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Angeschaut! Tomb Raider: Legacy of Atlantis wird eine Neuinterpretation des Klassikers

Nach dem im Jahre 2018 erschienenen Shadow of the Tomb Raider war es lange still um die eigentlich schon wieder fast totgeglaubte Tomb-Raider-Reihe. Denn nach dem eher mäßigen Verkaufserfolg des, zumindest meiner Meinung nach, ziemlich ordentlichen dritten Teils der neueren Tomb-Raider-Trilogie, war das Interesse an neuen Ablegern der Reihe auf ein Minimum geschrumpft.

Als der bisherige Rechteinhaber Square Enix die Rechte am Tomb-Raider-Franchise im Mai des Jahres 2022 an die Embracer Group für ca. 300 Millionen US-Dollar verkauft hatte, hatten viele Fans der taffen Archäologin die Reihe schon endgültig an den Nagel gehängt und vorerst für tot erklärt.

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Im Zuge der The Game Awards 2025 wurde dann völlig überraschend ein neues Tomb-Raider-Projekt vorgestellt. Dieses hört auf den Namen Tomb Raider: Legacy of Atlantis. Als Entwickler fungiert dieses Mal eine Kombination aus Flying Wild Hog und Crystal Dynamics. Das Publishing übernimmt Amazon Games.

Während der diesjährigen Gamescom konnten wir uns das neueste Abenteuer der wohl berühmtesten Videospiel-Heldin überhaupt endlich genauer ansehen und können euch nun ziemlich sicher verraten, ob man sich auf das neueste Abenteuer von Lara Croft freuen darf und ob der neue Ableger auch alte Tomb-Raider-Veteranen wieder vor den heimischen Bildschirm locken kann.

Eindrucksvolle Präsentation verdeutlicht die neue Ausrichtung des Abenteuers

Da es sich bei Tomb Raider: Legacy of Atlantis im Endeffekt um ein waschechtes Remake des ersten Teils von 1996 handelt, darf man natürlich gespannt sein, wie dieses eigentlich schon recht betagte Abenteuer auch heutzutage noch begeistern soll und kann.

Aber eins kann man mit Sicherheit sagen: Es funktioniert tadellos. Denn Tomb Raider: Legacy of Atlantis ist keine einfache und modernisierte Kopie des Originals, sondern vielmehr eine vollumfängliche Neuinterpretation des Klassikers.

Neben der Grafik selbst wurden sogar die Rätsel-Mechaniken überarbeitet und an die Neuzeit angepasst. Selbst bereits bekannte Rätsel des Originals wurden nun also erweitert, umfangreicher gemacht und bieten teilweise sogar neue Lösungsmöglichkeiten. Man hat jetzt also definitiv mehr Spielraum beim Erkunden und Lösen der zahlreichen Rätsel.

Lara hat nun außerdem die Möglichkeit, mit einem Scanner diverse wichtige Punkte im Level zu scannen und zusätzliche, mal mehr und mal weniger hilfreiche Informationen zu erhalten. Das macht das Erforschen der Abschnitte noch immersiver und interaktiver. Tomb Raider: Legacy of Atlantis ist also deutlich mehr als ein Remake des Originals aus den 90er-Jahren.

Überarbeitetes und angepasstes Kampfsystem orientiert sich am Original

Ein weiterer wichtiger Punkt von Tomb Raider: Legacy of Atlantis ist außerdem das überarbeitete Kampfsystem. Denn die Entwickler setzen beim neuen Ableger der Tomb-Raider-Reihe nicht mehr auf das sehr ballerlastige Kampfsystem der letzten Tomb-Raider-Trilogie aus dem Hause Square Enix. Stattdessen besinnt man sich bei Tomb Raider: Legacy of Atlantis wieder auf das eher bodenständige Kampfsystem und die Stärken der Original-Trilogie.

Im Klartext heißt das, bei Tomb Raider: Legacy of Atlantis wird deutlich weniger geballert als es noch bei der Square-Enix-Trilogie der Fall war. Wie auch schon beim Original muss sich Lara in diesem Teil hauptsächlich gegen tierische Gegner zur Wehr setzen. Dementsprechend wurde das Kampfsystem nun eher in eine Art Akrobatik-Feuergefecht verwandelt. Lara hechtet sich also beherzt aus der Angriffslinie des Gegners, um diesen dann anschließend mit Feuersalven zu attackieren. Ganz im Stile des Originals, nur eben jetzt in modern und nochmal eine ganze Ecke cooler und stylischer präsentiert, als das noch 1996 möglich war.

Spielerisch geht Tomb Raider: Legacy of Atlantis also durchaus in eine etwas andere Richtung, als es die Square-Enix-Trilogie tat. Der Fokus liegt sehr viel deutlicher auf der ruhigen Erkundung der Areale und dem Lösen der zahlreichen Rätsel. Die Feuergefechte sind bei diesem Teil also eher Beiwerk und nicht der Hauptfokus. Gerade Fans der älteren Tomb-Raider-Titel könnte dies aber durchaus positiv aufstoßen, denn schließlich orientiert man sich ja sehr viel deutlicher an den Qualitäten der Original-Trilogie.

Optische Präsentation, die ihresgleichen sucht

Speziell die grafische Qualität von Tomb Raider: Legacy of Atlantis muss auf jeden Fall positiv hervorgehoben werden. Dank der Unreal Engine 5 strahlt der Titel förmlich und schafft es gekonnt, eine unheimlich detaillierte Spielwelt zu erschaffen, von der man gar nicht genug bekommen kann.

Das ist allen voran auch den Licht- und Schatteneffekten geschuldet, welche die Spielwelt unglaublich realistisch und ansehnlich wirken lassen. Aber auch die absolut geschmeidigen Animationen von Lara selbst können begeistern und obendrauf gibt es einen gewohnt hochwertigen Soundtrack und knackige Soundeffekte, welche das technische Gesamtbild gekonnt abrunden.

Tomb Raider: Legacy of Atlantis wird wohl eines der schönsten Spiele werden, die je das Licht der aktuellen Konsolengeneration erblicken dürfen. Denn das noch zu toppen wird auf jeden Fall nicht einfach.

Überarbeitet, modernisiert und verbessert – Lara is back!

Tomb Raider: Legacy of Atlantis scheint es gekonnt zu schaffen, die Stärken des Originals aus dem Jahre 1996 in die Moderne zu transportieren, ohne dabei den Spirit und die Identität der Original-Trilogie aus den Augen zu verlieren.

Neben den überarbeiteten Arealen, die nun absolut beeindruckend ausfallen, sind es vor allem auch die Rätsel-Mechaniken, die nun spürbar überarbeitet wurden und durchweg begeistern können. Auch Kenner des Originals können sich die Neuinterpretation also auf jeden Fall ansehen, denn hier wurde so viel angepasst und verändert, dass man stets denkt, man würde da ein komplett neues Abenteuer spielen.

Technisch toppt der Titel vieles bisher Dagewesene, denn speziell die Außenareale wirken absolut beeindruckend und unglaublich detailliert. Selten durfte man einen Titel dieser grafischen Güteklasse auf der aktuellen Konsolengeneration bestaunen. Eine wahre Augenweide.

Tomb Raider: Legacy of Atlantis ist für Fans der taffen Archäologin sowieso Pflichtprogramm. Aber auch Genre-Neulingen kann man den Titel wärmstens ans Herz legen. Ich jedenfalls freue mich schon unheimlich auf den neuen Tomb-Raider-Ableger und bin sogar froh, dass man sich bei Flying Wild Hog und Crystal Dynamics dafür entschieden hat, sich wieder auf die Stärken der Ur-Trilogie zu besinnen. Tomb Raider: Legacy of Atlantis soll am 12. Februar 2027 für PS5, Xbox Series, Switch 2 und PC erscheinen.

Bildmaterial: Tomb Raider: Legacy of Atlantis, Amazon Games, Crystal Dynamics, Flying Wild Hog

7 Kommentare

  1. Das Spiel wird was ;) mark my words

    Es wird mit Sicherheit erfolgreich. Zumindest werden die Leute auf youtube, die auch nur sanfte Kritik üben, gerade summarisch niedergeschrien. 8|

    Ich bin zum Day One raus, da keine für mich verfügbare Maschine die Grafik bewältigt, und soooo viele tatsächliche Ur-Fans, die zu Weihnachten 1996 schon Tomb Raider zockten, werden vermutlich gar nicht mehr an den Controllern sein.

  2. Es wird mit Sicherheit erfolgreich. Zumindest werden die Leute auf youtube, die auch nur sanfte Kritik üben, gerade summarisch niedergeschrien. 8|

    Ich bin zum Day One raus, da keine für mich verfügbare Maschine die Grafik bewältigt, und soooo viele tatsächliche Ur-Fans, die zu Weihnachten 1996 schon Tomb Raider zockten, werden vermutlich gar nicht mehr an den Controllern sein.

    Naja Spieler die erst ein paar Jahre später nachträglich dazugestoßen sind, können ja dennoch Ur-Fans sein ^^

    Die Tomb-Reider-Reihe zieht sich ja doch schon seit ein paar Jahrzehnten.

    Das einzige was ich am Spiel vielleicht noch ändern würde, wäre die etwas zu sterile UI.

    Aber ich meine es ist ja auch eine Neuinterpretation. Das Spiel soll ja neue und alte Tomb-Raider-Fans und im besten Fall sogar Spieler ansprechen, die bisher noch keine Berührungspunkte mit der Reihe hatten.

  3. Aber ich meine es ist ja auch eine Neuinterpretation. Das Spiel soll ja neue und alte Tomb-Raider-Fans und im besten Fall sogar Spieler ansprechen, die bisher noch keine Berührungspunkte mit der Reihe hatten.

    Ich will da nicht ewig rumranten, vor allem nicht bei Spielen, die erst nächstes Jahr rauskommen. :saint:

    Ich quäle mich gerade durch Rise of the Tomb Raider und arbeite da die letzten Checkpoints ab – da erkenne ich einfach alles wieder bei Legacy of Atlantis. Die Faszination des Ur-Tomb-Raider fehlt mir. Bis auf den gelegentlichen Health- und Atembalken gab's da überhaupt keine UI. Die Erkundung wurde nicht zerrissen oder unterbrochen. Zwischensequenzen gab's zwischen den Leveln und sonst keine. Die blitzschnellen Kampfsequenzen beschränkten sich dank Auto-Aim auf das Ausweichen. Es gab keine immersionskillenden QTEs und gescripteten Sequenzen mit völlig anderen Spielmechaniken. Jedes Collectible war sinnvoll und auch direkt verwertbar. Ich könnte auch wetten, dass die den Blödsinn mit dem beschränkten Inventar, das man nach und nach auf weniger Beschränkung freischalten muss, weiter betreiben.

    Das ist schon das "moderne" Tomb Raider, das die da anbieten, und das hat mit der Philosophie des Toby-Gard-Designs wenig mehr zu tun.

  4. Neeeeeee Leute, damit kann man die Urfans nicht ködern. ;(

    Witzigerweise wurde ich ja erst dieses Jahr zum Fan... zumindest ganz spezifisch vom allerersten Tomb Raider, Teil 2 und 3 wurden für mich systematisch schlechter, erst Teil 4 konnte mich dann wieder begeistern (bis zu Kairo).

    Gerade deshalb hatte ich mich darüber gefreut, dass LoA vielleicht die Philosophie dieses Teils aufgreifen würde.
    Aber mir geht es ähnlich wie dir: Das Spiel sieht für mich irgendwie... generisch aus. Wieder eine Art Scan wie der Detektivmodus aus den Batman Arkham - Teilen, wieder ein komisches Crafting - System, dass ich in keinster Weise brauche (warum können wir nicht einfach Medi-Packs verteilen und gut ist?) und alles ist so hell und grell, kein Vergleich zu der für mich unvergleichlichen Atmosphäre des Originals.

    Ich schau mir die Reviews an, aber geflasht bin ich auch nicht. Es hat sehr viele Elemente speziell aus Rise und Shadow of the Tomb Raider, die ich absolut nicht mochte. Na ja, scheinbar wird es wenigstens eine linearere Angelegenheit und hat nicht mehr diese lahmen offenen Areale der beiden Vorgängerspiele.

  5. Na ja, scheinbar wird es wenigstens eine linearere Angelegenheit und hat nicht mehr diese lahmen offenen Areale der beiden Vorgängerspiele.

    Ohhh ja, das ist eine ganz zentrale Krankheit der neuen Teile, dieser Open-World-Fetischismus. Open World schön und gut, aber mit dem völlig überzogenen Checkpointdesign kombiniert nur noch Alptraum. In den Ur-Tomb-Raidern gab's noch anständiges Level Design. Nicht nur die strikt linearen, schlauchartigen Teile – sondern ganz spezifisch auch Gegenden, die darauf angelegt waren, dass man an einen bestimmten Platz immer wieder zurückkehrt, von dem aus sich die beschränkte offene Welt auffächert.

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