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Die neuen Xbox-Preiserhöhungen treffen Europa noch stärker als die USA

Technik kennt in den letzten Monaten nur noch einen Weg beim Preis: Nach oben, und zwar steil. Auch Spielekonsolen sind davon betroffen, daher sehen wir wiederholte Preisanpassungen.

Xbox kündigte diese bereits für den August an, in Europa wurde jedoch kein Preis genannt – bis jetzt. Nun ist der volle Kostensprung für Europa endlich bekannt und oft ist die Konsole von Microsoft etwa 50 Euro teurer als erwartet. Für die 1-TB-Modelle gibt es gar eine Preiserhöhung von 200 Euro.

Die Xbox Series S, die einst als günstiges Einstiegsmodell in den aktuellen Xbox-Kosmos gedacht war, liegt nunmehr bei 499,99 Euro mit dem günstigeren 512-GB-Modell. Für deutlich weniger bekommt man aktuell auch die Nintendo Switch 2 im Handel.

Für 474 Euro verkauft Amazon* aktuell gar das Bundle der Switch 2 mit Pokémon Pokopia. Die von Nintendo geplante Preisanpassung von UVP 469,99 auf 499,99 Euro wird in Europa erst zum 1. September durchgesetzt.

Effektiv bedeutet die neue Steigerung für viele Modelle eine Preiserhöhung von 250 Euro im Vergleich zum Marktstart. Ein Xbox Series X mit Disc-Laufwerk kostet 300 Euro mehr als noch im Jahr 2020.

Die neuen Preise:

Europa

  • Xbox Series S (512 GB) – 499,99 Euro (vorher 349,99 Euro)
  • Xbox Series S (1 TB) – 599,99 Euro (vorher 399,99 Euro)
  • Xbox Series X (1 TB, digital) – 749,99 Euro (vorher 549,99 Euro)
  • Xbox Series X (1 TB, Disc) – 799,99 Euro (vorher 599,99 Euro)

Zum Vergleich die USA:

  • Xbox Series S (512 GB) – 499,99 US-Dollar (vorher 399.99 US-Dollar)
  • Xbox Series S (1 TB) – 599,99 US-Dollar (vorher 449,99 US-Dollar)
  • Xbox Series X (1 TB, digital) – 749,99 US-Dollar (vorher 599,99 US-Dollar)
  • Xbox Series X (1 TB, Disc) – 799,99 US-Dollar (vorher 649,99 US-Dollar)

Grund: “Komponentenkrise”

Laut Xbox sind die Preiserhöhungen auf „die aktuelle Komponentenkrise“ zurückführbar. Diese hat ihre Ursachen etwa in höheren Speicher- und RAM-Preise, welche hauptsächlich durch die Knappheit bei Produktionskapazitäten durch stärkere Nachfrage für KI-Infrastruktur zustande kommt.

Zusätzlichen Druck gibt es durch allgemeine Lieferkettenprobleme, welche durch Strafzölle, unsichere Lieferwege (Straße von Hormus) und rationierten Treibstoff in Teilen der Welt verursacht werden. Weitere Verschärfungen und Preissteigerungen in den nächsten Monaten erwartet, etwa durch die Folgen umweltbedingter Effekte wie ausgetrocknete Flüsse in Europa. Auch ein Heliummangel durch nicht mehr einsatzfähige Helium-Produktionsstätten im Westen Asiens und Russland könnte zum Problem werden – das Edelgas ist essenziell für die Halbleiterproduktion.

Auch Sony und Nintendo erhöhen Preise

Auch Sony und Nintendo sind von diesen Faktoren betroffen. So setzte Sony erst im April eine deutliche Preiserhöhung für seine PlayStation-5-Konsolen um, wodurch etwa die PS5 Pro aktuell zu einer UVP von 899,99 Euro verkauft wird. Da Sony bislang mit kurzer Verzögerung bei den Preiserhöhungen mitzog, ist hier eine weitere Preiserhöhung bis Ende des Jahres nicht auszuschließen. Nintendo wird den Preis seiner Nintendo Switch 2 ab dem 1. September auf 499 Euro erhöhen.

Währenddessen warnt Xbox vor weiteren Preissteigerungen: „Leider sind die Preise für Konsolen-Speicher und -Arbeitsspeicher um mehr als das 2,5-Fache gestiegen, und wir erwarten bis zum Herbst 2027 eine weitere Verdopplung.“

via VGC, Bildmaterial: Xbox

4 Kommentare

  1. Find es gut. Xbox hat fertig. Abomüll, fast nur 3rd Party Titel. Studios aufkaufen ausbluten lassen und schließen. Mehr is MS nicht.

  2. Die Konsole stellen sich ja als richtige Wertanlagen heraus ^^.

    Ne spaß beiseite. Wenn jetzt schon die alten Konsolen bei den Preis sind, dann kann man ja nur ahnen was die nächste Generation kosten wird. Mittlerweile hallte ich die 1000€ für optimistisch. Ich denke das wird 100% näher an die 1500€ als an den 1000€ sein. Dies wird in den nächsten Jahren auf jedenfall nicht besser, danke Ki.

  3. Microsoft investiert 135.000.000.000,00 $ in KI-Infrastruktur allein dieses Jahr.

    Microsoft hat diese Krise und diese astronomischen Preise maßgeblich mitverursacht – im Gegensatz zu Sony, Nintendo oder gar Valve.

    Microsoft erwartet weitere Preissteigerungen, weil sie weiter in gleichem Ausmaß in diese Technologie investieren wollen.

    Jeder andere Hersteller muss seine Preise erhöhen, da habe ich jedes Verständnis.

    Microsoft nicht.

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