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Im Test! Granblue Fantasy: Relink – Endless Ragnarok wird euch dutzende Stunden fesseln

Titel Granblue Fantasy: Relink – Endless Ragnarok
Japan 9. Juli 2026
Cygames
Nordamerika 9. Juli 2026
Cygames
Europa 9. Juli 2026
Cygames
System PlayStation 5, Playstation 4, Nintendo Switch 2, PCs
Getestet für PC
Versionsnummer 1.000.000
Entwickler Cygames
Genres Action-RPG
Texte
Nordamerika JapanDeutschland
Vertonung Nordamerika Japan

Vor knapp 2,5 Jahren erschien mit Granblue Fantasy: Relink ein lang ersehnter Titel. Er überzeugte mit einer gut inszenierten (aber eher oberflächlichen) Story, toller Grafik und massig Content nach dem Durchspielen der Geschichte. In unserem Review schnitt das Spiel äußerst gut ab.

Nach der Veröffentlichung gab es noch weitere Missionen, neue DLC-Charaktere und generell neue Inhalte für das Spiel. Mit dem Endless-Ragnarok-DLC gibt es sechs neue Charaktere und zahlreiche Quests und Boss-Kämpfe sowie einen neuen Modus.

Wir haben uns die neuen Inhalte mal ganz kurz angeschaut (40 Stunden) und uns einen kleinen Eindruck verschafft (ich habe kaum geschlafen). Wenn ihr ein allgemeines Bild vom Grundspiel haben wollt, schaut euch gern unser oben verlinktes Review an!

Der neue Konflux-Modus

Mit diesem leichten Roguelike-Modus bringt Cygames einen neuen Modus in Granblue Fantasy: Relink, welcher euch vor allem eines erleichtern soll: das Sammeln von Materialien für Waffen. Mehrere Schwierigkeitsgrade, welche in mehrere Stages unterteilt sind, warten auf euch.

In diesen Leveln gibt es unterschiedliche Arten von Herausforderungen. Normale Gegner-Mengen, mehrere Wellen, ein Boss-Kampf oder ihr müsst einen gigantischen Fisch besiegen. Aber auch „Reichtums“-Räume gibt es, in welchen ihr Schätze oder Unterstützung für euren Run erhalten könnt.

In Rätsel-Räumen könnt ihr Kämpfe umgehen. Dafür müsst ihr dann wie bei einem Hütchen-Spiel den richtigen Mann herausfinden, habt ein „Finde den Unterschied in dem Gebiet“-Minispiel (welches sehr schwer wird) oder jagt ein Schleim-Monster. All das, um dann die Unterstützungs-Buffs zu bekommen. Diese gelten nur für den aktuellen Run und erhöhen eure Stärke, ermöglichen es Gegner zu vergiften, verstärken eure Burst-Angriffe oder vieles mehr. Ist ein Run vorbei, könnt ihr einen von mehreren Schätzen auswählen.

Diese Schätze bieten euch vor allem Materialien zum Schmieden oder Verbessern von Waffen. Dadurch wird vor allem im Base-Game das Aufleveln von Waffen deutlich einfacher gemacht und beschleunigt. Ich hatte einen Reddit-Post gesehen, in welchem die Person damals knapp 500 Stunden brauchte, um im Base-Game alle Endgame-Waffen zu schmieden. Dies sollte mit dem Konflux-Modus nun sehr, sehr viel schneller gehen. In kurzer Zeit hatte ich bereits für drei Figuren komplett aufgelevelte Terminus-Waffen und hätte noch mehr machen können, wenn ich gewollt hätte.

 

Alte Waffen, neu aufgelegt

Doch was vor dem DLC eine tolle Endgame-Waffe war, wird nun schnell zum schwachen Stock. Um den DLC zu betreten, müssen zahlreiche Missionen des ehemalig höchsten Schwierigkeitsgrads bewältigt werden. Die neuen Missionen setzen noch einmal ordentlich einen drauf und ballern euch die Effekte um die Ohren. Damit ihr nun weiter damit klarkommen könnt, gibt es die Möglichkeit, alte Waffen nun weiter zu verstärken. Da wird aus einer Waffe mit 2000 ATK dann schnell mal eine Waffe mit über 16.000 ATK-Stärke, auf noch nicht einmal höchster Stufe. Die neue Transzendenz-Funktion bringt neues Leben in alte Waffen und erhöht eure Zahlen ganz ordentlich.

Außerdem erhalten die Waffen austauschbare Merkmale. Ihr wollt anstatt erhöhtem kritischen Trefferschaden lieber mehr Schaden während Overdrive machen? Ist möglich, tauscht die Merkmale der Waffe einfach aus! Es gibt auch zahlreiche neue Siegel-Arten, die neue Möglichkeiten aufstellen und eure Charaktere noch stärker werden lassen. Und das braucht ihr auch: Die neuen Quests haben es in sich.

Die Aufgaben der Chaos-Schwierigkeitsstufe bringen euch zahlreiche bekannte Gesichter. Viele Monster, die ihr aus dem Base-Game kennt, haben ein etwas angepasstes Aussehen und vor allem neue Fähigkeiten. Ein Flammdil kann sich dann plötzlich in einen Meteorit-ähnlichen Stein verwandeln und volle Kanne auf die Arena knallen. Wer also denkt, man kenne ja alle Monster bereits auswendig, wird sich dann ordentlich umschauen.

Endlich Astralbestien zu Hilfe rufen!

Komplett neu ist im Kampf nun die Möglichkeit, eine Beschwörung durchzuführen. Dafür könnt ihr zahlreiche Beschwörungssteine erhalten, welche nicht nur im Kampf genutzt werden können, sondern euch auch zusätzliche Boni geben. Verstärkt eure Himmlischen Kräfte oder gebt euch mehr Lebenspunkte. Im Kampf selbst füllt sich dann eine Leiste auf, welche euch das Beschwören der Monster ermöglicht.

Manche tauchen auf und machen einen kurzen Effekt, andere greifen flott an – und die richtig fetten Klopper lassen sich von euch für kurze Zeit steuern. Ich habe zum Beispiel eine richtig starke Variante der Astralbestie Volkan Bolla als Drop erhalten. Nach Beschwörung hat der Gute dann einfach mal knapp 40 % der Lebenspunkte eines Bosses weggeknallt, was in diesen Missionen wirklich sehr viel ist.

Die Beschwörungen fügen sich wirklich gut in den Spielfluss ein, aber es ist schade, dass man sie erst ab der Endless-Ragnarok-Story bekommt. Ich verstehe, man wollte die Balance im Grundspiel nicht zerstören – dennoch schade, dass man diese Funktion nicht vorher in schwächerer Form bekommt. Abseits von den Beschwörungen an sich erhöht sich auch der Schaden eines Full Burst.

Habt ihr einen davon im Kampf genutzt, werden die nächsten dann zum Primal Burst. Der große Kombinations-Knall aller Charaktere bleibt gleich, aber danach gibt es einen Angriff einer von verschiedenen Astralbestien. Leider sind die Animationen hier vorgerendert und somit deutlich langsamer animiert. Das fällt halt auf, wenn man in 120 FPS spielt und dann plötzlich mit deutlich weniger FPS eine Animation läuft.

Auch alte Charaktere werden verbessert

Ist einer eurer Kämpfer auf Level 100, dann war das Leveln bisher vorbei. Das bleibt auch so. Allerdings könnt ihr nun eure Meisterschaftspunkte dafür verwenden, die Meisterfähigkeiten freizuschalten. Dies verbessert eure Charaktere noch einmal drastisch und macht damit auch Charaktere stärker, welche vielleicht gegen manch andere ein wenig alt aussehen.

Dabei könnt ihr zwischen unterschiedlichen Stilen wählen, je nachdem, wie ihr am liebsten mit dem jeweiligen Charakter spielt. Bei Zeta könnt ihr zum Beispiel die Konter-Fähigkeiten verbessern oder den endlosen Angriffs-Loop verbessern und erleichtern. Cagliostro kann zu einem besseren Support werden oder ihre eigenen Angriffe verstärken.

Je weiter ihr die Meisterfähigkeiten verstärkt, desto höher und besser werden die Werte der Charaktere. Ihr erhaltet mit den Level-ups dann Stil-Punkte, welche ihr zum Ausrüsten gewünschter Verbesserungen nutzen könnt. Ihr könnt diese jederzeit neu verteilen, falls ihr den Spielstil doch anders haben wollt. Die Meisterfähigkeiten sind eine tolle Möglichkeit, um eure liebsten Charaktere stärker zu machen und mehr zu individualisieren als bisher.

Eine Handvoll neue Charaktere (wenn ihr sechs Finger an einer Hand habt)

Mit dem Endless-Ragnarok-DLC erhaltet ihr Zugriff auf sechs neue Figuren. Diese könnt ihr jederzeit mit den Crewkarten eher erhalten – ihr könnt die neuen Charaktere aber auch einfach beim Spielen des DLC erhalten. So könnt ihr aber das Base-Game bereits mit ihnen absolvieren, bis auf Maglielle und Gallanza. Die beiden können erst nach dem Absolvieren der Story freigeschaltet werden. Und genau das habe ich gemacht und dutzende Stunden als Maglielle Schwerter durch die Gegend geworfen.

Da die Charaktere einen großen Teil des DLC ausmachen, möchte ich kurz auf alle eingehen!

Maglielle:

Die Harvin kennt man bereits aus der Hauptgeschichte von Granblue Fantasy: Relink und es ist eigentlich schon komisch, dass sie nun erst spielbar wird. Sie spezialisiert sich auf den Fernkampf, in welchem sie in einer endlosen Kombo ihre Schwerter auf den Feind wirft. Dabei kann sie mit dem Knopf für starke Angriffe verschiedene Kombo-Finisher durchführen.

Eine Leiste füllt sich neben ihr auf, welche den Einsatz des Schwertschleiers ermöglicht. Nutzt ihr diesen, gibt es ein kleines Fadenkreuz und eine riesige Schlange an Schwertern stürzt auf den Feind ein. Dabei wird noch ein weiterer Finisher aufgeladen, welcher dann auf den Gegner herabprasselt. Ihre Fähigkeiten können sich auf Schaden konzentrieren, aber auch auf Support. So kann sie Charaktere heilen und Unantastbar verleihen, was sämtlichen Schaden negiert. Ich habe sie aber meistens als puren Damage Dealer gespielt – ob das gut war oder nicht, sei dahingestellt.

Gallanza:

Bei diesem riesigen Draphen könnte man meinen, er sei ein langsamer, aber kraftvoller Tank-Charakter. Und das stimmt auch, größtenteils! Seine Angriffe sind aber gar nicht so langsam, haben aber ordentlich Wumms und eine gute Reichweite, dank seiner langen Waffe. Angriffe füllen seine persönliche Leiste auf.

Ist sie gefüllt, wechselt Gallanza in seinen Zermalmen-Modus. Dabei verliert er seine Rüstung, wird deutlich schneller und springt auf die Feinde. Sein komplettes Fähigkeiten-Arsenal ist auf ordentlichen Schaden ausgelegt. Wer also gern ordentlich harte Treffer austeilen möchte und trotzdem mobil sein will, sollte sich Gallanza genauer anschauen.

Beatrix:

Im Beta-Test durften wir bereits Beatrix anschauen. Sie hat eine spezielle Mechanik, welche auf ihrer Waffe basiert. Die Embrasque-Leiste füllt sich mit Angriffen und kann auf Knopfdruck zwischen drei Modi wechseln. Im Zwölf-Uhr-Modus erhöhen sich ihre Angriffe, sie erhält aber konstant selbst Schaden. Auf Vier Uhr heilt sich Beatrix regelmäßig und Acht Uhr erhöht ihre Abwehr.

Ist die Embrasque-Leiste voll, wechselt sie in den Kausalitätsfresser-Modus und alle Modi werden stärker, so wie Beatrix selbst. Ihr kompletter Spielstil wirkt auf den ersten Blick komplex und ehrlich gesagt ist er das auch beim Ausprobieren. Aber nach kurzer Zeit gewöhnt man sich daran, weiß, wann man wechseln sollte, und kann in den richtigen Momenten den richtigen Modus wählen.

Eustace:

Mit diesem Erune könnt ihr aus der Entfernung ordentlich Schaden ausrichten. Sein Magazin ist mit mehreren Kugeln geladen, die auf eure Feinde gefeuert werden. Normalerweise macht die letzte Kugel etwas mehr Schaden – aber mit seinen Fähigkeiten könnt ihr alle Kugeln verstärken oder ihr ladet sie per Knopfdruck auf. Seine Fähigkeiten ermöglichen auch Konter und schnelles Ausweichen. Wer Fernkampf mag, so wie ich, der wird in Eustace einen soliden Kämpfer finden.

Fraux:

Die schelmische Katze ist ein absolutes Kombo-Monster! Sie hat zwei verschiedene Modi, welche unterschiedliche Kombos ermöglichen. Und wenn ihr sie korrekt aneinanderreiht, hat man das Gefühl, dass die Kombos gar nicht mehr aufhören! Sind ihre beiden Leisten aufgefüllt, ermöglicht das sogar das Einsetzen von Fähigkeiten völlig unabhängig des Aufladungs-Status. Ihre Fähigkeiten und Angriffe erinnern ein wenig an Bayonetta, denn auch sie beschwört Arme für den Angriff aus Portalen. Ein sehr schneller und starker Charakter, außerdem ist sie unfassbar cute.

Fediel:

Diese nette Drachendame ist ein Mid-Range-Charakter, mit der ich erst nicht so richtig warm geworden bin. Aber mit ihren Fähigkeiten kann sie das Team verstärken, sich selbst einen Schild geben, Feinde versteinern und einen riesigen Energie-Ball auf die Gegner werfen. Nach einigen Runden habe ich mich dann auch in ihren Spielstil verliebt und echt viel Freude am Kämpfen mit Fediel. Außerdem hilft es, dass sie nett anzusehen ist.

Im Großen und Ganzen muss man sagen, dass sich alle neuen Charaktere perfekt einfügen und tolle neue Spielarten sowie Abwechslung bringen. Doch bisher hatte Granblue Fantasy: Relink generell einen guten Job dabei gemacht, unterschiedliche Spielstile einzubringen.

Allgemeine Updates zum Spiel

Neu mit dem Endless-Ragnarok-Update ist Crossplay zwischen den Plattformen. Dies hilft euch dabei, andere Spielende für Quests zu finden. Dafür benötigt ihr aber nicht den DLC – dieses Update gilt für alle! Auch neu ist die Möglichkeit, den vierten Platz im Team mit einem geliehenen Charakter zu füllen. Leiht euch einen Kämpfer eines anderen Spielenden aus oder nutzt einen der vom Spiel vorgegebenen Charaktere. Und ehrlich: MACHT DAS! Dies hilft euch massiv beim Vorankommen mit den Quests, denn dann müsst ihr erst einmal nur drei Charaktere ausbauen!

Es gibt noch andere Verbesserungen im Spiel. Beim Matchmaking müsst ihr nun nicht mehr herumstehen und seht den Status der anderen Spieler. Im Spiel selbst gibt es auch noch Verbesserungen: Ihr könnt den Himmlische-Kraft-Modus im Kampf jederzeit wechseln und müsst dafür nicht mehr in das Menü gehen. So habt ihr eine bessere Kontrolle über die NPCs. Außerdem könnt ihr schneller aus dem Kritischen Modus heraus, indem ihr einen Knopf gedrückt haltet! Es gibt noch zahlreiche kleine Verbesserungen, welche das Spielerlebnis verbessern und beschleunigen. Man hat sich hier wirklich Gedanken gemacht.

Ein toller DLC für ein tolles Spiel

Wer Granblue Fantasy: Relink mag, der wird Endless Ragnarok lieben. Die neuen Kämpfe fordern euch heraus, der Konflux-Modus hilft massiv beim Verbessern eurer Waffen und die neuen Charaktere machen allesamt Spaß. Die Beschwörungen fügen sich perfekt in das Spielgeschehen ein und machen einfach nur Bock.

Eine tolle Erweiterung, welche euch dutzende Spielstunden bieten wird, wenn nicht sogar hunderte. Wer das Grundspiel hat und daran Freude fand, der sollte definitiv den DLC spielen. Wer aber nur wegen der coolen Inszenierung der Story das Grundspiel absolvierte, der wird hier traurig sein: Der DLC besteht hauptsächlich aus knackigen Kämpfen und mehr Lore über das Granblue-Fantasy-Universum an sich.

 

Bildmaterial: Granblue Fantasy: Relink, Cygames

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