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Im Test! Assassin’s Creed Black Flag Resynced ist ein immer noch beeindruckendes Abenteuer

Titel Assassin’s Creed Black Flag Resynced
Japan 9. Juli 2026
Ubisoft
Nordamerika 9. Juli 2026
Ubisoft
Europa 9. Juli 2026
Ubisoft
System PlayStation 5, Xbox Series, PC
Getestet für PlayStation 5
Entwickler Ubisoft
Genres Open-World-Abenteuer
Texte
Deutschland Nordamerika
Vertonung Deutschland Nordamerika

Der wohl mit Abstand beliebteste Ableger der weltweit gefeierten und enorm erfolgreichen Assassin’s-Creed-Reihe aus dem Hause Ubisoft dürfte zweifelsohne das spektakuläre Piraten-Abenteuer „Assassin’s Creed IV: Black Flag“ aus dem Jahre 2013 sein.

Ursprünglich erschien das actiongeladene Abenteuer mit dem wunderschönen Karibik-Setting für PlayStation 3/4, Xbox 360/One, Nintendo Wii U und Windows. Da Black Flag ein Schwellentitel war, also ein Titel, der sozusagen zwischen den Konsolen-Generationen erschien, entschied man sich bei Ubisoft dafür, den Titel auch auf den zum damaligen Zeitpunkt frisch erschienenen Next-Gen-Konsolen PlayStation 4 und Xbox One zu veröffentlichen. Für diese Konsolen erschien der Titel natürlich in technisch aufgebohrter Form und war somit schlussendlich eine ganze Ecke ansehnlicher als die Last-Gen-Versionen der PS3 und Xbox 360.

Viele Fans äußerten über die Jahre immer wieder den Wunsch nach einem Remake ihres Lieblingsablegers der Reihe. Nach vielen Jahren der Warterei war es nun endlich so weit und das gefeierte Piraten-Abenteuer erschien am 9. Juli als vollwertiges Remake für PlayStation 5, Xbox Series und PCs. Dieses vollständig überarbeitete Remake trägt den Titel Assassin’s Creed Black Flag Resynced. Man wollte bei Ubisoft wohl sicherstellen, dass sich das Remake auch namenstechnisch klar vom Original abgrenzt, um Verwechslungen zu vermeiden.

Ob sich das von vielen Fans der Reihe so herbeigesehnte Remake auch heutzutage noch gut spielt und ob das Piraten-Abenteuer auch heute noch den gewissen Charme hat, den es damals im Jahre 2013 versprühen konnte, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Review.

Das goldene Zeitalter der Piraterie und der Traum von einem besseren Leben

Die Geschichte von Assassin’s Creed Black Flag Resynced beginnt im Jahre 1715 zur Zeit des „goldenen Zeitalters der Piraterie“. Wir übernehmen die Rolle des Edward Kenway, einem britischen Piraten, der auf der Suche nach einer besseren Zukunft ist und daher auch bereit ist, jede noch so kleine Chance zu nutzen, um dieses Ziel zu erreichen.

Als Edward nach einer Auseinandersetzung mit einem Assassinen an dessen Uniform gelangt, verspricht er sich dadurch neue Möglichkeiten und vielleicht eine Chance auf eine rosigere Zukunft in dieser erbarmungslosen Welt. Unter den Besitztümern des Assassinen findet Edward unter anderem auch ein seltsames Kristallgefäß sowie einen Brief des spanischen Gouverneurs Laureano Torres, der in Havanna eine hohe Belohnung verspricht. Edward nutzt diese Chance natürlich und nimmt die Identität des getöteten Assassinen an, um sich diese vielversprechende Belohnung abzuholen. Als Edward dann auch noch dem Händler „Stede Bonnet“ aus der Klemme hilft und dieser unseren Helden mit seinem Schiff zum Dank nach Havanna bringt, beginnt das Abenteuer rund um glorreiche Piraterie, Reichtum und die weite See, die geradezu nach Abenteuern ruft. Ein waschechtes Piraten-Abenteuer der Oberklasse, könnte man sagen.

Leinen los, ihr Landratten!

Assassin’s Creed Black Flag Resynced ist im Kern ein klassisches Assassin’s-Creed-Abenteuer, wie es im Buche steht. So hat man neben den spannenden und actiongeladenen Hauptquests auch allerlei nebenbei zu tun. Neben unzähligen Nebenquests können wir uns also auch mit einer wahren Flut an weiteren Nebenaktivitäten beschäftigen. Neben äußerst vielen Synchronisations-Türmen, die typisch für die Reihe sind, warten auch andere Aktivitäten wie beispielsweise diverse Minispiele darauf, von uns entdeckt zu werden. Die Spielwelt von Black Flag fühlt sich also durchaus lebendig und voll an und geizt nicht mit Aktivitäten, die euch regelmäßig von der eigentlichen Hauptstory ablenken und auf andere Pfade führen.

Speziell beim Design der Hauptquests spürt man dann allerdings einfach doch die Jahre, die der Titel mittlerweile auf dem Buckel hat. Wenn man die großen Quests mit denen eines Assassin’s Creed Shadows vergleicht, spürt man deutlich, wie weit sich Gaming, speziell im Open-World-Genre, in diesen Jahren weiterentwickelt hat. Die Quests wirken bei Shadows beispielsweise einfach umfangreicher und somit noch immersiver.

Man kann Ubisoft sicher viel vorwerfen, aber der Entwickler und Publisher verstand es schon immer, eine immersive Open-World zu erschaffen, die sich wirklich realistisch und glaubwürdig anfühlt und das kann man keinesfalls von jedem Entwicklerstudio behaupten. Hier muss man nach dem, zumindest für meinen Geschmack, phänomenalen Assassin’s Creed Shadows erneut ein großes Lob in Sachen immersive Spielwelt aussprechen. Durch die nun in die Moderne transportierte Technik von Black Flag wirkt die Welt jetzt noch realistischer und glaubwürdiger, als es bereits zuvor der Fall war.

Spannende Seeschlachten lockern das serientypische Stealth-Gameplay auf

»Ein großes Highlight ist neben dem bereits aus vergangenen Ablegern typischen Assassin’s-Creed-Gameplay, das vor allem auf Stealth-Mechaniken setzt, auf jeden Fall die Schifffahrt.«

Ein großes Highlight ist neben dem bereits aus vergangenen Ablegern typischen Assassin’s-Creed-Gameplay, das vor allem auf Stealth-Mechaniken setzt, auf jeden Fall die Schifffahrt, die in diesem Ableger eine noch größere Rolle einnimmt, als es noch bei Assassin’s Creed III der Fall war. Schließlich fühlt man sich doch erst wie ein richtiger Pirat, wenn man endlich hinter dem Steuerrad eines riesigen Schiffes Platz nehmen darf.

Während der spektakulären Seeschlachten haben wir sogar die Möglichkeit, die gegnerischen Schiffe zu entern und zu übernehmen. Natürlich können wir auch deren Fracht an uns reißen und das neu eroberte Schiff unserer Piratenflotte hinzufügen. Speziell während größerer Stürme sind die Seeschlachten in Sachen Atmosphäre kaum zu überbieten. Das ist Action auf Hollywood-Niveau und daher halte ich Black Flag bis zum heutigen Tag für ungeschlagen in Sachen Piraten-Setting.

Fantastische Optik mit modernisierter Engine lässt die Karibik erstrahlen

Das Remake von Black Flag basiert auf Ubisofts hauseigener „Anvil Engine“. Diese kam in ihrer Ursprungsform bereits beim ersten Assassin’s-Creed-Ableger aus dem Jahre 2007 zum Einsatz. Die aktuell genutzte Engine trägt den Namen „Anvil Pipeline“ und wurde zuvor für Assassin’s Creed Shadows verwendet und das sieht man dem Remake von Black Flag auch an. Im positiven Sinne, versteht sich.

Diese in die moderne transportierte Engine vermag es gekonnt, spektakuläre Landschaften darzustellen, denen es keinesfalls an Details mangelt. Neben einer unglaublichen Weitsicht glänzt die Engine außerdem mit fantastischen Lichteffekten und knackigen Texturen. Die Animationen fallen wie auch bei Shadows wirklich fantastisch aus. Auch wenn der Japan-Ableger vielleicht hier und da noch eine Ecke ausgereifter und vor allem in Sachen Animationen noch eine Ecke geschmeidiger war, zumindest für meinen Geschmack.

Auch in hitzigen Situationen kommt die neue Variante der Anvil Engine absolut nicht ins Stocken und so dürfen wir zu jeder Zeit flüssige 60 Frames im Performance-Modus genießen. Liebhaber höherer Auflösungen dürfen wahlweise in den Qualitäts-Modus schalten. Hier muss man sich dann allerdings wieder mit 30 Frames begnügen. Auch auf der PS5 Pro läuft der Titel im Qualitäts-Modus lediglich mit 30 Frames. Auf Sonys Flagschiff-Konsole verbessert sich im Endeffekt also lediglich der Raytracing-Effekt etwas, die niedrigen Frames bleiben uns jedoch leider erhalten. Kein wirklicher Zugewinn in Sachen Performance.

Durchweg eingängiger Soundtrack mit tollen Effekten und fantastischer Synchronisation

In Sachen Soundtrack und Effekte gibt es ebenfalls absolut nichts zu bemängeln. Der eingängige Soundtrack passt perfekt zum Karibik-Setting und rundet das Flair gekonnt ab. Abgerundet wird das Ganze zudem von den knackigen Soundeffekten, die gerade während der bereits erwähnten Seeschlachten erst so richtig aufdrehen und das Spielgeschehen in eine absolut spektakuläre Schlacht auf Hollywood-Level verwandeln. Wirklich beeindruckend und ein Fest für die Sinne.

Aber auch die Synchronisation kann sich sehen beziehungsweise hören lassen. Die englischen Sprecher leisten einen fantastischen Job, aber auch die deutschen Gegenparts liefern ordentliche Arbeit ab und ausnahmsweise hatte ich sogar Freude mit der deutschen Synchronisation. Denn eigentlich bin ich ja absoluter O-Ton-Verfechter, der Videospiele meist nur im Originalton genießt.

Ein immer noch beeindruckendes Piraten-Abenteuer nun in die Moderne transportiert

Assassin’s Creed Black Flag Resynced ist immer noch ein fantastisches Abenteuer, das man sich vor allem als Fan der Reihe oder Stealth-Liebhaber im Allgemeinen keinesfalls entgehen lassen sollte. Die fantastische Karibik-Piraten-Atmosphäre wird absolut umwerfend transportiert, die Dialoge sind ordentlich geschrieben und die allgemeine Präsentation und der Stil des Spiels sind auch heutzutage noch einwandfrei genießbar.

Auch technisch kann es der Titel dank der modernisierten Anvil Engine locker mit anderen Genre-Konkurrenten aufnehmen und sieht wirklich fantastisch aus. Neben den knackigen Texturen sind es vor allem die schönen Lichteffekte, die das Spielgeschehen stets perfekt in Szene setzen. Aber auch tontechnisch gibt der Titel wirklich alles und dieses Mal konnte mich sogar die deutsche Synchronisation überzeugen.

Für Assassin’s-Creed-Fans also ein absoluter Pflichtkauf, aber auch Genre-Neulinge können, vor allem wenn man Gefallen am Piraten-Setting findet, getrost zugreifen. Hier erwartet euch ein spannendes Piraten-Abenteuer, welches dank modernisierter Technik und der ein oder anderen Quality-of-Life-Verbesserung auch heute noch einwandfrei spielbar ist.

 

Story

Der britische Pirat Edward Kenway ist auf der Suche nach einem besseren Leben. Nach einer Auseinandersetzung mit einem Assassinen ergibt sich jedoch eine einmalige Chance, die Edward natürlich ergreift. Hals über Kopf stürzt sich Edward in ein Abenteuer, mit dem er in diesem Ausmaß wohl nicht gerechnet hätte.

Gameplay

Serientypisches Stealth-Gameplay in einer wunderschönen, offenen Spielwelt mit vielen Möglichkeiten und Nebenaktivitäten. Speziell die Schifffahrt ist beeindruckend und unglaublich actionreich ausgefallen. Piraten-Action auf Hollywood-Niveau!

Grafik

Dank modernisierter Anvil Engine wunderschön anzusehen und stets flüssig mit 60 Frames im Performance-Modus. Ein wunderschönes Piraten-Abenteuer mit Karibik-Setting.

Sound

Eingängiger Soundtrack trifft auf wuchtige Effekte und eine hochkarätige Synchronisation. Auch die deutsche Synchronisation kann sich dieses Mal wirklich hören lassen. Eine wirklich positive Überraschung.

Sonstiges

Leider erreicht auch die PS5 Pro nur 30 Frames im Qualitäts-Modus. Hier wäre sicher noch mehr drin gewesen.

Bildmaterial: Assassin’s Creed Black Flag Resynced, Ubisoft

1 Kommentar

  1. Danke für euren Test! Assassin’s Creed IV: Black Flag war für mich immer noch ein Teil, den ich bisher verpasst habe. Dank des Remakes kann ich diesen absoluten Fanliebling endlich nachholen.

    Bisher habe ich zwar nur das Tutorial gespielt, aber selbst in Havanna konnte ich es nicht lassen: Ich habe mich überall reingeschlichen und alles eingesackt, was nicht niet- und nagelfest war. Ich freue mich schon darauf, endlich richtig in das Abenteuer einzutauchen!

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