auch technisch wirkt der Titel schon jetzt sehr rund. Neben der schicken Grafik können auch die spektakulären Soundeffekte überzeugen. Hier kracht es wirklich pausenlos und an jeder Ecke. Ein digitales Schlachtfest wie man es schon länger nicht mehr gesehen hat. Ich freue mich jedenfalls sehr auf Turok: Origins und fiebere der Veröffentlichung im Jahre 2027 definitiv entgegen.
Bildmaterial: Turok: Origins, Saber Interactive

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