Tokios Bezirk Shibuya ist bekannt für Hachiko, den Akita-Hund, der in den 1920er-Jahren täglich zu Shibuya Station kam, um auf seinen Besitzer zu warten. Nach dessen Tod sah man ihn noch jahrelang weiter am Bahnhof. Die Geschichte machte ihn in Japan zum Symbol für Treue und Loyalität. Bis heute steht Hachiko als Statue vor dem Bahnhof Shibuya und ist beliebtes Wahrzeichen des Stadtteils.
Das Symbol wird auch gerne an anderen Stellen genutzt – unter anderem auch vom japanischen „Furusato Nozei“-System, der Heimatsteuer-Spende. Dieses System ermöglicht es, einen Teil der Einkommensteuer an eine bestimmte Stadt zu spenden. Im Gegenzug schickt die gewählte Stadt kleine Geschenke – etwa lokale Spezialitäten wie Reis oder Wagyu-Rindfleisch. In den letzten Jahren wurden aber auch digitale Waren beliebter.
Nun hat man begonnen, japanischen Fans von Final Fantasy XIV kostenlose In-Game-Items als Belohnung für ihre Steuerzahlungen anzubieten. Damit möchte man bei Square Enix die Bindung zur lokalen Spielerschaft vertiefen.
In-Game-Items für Steuerzahlungen
Das auffälligste Item ist das Megashiba-Mount, eine Anspielung auf die Hachiko-Statue am Bahnhof Shibuya. Dazu gibt es fünf Phials of Fantasia – ein Item, mit dem sich Aussehen, Volk und Geschlecht des Charakters ändern lassen sowie verschiedene Kostümsets und vier Tanz-Emotes. Insgesamt haben die In-Game-Items einen Wert von mindestens 88 US-Dollar.
Im vergangenen Jahr arbeitete der Bezirk Shibuya bereits mit den bekannten japanischen Mobile-Games Monster Strike und Kotodaman zusammen, um Steuerzahlern In-Game-Währung als mögliche Belohnung anzubieten.
Auch wenn sich die Zentrale von Square Enix nicht in Shibuya befindet, unterhält das Unternehmen dort ein Büro und den Square Enix Garden. Entsprechend erklärte man, man werde „weiterhin verschiedene Initiativen umsetzen und dabei die besonderen Eigenschaften Shibuyas nutzen“.
via Famitsu, Automaton Media, Bildmaterial: Final Fantasy XIV, Square Enix

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