Das Studio Great Ape Games stellt die Nahrungskette um. In den meisten Spielen, in denen man auf Dinosaurier trifft, kann man sie töten. In The Lost Wild, einem Survival-Horror-Spiel, ist es das Ziel, zwischen den Dinosauriern zu überleben – denn Waffen, um effektiv gegen sie zu kämpfen, gibt es nicht.
Besonders wichtig dabei sind Beobachtung, Instinkt und Zurückhaltung. Manchmal ist es das wichtigste, zu wissen, wann man sich nicht bewegt. Die Dinosaurier in The Lost Wild sind keine plumpen Monster, sondern glaubwürdige Tiere mit eigenen Verhaltensweisen – und dazu gehört eben auch manchmal Hunger.
Dadurch ändert sich die Rolle des Spielers: Man ist nicht mehr der Held, der Monster bezwingt, sondern ein verletzlicher Außenseiter in einer Nahrungskette, an deren Spitze der Mensch ausnahmsweise mal nicht steht.
Die Spannung des Spiels liegt in der Verwundbarkeit. SpielerInnen können Dinosaurier nicht töten, sondern sich nur verteidigen, verstecken oder ablenken. Dass Überleben hängt von drei Kernfaktoren ab: Lernen, Beobachten und Reagieren. Die Begegnungen sind unvorhersehbar und erzeugen Angst durch Unsicherheit. Doch mit etwas Empathie wird aus Furcht bald Ehrfurcht vor den majestätischen Tieren.
Vom Alien-Designer
Das Spiel stammt aus der Feder von „Alien: Isolation“-Designer Gary Napper, der diesmal als Game Director fungiert. Die vergangene Erfahrung mit Alien: Isolation prägt das Design stark. Direkte Konfrontation ist selten erfolgreich, die Dinosaurier verhalten sich dynamisch und unvorhersehbar statt geskriptet. Auch die Spielwelt ist dicht, unübersichtlich und klaustrophobisch – überwucherte Landschaften mit verlassenen Gebäuden sind bestimmend.
Die Geschichte wird indirekt erzählt, durch Erkundung und Umgebungsdetails wie Notizen oder zurückgelassene Gegenstände. Vieles bleibt bewusst offen, damit Spieler eigene Interpretationen entwickeln. Ziel ist eine intensive, persönliche Horror-Erfahrung, in der man sich klein und ausgeliefert fühlt. The Lost Wild erscheint 2027 für PS5 und PCs.
Der erste Trailer:
via PlayStation Blog, Bildmaterial: The Lost Wild, Great Ape Games, Annapurna Interactive

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