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Angespielt! Final Fantasy VII Revelation verspricht, ein grandioses Finale zu werden

Der Gamescom-Mittwoch und der Gamescom-Donnerstag – das reicht, sowohl physisch als auch mental. Es gibt nicht viele Spiele, für die ich die weite Rückreise erst auf den Freitagnachmittag gelegt hätte, die Koffer im Gepäckraum des Hotels zurücklassend, um noch einmal auf das nunmehr garantiert überfüllte Gelände der Koelnmesse zu reisen.

Final Fantasy VII Revelation wäre eines dieser Spiele. Der Terminkalender hatte kein Erbarmen und die einstündige Anspielgelegenheit war nur am Freitagvormittag möglich. Doch es sollte sich lohnen. Lest nachfolgend meinen ersten Eindruck zum dritten Teil der Remake-Trilogie zu Final Fantasy VII.

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Die Demo beginnt natürlich mit einem Sprung aus der fliegenden Highwind. Ich durfte in einem bereits fortgeschrittenen Kapitel einsteigen, in dem die Highwind uns den Flug über die gesamte Weltkarte ermöglicht. Fies dabei: Bis auf einige Gebiete, die man Story-bedingt aktuell besser nicht ansteuern sollte, könnte ich auch schon überall abspringen.

Wo zur Hölle sollte ich anfangen? Dazu hatte ich innerhalb kürzester Zeit etwa ein Dutzend gute Ideen. Am Ende folgte ich dem Rat der PR und steuerte die Region Mideel an. Möglich wäre aber offenbar auch alles andere gewesen, was in diesem Kapitel eben möglich gewesen wäre. Auch, erst einmal die Highwind zu erkunden, die man übrigens anpassen kann und die sich im Laufe des Abenteuers weiterentwickelt.

Das Innere der Highwind könnt ihr im Laufe des Abenteuers gestalten und ansprechender machen. Ihr könnt Gegenstände ausstellen, die ihr auf eurem Abenteuer gesammelt habt, ständig neue Gespräche erleben und die Chocobo-Ställe besuchen, die übrigens umfangreicher ausfallen als im Original, wie Naoki Hamaguchi mir in einem Interview am Gamescom-Mittwoch verraten hat.

Doch weil für die Erkundung der Highwind (im Rahmen eines dann beginnenden Tutorials) die halbe Demo-Session draufgegangen wäre, wählte ich den freien Fall. Man kann buchstäblich überall landen, eben auch mitten im dicht bewachsenen Mideel-Umland. Der Fallschirm kann auf Knopfdruck geöffnet werden, geht aber bei Bodennähe auch selbstständig auf. Die Landung erfolgt auf den Beinen oder auf Piko – dann geht es fließend zu Chocobo-Fuß weiter. Lauert dann ein Monster um die Ecke, gibt es auch hier einen fließenden Übergang. Piko kann mitkämpfen!

Das Kampfsystem und das WEAR-System

Und wenn wir schon dabei sind, gleich der Blick auf’s Kampfsystem. Wer Final Fantasy VII Rebirth gespielt hat, wird sich gleich zu Hause fühlen. Alles, was im Vorgänger geklappt hat, klappt auch hier. Nennen wir’s mal: Befehls-vermischte Echtzeit-Action. Viele Mechaniken sind die alten und das dürften die meisten Fans auch einigermaßen gut finden, denn das Kampfsystem von Rebirth war gelungen.

Ergänzt wird es in „Revelation“ einerseits um die sehr speziellen Charaktere Vincent und Cid und andererseits um das WEAR-System, an dem sich schon vor der Veröffentlichung die Geister scheiden. Die einen finden das WEAR-System überflüssig – was soll Barret in der Beschwörer-Rolle? Die anderen finden es eine spannende, weil natürlich auch in der Geschichte der „Final Fantasy“-Serie begründete Mechanik.

Kurze Wiederholung: Das WEAR-System ergänzt, ganz vereinfacht gesagt, das Kampfsystem um vier Jobs. Im Englischen heißt es übrigens FITS-System – für die deutsche Version hat man sich „WEAR“ ausgedacht. Was witzig ist, weil „wear“ ja auch nur ein englisches Wort ist. Denkt ihr! Eigentlich steht es nämlich für widerstandsfähige Einsatzbekleidung mit augmentierter Resonanz – und das ist wiederum kein Witz.

Diese Outfits verändern das Aussehen der Charaktere optional – es ist auch möglich, die Eigenschaften der Jobs zu nutzen, und das Standard-Outfit beizubehalten. Vor allem liefern die Jobs aber Zugang zu Fertigkeiten und Fähigkeiten. Der Ritter glänzt mit Defensiv-Möglichkeiten; der Beschwörer kann unterschiedliche Wesen im Kampf beschwören. Weiterhin gibt es den Krieger (für die Offensive) und den Schwarzmagier, der eure Magie stärkt

Jeder Charakter kann ab einem bestimmten Punkt im Spiel jeden Job ausüben. Alle Möglichkeiten werden gleichzeitig freigeschaltet. Und was bedeutet das nun konkret für euren Kampf? Vincent als Beschwörer kann beispielsweise auf Synergie-Fähigkeiten mit Ifrit und Co. zugreifen. Trägt Tifa den Schwarzmagier-Job, dann wird Magie um eine Stufe erweitert und sie kann nicht nur Zauber der „-ga“-Stufen ausführen, sondern auch „-ja“-Zauber.

Die Demo war viel zu kurz und bot viel zu viele Möglichkeiten, um sich ein umfassendes Bild vom WEAR-System zu machen. Aber zur Beruhigung der Kritiker vielleicht: Wenn man einen Job wählt, der einigermaßen zum Charakter passt, und dann das Outfit nicht wechselt, dann sind neue Fähigkeiten im Kampf eben das einzige, was vom WEAR-System bleibt. Und na ja, neue Fähigkeiten im Kampf … das stand irgendwie ohnehin auf dem Plan, oder?

Wer das WEAR-System spannend findet, der darf sich auf coole, individuelle Outfits freuen und auf mehr Möglichkeiten, den Charakteren ein Profil zu geben, das dann nicht nur optische, sondern auch noch spielerische Relevanz hat. Ich bin gespannt darauf, damit herumzuexperimentieren.

Zurück zur Landung nach dem Highwind-Absprung. Wie ihr seht, kann man wirklich überall landen. Ob’s eine gute Idee war, wird sich zeigen. Anders als die Gruppe auf dem Screenshot erwartet mich allerdings zunächst die dichtbewachsene Mideel-Region – und sofort eröffnen sich unzählige Points of Interest.

Nicht nur ploppen diverse Zeichen auf der Map auf – natürlich klingelt auch MAI durch. Lebensquelle hier, Esper dort, Entdeckungen machen da. Wer will, kann wie schon in Rebirth jede Ecke der Karte abgrasen und wird zuverlässig belohnt. Ich kann allerdings auch verstehen, dass sich manch einer von der schieren Anzahl der Möglichkeiten erschlagen fühlen könnte.

Dabei steht euch bei der Erkundung auch neues Werkzeug zur Verfügung – das darüber hinaus (mindestens) auch in Nebenmissionen zum Einsatz kommt. Das sogenannte Erkundungswerkzeug bestand zum Zeitpunkt, an dem die Demo angesiedelt war, aus vier unterschiedlichen Werkzeugen, die man per Ringmenü auswählen kann. Dazu zählten ein Scanskop, ein Ortungssystem, eine Makolampe und eine Datenkamera. Mit diesen Werkzeugen erfahrt ihr mehr über Monster und Orte oder erleichtert euch die Navigation zu gewünschten Zielen.

Doch nach ein paar besiegten Monstern – Vincent ist eine Maschine – sowie einer erforschten Lebensquelle geht’s auch schon weiter. Die Demo-Uhr tickt und man hatte mir empfohlen, nach Wutai zu fliegen – aktuell auch Zielpunkt der Story in der Demo. Jederzeit kann man per Knopfdruck auf der Weltkarte die Highwind rufen und weiterfliegen. Bereits besuchte Orte bieten auch eine Schnellreisemöglichkeit.

Also auf nach Wutai! Die Highwind kann ordentlich Gas geben und der Flug dauert nur ein paar Sekunden. Nach einer spannenden Sequenz um Glenn und Godo, zu der ich natürlich nichts weiter verraten möchte, landet meine Gruppe vor den Toren von Wutai.

Es folgen Szenen, bei denen ich meine Augen weit aufreißen muss – damit die Luft sie trocken hält. Yuffie, ihr fröhliches und wunderbar neu arrangiertes Charakter-Theme, das wunderschöne Wutai und die kurze, unbeschwerte Blödelei der Gruppe sind eine Wonne für Fans des Originals. Da kann man schon mal emotional werden. Falls euch die Charaktere nicht schon mit „Rebirth“ ans Herz gewachsen sind, dann hoffentlich spätestens jetzt.

Zu Wutai (dessen Besuch im Original übrigens vollkommen optional war) und vor allem zu den Story-Sequenzen aus der Demo will ich euch gar nicht viel mehr verraten, das wollt ihr sicherlich selbst erleben. Eines aber: Neben der Story gibt’s auch ganz viel zu erleben – wie offensichtlich überall. Nebenmissionen und Erkundungen en masse erwarten euch.

Einige dieser Nebenmissionen könnt ihr übrigens mit einem Charakter eurer Wahl bestreiten. Basierend darauf verändern sich Story und Gameplay – und jeder Fan kann eine andere Erfahrung machen. Etwas, das Naoki Hamaguchi schon vor Wochen angedeutet hat und in unserem Interview weiter ausführte.

Es sei nicht nur so, dass sich die Perspektive auf Ereignisse ändere. Manchmal ändere sich auch die Handlung, manchmal gar der Ort oder der Ausgang der Quest. Desöfteren wahrscheinlich die Aktivitäten, die euch währenddessen erwarten. Das wird schon bei der Charakter-Auswahl deutlich. „Je nachdem, wen man auswählt, gibt es bei jeder Quest wirklich große Unterschiede“, verrät uns Hamaguchi dazu im Interview.

Leider war es mir in der Kürze der Zeit nicht vergönnt, eine der unzähligen Nebenaufgaben zu erledigen. Darauf freue ich mich nun, wenn Final Fantasy VII Revelation am 8. April 2027 für Nintendo Switch 2, Xbox Series, PCs und PlayStation 5 erscheint. Dass der Termin gehalten wird, davon bin ich überzeugt. Die Demo war schon ziemlich poliert und ich glaube, ich hätte auch einfach weiterspielen können. Hätte man mich doch nur gelassen.

Das Finale kann kommen

Eine Stunde mit Final Fantasy VII Revelation war viel zu wenig und die Zeit ist wie im Flug vergangen. Der finale Teil der Remake-Trilogie baut auf Final Fantasy VII Rebirth auf und vertieft, verbessert und erweitert die Erfahrung offensichtlich überall, wo es nur denkbar scheint.

Die größten spielerischen Neuerungen fügen sich gut ein: Das WEAR-System macht Spaß – kann aber auch links liegen gelassen werden. Die neuen Charaktere Vincent und Cid spielen sich fantastisch. Insbesondere Vincent dürfte seinen Ruf als Fan-Liebling am Ende wahrscheinlich auch bei der neuen Generation von „Final Fantasy VII“-Fans verteidigen.

Wer es mit den bisherigen zwei Remake-Spielen hält, wird auch von Final Fantasy VII Revelation begeistert sein. Die Welt von Final Fantasy VII ist lebendiger als je zuvor und ich kann kaum erwarten, jeden Winkel zu erkunden. Ich kann mir allerdings auch vorstellen, dass sich einige Fans etwas überfordert fühlen angesichts der Fülle der Möglichkeiten.

 

Bildmaterial: Final Fantasy VII Revelation, Square Enix

3 Kommentare

  1. Danke für den Eindruck. Für mich liest sich das alles fantastisch. Ich kann es kaum noch abwarten es selber spielen zu können. Leider ist es ja noch ein bisschen dahin.

  2. Werdet gerne eure Fragen los, ich versuche, zu antworten!

    Dann werde ich die Chance mal nutzen. Sind natürlich alles sehr spezifische fragen, also nicht schlimm wenn du sie nicht beantworten kannst.

    1. Hattest du die Möglichkeit in die Optionen zu schauen? Es stört mich persönlich zwar nicht, aber es würde mich schon interessieren ob es Optionen gibt die ganzen Map Symbole auszuschalten.

    2. Habt ihr auf einer Ps5 gespielt und wenn ja, war es der 30 oder 60fps Modus. Falls es der 60 fps Modus war, gab es eine starke Verbesserung zur Bildqualität im Gegensatz zu Rebirth?

    3. Hattest du die Möglichkeit beim Beschwörer auch kombos mit anderen Espers als nur Ifrit zu machen? Wenn ja waren die komplett gleich wie die mit ifrit oder gab es da shcon einen unterschied?

    4. Dann noch ein frage zum Ritter. In den beiden vorherigen Teilen war das mit der Gegner Aggro ja so dass die Gegner fast immer den Charakter gefokust haben den der Spieler gerade steuert (wenn ich nicht falsch liege). Dadurch das ja jetzt der Ritter eine Fähigkeit hat die Aggro zu übernehmen, müsste es ja jetzt möglich sein die cpu tanken zu lassen. Hast du das gesehen ob die CPU vom Ritter die Agro übernommen hat und du somit mehr Luft zum angreifen hattest?

    Das wären erstmal die Fragen die mir auf anhieb einfallen würde.

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