Der Schöpfer der Disgaea-Reihe und ehemalige Präsident von Nippon Ichi Software, Sohei Niikawa, positioniert sich klar gegen Sonys Entscheidung, ab 2028 keine PlayStation-Discs mehr zu produzieren.
In einem Interview mit Noisy Pixel im Rahmen der Anime Expo 2026 erklärt Niikawa, dass er „physische Spielversionen für sehr wichtig“ hält. Eine physische Version „wird zu einer Erinnerung oder einem Andenken, das mit etwas Bedeutungsvollem verknüpft ist“, wie ihm durch die Teilnahme an der Anime Expo besonders präsent wird.
„Man kann ein physisches Spiel auch zu einem Event wie diesem mitbringen und jemanden um ein Autogramm bitten“, fährt er fort. „Danach nimmt man es mit nach Hause, stellt es aus und dekoriert damit sein Zimmer. Physische Spiele sind wichtig, weil sie diese Art von Bedeutung tragen können.“
Rein wirtschaftlich könne er Sonys Entscheidung nachvollziehen, aber er ergänzt: „Ich glaube nicht, dass sie die Gefühle dieser Fans verstehen, und sie haben vielleicht noch nie darüber nachgedacht, was physische Ausgaben für die Menschen bedeuten, die ihnen einen besonderen Wert beimessen.“
Was die Zukunft physischer Spiele angeht, klingt Niikawa fast resigniert. Er deutet an, dass Konsolen ohne physische Spiele ihren Zweck verlieren könnten. „Wenn sie schon so weit gehen, physische Spiele abzuschaffen, können sie auch gleich die Hardware abschaffen. Ein Fernseher würde ausreichen. Wozu braucht man dann noch die Konsole? Wenn man schon physische Spiele abschafft, kann man auch gleich den ganzen Weg gehen.“
Damit spielt er auf Entwicklungen wie Cloud-Streaming, etwa von Xbox und Nvidia an, welche (unter Umständen) komfortables Gaming ohne eigene Hardware bieten. Auch Sony hat einen eigenen Cloud-Dienst und verbindet ihn inzwischen mit PlayStation Portal.
Auf diese Weise sind regelmäßige, größere Hardwareinvestitionen nicht mehr nötig – stattdessen kann man sich die Grafikqualität über ein monatliches Abo auswählen. Ob Niikawa diese Aussage aus der Frustration über die aktuelle Situation heraus getroffen hat oder ob er sie tatsächlich ernst meint, lässt sich nicht eindeutig beurteilen. Wie steht ihr zu dieser Position?
via GamesRadar, Bildmaterial: Sony Interactive Entertainment

Ich glaube, Sony steht mit der PS6 vor einer massiven Herausforderung und damit meine ich nicht (nur) den Wegfall physischer Spiele.
Die bislang sehr sichere und profitable Strategie "Höher, größer, weiter, besser" kommt langsam an ihr Limit und ich weiß nicht, ob schon die PS6 der Breaking Point sein wird - aber ich glaube, er wird kommen.
Die PS6 wird wie üblich wieder bessere Technik haben - so weit, so gut. Dadurch und durch immer noch anhaltende RAM-Knappheit wird die PS6 sicher um einiges teurer werden - die Frage ist, wie teuer sie sein wird? Sony möchte ja nicht mit Verlust verkaufen, was natürlich verständlich ist, aber von was für einem Preis sprechen wir? Sind wir mittlerweile im vierstelligen Bereich? Wenn ich mir allein den Preis der PS5 Pro anschaue, dann ist das sehr wahrscheinlich.
Und das sind halt langsam Preise, die sich eindeutig nicht jeder leisten kann, vor allem in der aktuellen Marktwirtschaft, in der alles teurer wird und man sehr genau darauf achten muss, wofür man sein Geld ausgibt. Dass hier die Käuferschicht geringer ausfallen könnte als bei der PS5 ist durchaus eine Möglichkeit.
Nun will man aber natürlich auch die "Power der PS6" zeigen. Also was wird geschehen? Man möchte technisch eindrucksvollere Spiele entwickeln. Das wird ins Geld gehen. Entwicklung wird potentiell noch teurer und länger dauern. Heißt, die Spiele, die erscheinen, müssen sich noch besser verkaufen, um rentabel zu werden. Eventuell wird uns noch ein Preisanstieg an Spiele bevor stehen.
Und hier kommt das Problem: Eine potentiell kleiner Käuferschicht trifft auf Spiele, die mehr Verkäufe brauchen. Die Rechnung geht da einfach nicht auf! Ein Strategiewechsel muss her!
Dazu kommt, dass Sony sich in einer komplett digitalen Zukunft noch mehr überlegen muss, welche Vorteile Konsolenspiele gegenüber dem PC haben. Klar, ich denke, die PS6 wird immer noch günstiger sein als ein Highend-PC. Das hilft auf jeden Fall.
Und trotzdem: Womit kann man die Kunden noch locken? Wie du schon sagtest, der PC hat mehrere Stores, die umeinander konkurrieren und bei denen man halt bessere Angebote bekommen kann. Solange der Code in the Box noch existiert, gibt es diese Konkurrenz dank dem Einzelhandel noch, aber wie lange werden die sich halten? Verschwinden sie, sind wir wirklich auf einen Store angewiesen.
Dann gibt es PC-Features, die Sony schlicht nicht anbieten kann, wie Mods und... na ja, die Möglichkeit, alte Klassiker, die es nicht mehr zu kaufen gibt, zu präservieren... du weißt schon...
Was nicht heißen soll, dass der PC die einzige "Bedrohung" ist. Wie gesagt, die finanzielle Situation vieler Menschen ist ein wenig... nun ja, angeschlagen, Gaming im Allgemeinen wird mehr und mehr zu einem Luxusgut, dabei bräuchte Sony eigentlich eine breitere Käuferschaft, wenn die Spielebudgets noch weiter explodieren sollten.
Ich glaube, die nächste Generation wird für Sony eine Herausforderung sein und ich denke, man wird sich was einfallen lassen müssen, um für die Playstation 6 die Kunden anzulocken. Ein Strategiewechsel auf irgend einer Ebene wird auf kurz oder lang nötig sein, sie muss sich an die marktwirtschaftliche Lage anpassen müssen, wenn sie nicht untergehen wollen.
Wird das schon bei der PS6 sein? Keine Ahnung, aber der Punkt wird irgendwann kommen.
Ich glaube, Konsolengaming steht vor einem Umbruch und ob der für uns positiv oder negativ ausfallen wird, das werden wir wohl dann feststellen.
Wird für die "zukünftigen" Spieleentwicklungen in effizienter und "vernünftiger" Weise mitunter KI genutzt, dann seh ich da für die Spiele erstmal Keine größeren Preisanstiege.
Effizientere Entwicklungen bedeuten auch Günstigere Entwicklungen ... und würden Entwicklungen Ohne Effizienzgewinne Noch Teurer, könnten jene Verteuerungen eben durch Effizienzgewinne über die Nutzung von KI kompensiert werden ... und vermeintlich längere Entwicklungszeiträume übrigens auch.
Produktplatzierungen von IRL existenten Markenprodukten Könnten beispielsweise Auch dabei helfen, dass sich "zukünftige" Spiele Ohne große Preissteigerungen in schwarze Finanzzahlen bewegen.
Könnte Sony auf PlayStation bspw. Auch anbieten (ist ja nicht Vollständig ausgeschlossen) .
Weshalb sollte das nicht ( "irgendwie" ) funktionieren?
Ich erinnere mich immer noch an mein erstes Videospiel es war auf einem Kreditkarten ähnlichen Modul und ich war total fasziniert. Modul in die Konsole und einschalten, würde sagen das war gerade als Kind etwas sehr besonderes.
Wenn die Zukunft der Videospiele es ist eine App zu starten und da aus tausenden Spielen eins auszuwählen. Glaube ich, das besondere verloren gehen wird und auch die Bedeutung eines Spieles weil es nur noch etwas zum konsumieren ist. Langweilig dann halt das nächste Spiel, Namen und Hersteller werden kaum noch eine Bedeutung haben. Netflix macht es vor und da ist doch keine Serie die noch in Erinnerung bleibt. Ja stranger things und die andere Serie ich ich vergessen habe aber eine Bedeutung hat das nicht mehr.
Vielleicht wird das ja alles nicht so schlimm.
Klar Spiele werden teuerer aber vielleicht sollte man das besser überdenken und da den Fehler suchen. Ich brauche kein gears of war für 400 Millionen oder ein Spiderman 2 für 300 Millionen. das würde ich sofort gegen Gravity Rush tauschen. Gute Spiele brauchen Kreativität und kein 400 Millionen Budget denn Kreativität harmoniert mit so einem Budget nicht.
Für mich gab es durchaus noch Serien auf Streaming-Services, die mir etwas bedeuteten, und die ich unglaublich gerne auf BR gehabt hätte. Nick Frosts "Truth Seekers" vorneweg, das hat Amazon wegen Lizenzproblemen gar nicht mehr im Angebot. "Dispatches from Elsewhere" habe ich mir viermal reingezogen. Die "Marvellous Mrs. Maisel" hätte ich mir so gerne ins Regal gestellt, da hätte ich auch jede überteuerte Luxusausgabe sofort bestellt.
Die Kunden suchen weiterhin nach Erzählmedien "mit Seele", also werden diese auch weiterhin hergestellt, selbst von so entsetzlich korrupten Corporate Overlords wie Amazon. "Project Hail Mary"/"Der Astronaut" etwa. Und die Chancen stehen richtig gut, dass sowohl "Blade Runner 2099" als auch "Spaceballs - The New One" selbst unter dem Amazon-Banner richtige Kracher werden könnten.
Bei Spielen würde ich auch nicht sagen, dass die AAA-Produkte immer seelenlose Materialschlachten sind. Uncharted 4, Uncharted: Lost Legacy, Jedi: Fallen Order und sogar das Final Fantasy VII Remake sind AAA-Produkte der letzten Jahre, die ich nicht hätte missen wollen.
Das Problem bleibt: Für jedes AAA-Spiel könnten stattdessen 10 bis 20 großartige Spiele mit kleinerer Vision erscheinen.
Die Spieleindustrie sucht nach dem heiligen Gral und versteht nicht, dass der "heilige Gral" immer nur der Becher eines Zimmermanns ist.
Ja, was war am Ende der große Vorteil PS4 > PS5? SSD mit kürzeren Ladezeiten.
Am Ende des Tages ist das große Argument für die Plattform wie schon immer die Spiele, was die Freunde haben, etc.
Ob die nun für PS5 oder PS6 gekauft werden, kann Sony eigentlich egal sein. Die Übergangsphase wird vermutlich deutlich länger sein.
Aber XBox wird es auch nicht einfacher haben und Nintendo macht eh sein eigenes Ding.