Nicht jede Idee, die Nintendo für The Legend of Zelda: A Link to the Past hatte, schaffte es letztlich in den SNES-Klassiker. Eine davon hätte sogar grundlegend verändert, wie Link seine Ausrüstung verwendet. Ausgerechnet Shigeru Miyamoto legte damals jedoch sein Veto ein – zumindest vorerst.
Wie Director Takashi Tezuka bereits in einem Interview mit dem Retro Gamer und später nochmal bei GamesRadar erklärte, wollte das Team SpielerInnen ursprünglich deutlich mehr Freiheit bei der Wahl ihrer Ausrüstung geben. „Zu Beginn der Entwicklung wollten wir, dass die Spieler frei wählen können, welche Waffen sie tragen möchten – nicht nur Schwert und Schild.“
Link sollte sogar ohne Schwert auskommen
Geplant war demnach ein System, bei dem Gegenstände frei auf die entsprechenden Tasten gelegt werden konnten. Noch interessanter: Verschiedene Items sollten miteinander kombinierbar sein. Tezuka nennt als Beispiel Pfeil und Bogen auf einer Taste und Bomben auf einer anderen. Durch das gleichzeitige Drücken beider Tasten hätte Link einen Bombenpfeil abfeuern können.
Dazu kam es in A Link to the Past allerdings nicht. Der Grund war eine Vorgabe von Shigeru Miyamoto. „Letztendlich haben wir das in A Link To The Past nicht verwendet, da Shigeru Miyamoto darauf bestand, dass Link das Schwert immer ausgerüstet haben sollte“, so Tezuka. Link sollte sein Schwert also nicht einfach gegen einen anderen Gegenstand eintauschen können.
Ganz verschwunden war die Idee damit aber nicht. Nur zwei Jahre später setzte das Team das System in The Legend of Zelda: Link’s Awakening für den Game Boy um. Dort können die beiden Aktionstasten frei mit Gegenständen belegt werden – und Link kann tatsächlich ohne ausgerüstetes Schwert unterwegs sein.
Auch die Idee der miteinander kombinierten Gegenstände überlebte zumindest teilweise: In Link’s Awakening lassen sich Bomben und Pfeile zu Bombenpfeilen verbinden. Eine ursprünglich für A Link to the Past gedachte Mechanik fand damit letztlich doch noch ihren Weg in die Zelda-Reihe.
via GamesRadar, Bildmaterial: The Legend of Zelda: A Link to the Past, Nintendo

Hätte ich tatsächlich witzig gefunden, wenn die freie Belegbarkeit schon in A Link to the Past umgesetzt worden wäre. 😄 Das System hat in Link’s Awakening ja dann auch erstaunlich gut funktioniert. Gerade die Möglichkeit, Link komplett ohne Schwert unterwegs sein zu lassen und die Items frei auf die beiden Tasten zu legen, hätte A Link to the Past nochmal deutlich interessanter gemacht. Und Bombenpfeile gab’s dort ja ebenfalls. Schon verrückt, dass die Idee quasi nur ein Zelda-Spiel später doch noch umgesetzt wurde.