Das Mega-Man-Franchise ist seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil der Gaming-Welt. Sehr lange war es jedoch sehr ruhig rund um den blauen Bomber und viele Fans wussten nicht mehr so recht, ob sie ihren blauen Helden überhaupt jemals wieder auf der großen Bühne sehen werden.
Erst im Dezember des Jahres 2025 war es dann endlich so weit und Capcom gab nach langer Wartezeit und vielen Gerüchten endlich bekannt, dass man die Marke „Mega Man“ wieder mehr ins Rampenlicht rücken und sogar in die Riege der Haupt-IPs aufnehmen möchte.
Noch in derselben Woche kündigte Capcom im Zuge der The Game Awards anschließend das neueste Projekt Mega Man: Dual Override an. Mega Man: Dual Override wird ein völlig neuer Ableger der Reihe, der sich speziell an den Anfängen und den Wurzeln des traditionsreichen Jump-and-Run-Franchise aus dem Hause Capcom orientieren soll.
Im Zuge der Gamescom 2026 konnten wir das neueste Abenteuer des blauen Bombers endlich Probespielen, um euch einen ersten Eindruck zum kommenden Action-Feuerwerk aus dem Hause Capcom liefern zu können. Ob sich die Warterei lohnt oder ob man Mega Man vielleicht doch besser in nostalgischer Erinnerung behalten sollte, erfahrt ihr in unserer Vorschau.
Etwas Moderne darf natürlich schon sein
Die Besonderheit von Mega Man: Dual Override ist zweifelsohne die Tatsache, dass es dem japanischen Entwickler und Publisher Capcom bei diesem Titel unglaublich gut gelingt, die Wurzeln der Mega-Man-Reihe mit diversen Gameplay-Elementen aus der Moderne zu verbinden und zu kreuzen.
Hardcore-Fans sind ja stets skeptisch, wenn es um Anpassungen oder Eingeständnisse ihres, mittlerweile doch recht betagten, Franchise geht. Im Falle von Mega Man: Dual Override kann man diese Angst jedoch als absolut unbegründet bezeichnen.
Mega Man: Dual Override spielte sich während unserer rund 30-minütigen Testsession im Grunde genommen wie eine schönere und etwas modernere Variante der alten Mega-Man-Ableger. Natürlich sind die Level nun deutlich aufregender gestaltet und die Hürden, die wir überwinden müssen, noch eine Ecke umfangreicher. Im Kern spürte man aber zu jeder Sekunde die DNA der Reihe und das war einfach wundervoll. Dennoch hatte man zu keiner Sekunde das Gefühl, ein veraltetes Gameplay-Konzept vor sich zu haben. Mega Man ist eben doch irgendwie zeitlos.
Neben den, aus vergangenen Teilen, bekannten Upgrades wie beispielsweise einer Art Tornado-Angriff, hatte man in der Demo außerdem die Möglichkeit, Mega Man in eine Art Power-Modus zu versetzen. Hier nahm unser blauer Held dann weniger Schaden und unsere Angriffe waren noch stärker. Dieser Power-Modus war allerdings nur eine kurze Zeit lang nutzbar, bis dieser sich erst erneut aufladen musste. Taktisch also ein durchaus effektives Mittel welches allerdings zur richtigen Zeit und am richtigen Ort eingesetzt werden will.
Die schweißtreibenden Bosskämpfe sind immer noch knackig
Ein Highlight, wie es für die Mega-Man-Reihe üblich ist, sind auch hier wieder die ausufernden und extrem anstrengenden Bosskämpfe. Äußerst anspruchsvoll und nur seltenst verzeihend treiben einem diese Boss-Begegnungen regelmäßig den Schweiß auf die Stirn. Hier muss man seine Konzentration wirklich zusammensammeln und alles geben, um am Ende siegreich aus den Kämpfen zu gehen.
In der Demo konnte man drei unterschiedliche Bosskämpfe spielen, die durchaus fordernd, aber nach einigen Versuchen definitiv machbar waren. Dem Power-Modus sei Dank konnte man sich hier oft den entscheidenden Vorteil sichern und siegreich aus den Duellen gehen.
Unterschiedliche Chip-Sets ermöglichen unterschiedliche Spielstile
Bevor man ein Level betritt, gibt einem das Spiel die Möglichkeit aus drei unterschiedlichen Chip-Sets auszuwählen. Beim ersten Chip handelt es sich um den passiven Chip. Dieser erzeugt eine schützende Barriere gegen feindliche Angriffe und bietet außerdem einen nützlichen E-Tank welchen wir zu Heilung unseres blauen Helden benötigen.
Der zweite Chip ist für den aggressiveren Spielstil gedacht. Denn dieser sorgt dafür, dass Mega Man die aufgeladenen Schüsse automatisch auflädt und wir sozusagen nur noch den Abschuss bestätigen müssen. Man spart sich quasi das manuelle Aufladen der Schüsse. Außerdem haben wir die Möglichkeit, doppelt aufgeladene, sogenannte „double charge shots“, zu verwenden.
Beim dritten Chip wartet dann sogar eine kleine Überraschung auf viele Hardcore-Fans. Denn dieser Chip ist dafür da, die zusätzlichen Hilfen abzuschalten und das Spiel in eine klassischere, noch schwerere Richtung zu drehen. Dafür steht uns hier dann ein altbekannter Begleiter zur Seite. Kein Geringerer als der Robohund „Rush“. Je nach gewählten Chip-Set ändert sich das Spielgefühl also teils drastisch. Ein wirklich toller Ansatz der für den ein oder anderen Spieler vielleicht sogar mehrere Spieldurchgänge rechtfertigen wird.
Der blaue Bomber ist endlich zurück auf der großen Bühne
Mega Man: Dual Override vereint so ziemlich alles, was man sich in der heutigen Zeit von einem modernen Ableger der Reihe erhoffen würde. Denn im Kern bleibt Mega Man: Dual Override seinen Wurzeln treu, ohne dabei jedoch langweilig oder gar veraltet zu wirken.
Mit den unterschiedlichen Chip-Sets haben die Entwickler außerdem eine nette Möglichkeit eingebaut, das Spielgefühl in unterschiedliche Richtungen zu lenken. Der dritte Chip sorgt sogar dafür, dass sich der Titel noch stärker wie die alten Ableger anfühlt.
Auch optisch und tontechnisch wirkt Mega Man: Dual Override äußerst liebevoll umgesetzt und lässt alteingesessenen Mega-Man-Fans wahrlich das Herz aufgehen. Die Levelabschnitte, die wir während unserer Testsession spielen konnten, waren allesamt spannend gestaltet.
Wenn auch der Rest des Spiels diese hohen Qualitätsansprüche erreichen kann, erwartet uns hier ein richtiges Genre-Highlight. Mega-Man-Fans dürfen sich auf jeden Fall auf 2027 freuen, denn dann soll Mega Man: Dual Override für alle gängigen Plattformen erscheinen.
Bildmaterial: Mega Man: Dual Override, Capcom



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