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„Rhythm Paradise“-Schöpfer über Loyalität und eine emotionale Verbindung zu Satoru Iwata

Nach elf Jahren Wartezeit feierte die „Rhythm Paradise“-Reihe Anfang Juli mit Rhythm Paradise Groove ihr Comeback auf der Nintendo Switch. Mit dabei ist auch wieder Musiker und Produzent Tsunku, der bereits den ersten Serienteil musikalisch prägte.

In einem ausführlichen Blogeintrag, der von Automaton Media übersetzt wurde, blickt er nun auf die bewegte Entwicklungsgeschichte und seine enge Verbindung zu Nintendo zurück.

Andere Angebote bewusst ausgeschlagen

Wie Tsunku schreibt, habe er in den vergangenen Jahren immer wieder Angebote anderer Entwickler erhalten, ähnliche Rhythmusspiele zu produzieren. Diese habe er jedoch aus Dankbarkeit gegenüber Nintendo abgelehnt. Er sei fest davon überzeugt gewesen, eines Tages an einem neuen Rhythm Paradise mitarbeiten zu dürfen.

„Ich war immer davon überzeugt, dass ich die Gelegenheit bekommen würde, gemeinsam mit Nintendo am nächsten Rhythm Paradise zu arbeiten, daher habe ich solche Angebote höflich abgelehnt. Ich würde sagen, das ist meine Art, Nintendo meine Dankbarkeit für all die Unterstützung zu zeigen, die ich im Laufe der Jahre erhalten habe.“

Zwischenzeitlich habe Tsunku selbst gezweifelt, ob die Reihe überhaupt jemals fortgesetzt werden würde. Gleichzeitig hätten ihn jedoch Fan-Nachrichten aus aller Welt und die anhaltende Nachfrage nach einem neuen Teil davon überzeugt, dass das Interesse an der Serie ungebrochen sei.

Nintendo gab ihm in schwerer Zeit Hoffnung

Besonders emotional wird der Blogeintrag, wenn Tsunku auf die Entwicklung von Rhythm Paradise Megamix zurückblickt. Während der Arbeiten wurde bei ihm 2014 Kehlkopfkrebs diagnostiziert. Im Zuge der Behandlung mussten seine Stimmbänder entfernt werden – ein schwerer Einschnitt, der ihn sowohl beruflich als auch privat stark belastete.

Trotz dieser schwierigen Zeit setzte Nintendo die Entwicklung des Spiels unverändert fort. Genau das habe ihm neue Hoffnung gegeben.

„Die Tatsache, dass Nintendo die Entwicklung nie eingestellt hat und bis zur Veröffentlichung weiter an dem Spiel gearbeitet hat, wurde für mich zu einem Lichtblick der Hoffnung. Das hat mir den Mut gegeben, mir selbst zu sagen: ‚Du schaffst das!'“

Erst später habe er erfahren, dass auch der damalige Nintendo-Präsident Satoru Iwata zur selben Zeit gegen eine schwere Krankheit kämpfte. Tsunku sprach ihm in seinem Blog erneut sein Mitgefühl aus.

Abschließend beschreibt der Produzent Rhythm Paradise Groove als ein Spiel, das in turbulenten Zeiten entstanden sei. Rund 20 Jahre nach dem ersten Teil arbeiteten inzwischen mehrere Generationen gemeinsam an der Serie – darunter auch junge Entwickler, die als Kinder selbst mit Rhythm Paradise auf dem Nintendo DS aufgewachsen sind.

Das Spiel ist jetzt seit dem 2. Juli für die Nintendo Switch erhältlich. Wie wir übrigens Rhythm Paradise Groove so fanden, erfahrt ihr in unserem Test, schaut dort unbedingt mal rein.

via Nintendo Everything, Automaton Media, Bildmaterial: Rhythm Paradise Groove, Nintendo

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