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Angespielt! Der Konsolen-Hit aus Amerika – Nex Playground – macht richtig Spaß

Die Einführung einer neuen Konsole ist sicherlich nichts Alltägliches. So freute es uns besonders, dass uns Nex auf der Gamescom 2026 dazu einlud, die Nex Playground vor Ort live antesten zu können.

Wer das Gerät noch nicht kennt: In den USA und Kanada wurde die kleine, handliche Konsole mit Ganzkörper-Steuerung bereits zu einem Hit und konnte sich über eine Million Mal verkaufen. Um eines Vorweg zu nehmen: Nach unserer Anspielsession wundert uns das absolut nicht.

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Das Gerät ist handlich, unauffällig und einfach in der Bedienung wie eine Wii, funktioniert problemloser als eine Xbox One mit Kinect und bietet viele Spiele für jede Altersgruppe. Die Installation ist super einfach, denn das Gerät hat nur zwei Stecker: Strom und HDMI. Nach dem Einrichten des WLANs kann es also direkt losgehen, was besonders wenig technikaffine Menschen freuen dürfte.

Wir wurden mit der Nex Playground in kürzester Zeit zu einem erfolgreichen Erdbändiger, konnten Kalorien verbrennen wie sonst nur in Beat Saber, mit gezielten Sprüngen den blauen Igel Sonic von einem Rail-Grind zum nächsten hüpfen lassen, in Fruit Ninja den Highscore jagen und in einer Coop-Pac-Man-Variante gemeinsam den Bildschirm leer futtern.

Die Hardware der Nex Playground

Direkt von der ersten Sekunde hat es uns das „schnuckelige“, dezent verspielte Design der Nex Playground angetan. Wenn man nicht weiß, worum es sich handelt, würde man vermuten, er sei ein Medienstreamer – mit einer Kantenlänge von knapp über 7×7 cm und einer kachelartigen Farbgebung fällt auch die abdeckbare Kamera kaum auf, welche in den Spielen eure Bewegung trackt.

Die Installation ist super einfach: Stromkabel rein, HDMI-Kabel anstecken, WLAN verbinden, und schon kann es losgehen. Im Datenblatt fiel uns besonders der Prozessor auf, der stark an Smartphones erinnert. Auch grundlegende KI-Fähigkeiten hat die Mini-Konsole. Laut Nex werden diese dazu verwendet, um die Bewegungserkennung möglichst effektiv und effizient zu gestalten. Das funktioniert in der Praxis auch sehr gut – im Detail bleibt es jedoch den Spieleherstellern überlassen, wie sie die Bewegungssteuerung integrieren.

Die Grafik ist ausreichend für die meist simplen Spiele in kleineren Spielwelten – eine leichte Unschärfe aufgrund einer vermutlich eher niedrigen internen Auflösung und unsaubere Outlines sind zwar aufgefallen, aber stören keine Sekunde den Spielspaß.

Einige Highlights unter den über 60 Spielen

Die Nex Playground setzt dabei nicht selten auf große und bekannte Marken, die eine gewisse Anziehungskraft ausüben. Das macht auch vor uns nicht Halt: Natürlich mussten wir direkt das neue Sonic Forces: Rival Rush ausprobieren, das spielerisch etwas an Sonic Dash auf dem Smartphone erinnerte.

Mit Körperbewegungen, Schritten zur Seite und Sprüngen konnten wir zu zweit hunderte Ringe sammeln. Von allen angetesteten Spielen schien Sonic Forces: Rival Rush auch das ausgereifteste zu sein: Die Bewegungssteuerung funktionierte bis auf sehr wenige Ausnahmen sehr gut, die Verzögerung war gering.

Es machte richtig Spaß, den blauen Igel und seine Freunde über die Parcours zu jagen, mit Schritten und Neigungen zur Seite den Hindernissen auszuweichen, mit gezielten Squats unter Hindernissen durchzugleiten und mit kleinen Hüpfern von Rail zu Rail zu springen.

Ebenfalls toll war Avatar: The Last Airbender Earth Rumble, in welchem uns Toph in einer Arena zu einem Erdbändiger-Wettbewerb herausforderte. Hier konnten wir mit gezielten Schritten den Gesteinsbrocken ausweichen, mit Sprüngen erzielten auch direkte Bodenattacken keinen Schaden. Währenddessen bändigten wir selbst die Erde, um wiederholt Gesteinsbrocken auf Toph zu werfen und ihn so zu besiegen. In späteren Leveln wird es sogar ziemlich anspruchsvoll, wenn auch Blockbewegungen dazu kommen.

Für Fans von Rhythmusspielen eignet sich das an Beat Saber erinnerde Starri. In schwierigeren Stufen war es fast schon schweißtreibend, den Anweisungen auf dem Bildschirm zu folgen, die Pfeile zu treffen und den Körper in die abgegebenen Bereiche zu bewegen.

Für zwischendurch eignet sich auch Fruit Ninja super, um die Steuerung zu erlernen, ein Gefühl für die Bewegungserkennung zu bekommen und den High Score in verschiedenen Modi zu jagen. Auch hier: Die Bewegungserkennung funktionierte problemlos, präzise und verzögerungsarm.

Zu guter Letzt durften wir auch das brandneue Pac-Man-Spiel im Coop-Modus antesten. Tatsächlich ist es das einzige Spiel, in der die Bewegungserkennung überhaupt auffiel. Zu zweit futterten wir die Punkte vom Bildschirm und flohen vor den Geistern. Die etwas gewöhnungsbedürftige Armgestensteuerung funktionierte in hektischen Situationen und bei schnellen Richtungswechseln gelegentlich nicht ganz ideal. Aber bis zum Start der Konsole in Deutschland ist noch etwas Zeit, um die Steuerung zu perfektionieren.

Apropos Start: Die Nex Playground wird in Deutschland ab 319 Euro erhältlich sein und enthält fünf kostenlose Spiele. Mit einem jährlichen Play-Pass-Abonnement für 99 Euro oder einem vierteljährlichen Play-Pass für 45 Euro erhält man den vollen Zugriff auf die stetig wachsende Bibliothek mit über 60 Spielen. Dazu gehören familienfreundliche Tanz-, Fitness- und Lernspiele. Auch Neuentwicklungen und Erweiterungen für bestehende Spiele werden auf diese Weise finanziert.

Was für ein spaßiges, neues Gerät!

Uns überzeugte die Nex Playground bereits beim ersten Anspielen und besonders die etwas aufwändigeren Lizenzspiele wie Avatar: The Last Airbender Earth Rumble, Sonic Forces: Rival Rush und dem Rhythmusspiel Starri machten Spaß. Wir sehen die Nex Playground genau da, wo auch die Nintendo Wii und die Xbox Kinect ansetzten: Als ungewöhnliche Spielerfahrung für die gesamte Familie und allgemein für Casual-Gamer, die eher selten den Controller in die Hand nehmen.

Besonders für Kinder könnte das Gerät sehr interessant sein, um auch an verregneten Tagen in Bewegung zu kommen. Für erwachsene „Spielkinder“ sehen wir die Konsole als klassische Auflockerung auf einer Party, denn insbesondere die 2-Spieler-Koop-Spiele können großen Spaß machen – und nicht selten sogar ins Schwitzen bringen. Daher wünschen wir der Nex Playground auch in Europa einen erfolgreichen Start.

 

Bildmaterial: Nex Playground

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