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Scalper entlarven oder profitieren: Kartenladen-Sim testet eure moralische Integrität

Viele Management-Spiele sind eher „leicht“ zu spielen und behandeln Themen, mit denen die SpielerInnen etwas Positives verbinden. Der Solo-Entwickler Miyabi geht bei You’re a Scalper, Aren’t You? einen anderen Weg. In der Management-Simulation über einen Kartenladen könnt ihr Scalper entlarven und somit den Verlauf der Handlung bestimmen.

Dass Kartenladen-Management-Spiele auch die unschönen Seiten des Geschäfts behandeln, zeigt schon der TCG Card Shop Simulator. In ihm solltest du Deo versprühen, um dem Geruch von Kunden entgegenzuwirken. Na ja, gut.

Bei You’re a Scalper, Aren’t You? wird es eher um moralischen Probleme gehen. Verdächtige Kunden verhören, herausfinden, ob sie Scalper sind – und dich zwischen Profit und Moral entscheiden ist der Fokus in diesem besonderen Spiel. Die Art und Weise, wie du Geld verdienst und Beziehungen aufbaust, hat großen Einfluss auf den Gewinn und den Ruf deines Ladens.

Dein Geschäft und sein Ruf

Wichtig ist die Informationsbeschaffung. Über die Ingame-Videoplattform WowTube lernst du Preisentwicklungen von Karten, erfährst von Vorfällen mit Scalpern und bekommst sogar Einblicke in andere Läden. Auch Gespräche mit Kunden können Hinweise liefern. Danach kommt die Warenwirtschaft, denn selbst dein zuverlässigster Lieferant kann zeitweise nicht genug Ware auf Lager haben. In solchen Fällen sind gute Kontakte zu anderen Händlern wichtig. Hier ist ein guter Ruf von Vorteil.

Die Geschäftstage bestehen darin, Regale aufzufüllen und mit Kunden zu interagieren, die Karten kaufen oder dir manchmal auch verkaufen wollen. Während einige echte TCG-Enthusiasten sind, verbergen sich hinter anderen Scalper, die deinen Bestand aufkaufen möchten.

Verdächtige Personen kannst du hinterfragen. „Warum möchtest du diese Karte kaufen?“ oder „Warum brauchst du so viele davon?“. Aber nicht jeder Scalper wird so einfach klein beigeben. Dann ist es wichtig, gut vorbereitet zu sein und Widersprüche aufzudecken.

Deine Entscheidungen im Umgang mit Geschäft und Scalpern können maßgeblich den Verlauf der Geschichte beeinflussen. Die Zusammenarbeit mit einem bekannten Scalper kann zwar höhere Gewinne bringen, gleichzeitig aber dem Ruf deines Ladens schaden.

Mit mehreren möglichen Enden zeigt You’re a Scalper, Aren’t You?, dass ein Kartenladen – oder jedes andere Geschäft – nicht einfach nur schwarz oder weiß ist und dass manchmal Kompromisse notwendig sind. Das Spiel wird vom japanischen Solo-Entwickler Miyabi entwickelt und befindet sich derzeit für Windows (Steam) in Arbeit. Die Steam-Seite verspricht zumindest englische Texte.

Der neue Trailer:

via Automaton Media, Bildmaterial: You’re a Scalper, Aren’t You?, Miyabi

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