| Titel | Tales of Arise: Beyond the Dawn Edition |
| 22. Mai 2026 | |
| Bandai Namco | |
| 22. Mai 2026 | |
| Bandai Namco | |
| 22. Mai 2026 | |
| Bandai Namco | |
| System | Nintendo Switch 2 |
| Getestet für | Nintendo Switch 2 |
| Entwickler | Bandai Namco |
| Genres | JRPG |
| Texte |
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| Vertonung |
Es ist knapp fünf Jahre her, dass Tales of Arise für zahlreiche Plattformen erschienen ist. Im Jahr 2023 erschien dann recht überraschend mit Beyond the Dawn eine Erweiterung für das JRPG, welche die Ereignisse nach dem Ende des Titels zeigt.
Nun hat Bandai Namco das Spiel in der Tales of Arise: Beyond the Dawn Edition auf Nintendo Switch 2 veröffentlicht. Diese beinhaltet die namensgebende Erweiterung direkt. Doch kann der Port überzeugen?
Die Frau mit Dornen und der Mann mit der eisernen Maske
Die Story beginnt mit dem Charakter Eisenmaske – ein Name, den der Hauptcharakter hat, weil er halt eben eine solche Maske trägt. Warum, weiß niemand, auch er selbst nicht. Seine Erinnerungen sind weg! Er lebt als Sklave unter den Renäern, welche von einem anderen Planeten stammen und die Bevölkerung namens Dahnäer unterworfen haben. Zumindest ist dies der Eindruck, den unser Hauptcharakter anfangs hat.
Natürlich überschlagen sich zeitnah die Ereignisse und er trifft auf Shionne. Was danach folgt, ist ein größtenteils tolles Abenteuer, mit interessanten Konflikten und tollen Charakteren. Leider verfällt Tales of Arise dem üblichen Tales-of-Fluch und verliert im letzten Drittel einiges an Fahrt. Der letzte Dungeon zieht sich mehr als ein Kaugummi an eurem Schuh. Dennoch ist es ein großartiges Abenteuer, welches nicht nur Fans der Reihe packen wird.
Beyond the Dawn ist eine tolle Erweiterung der Story, auch wenn sich dort gameplaytechnisch nicht viel ändert und der Fokus stark auf der Geschichte liegt. Interessant ist, dass ihr in der Erweiterung direkt alle Kostüme und Accessoires aus dem Basegame freigeschaltet habt. Wie auf anderen Plattformen könnt ihr diese unabhängig vom Hauptspiel starten. Es ist aber natürlich empfohlen das Basegame vorher zu spielen.

Je weiter ihr dort seid, desto mehr Boni gibt es dann in der zusätzlichen Geschichte. Apropos DLC: Oft gibt es in dieser Art von erweiterten Ports alle bisher erschienenen zusätzlich kaufbaren Inhalte. Dies ist bei der Tales of Arise: Beyond the Dawn Edition nicht der Fall.
Sprich: Badeklamotten und andere zusätzliche Outfits müsst ihr kaufen. Ebenfalls den erschienenen Sword-Art-Online-Crossover-DLC. Natürlich kann man von einem Port nicht direkt erwarten, alle Inhalte direkt zu beinhalten – aber es wäre ein netter Bonus gewesen.

In den Kämpfen selbst befinden sich bis zu vier Charaktere auf dem Feld, zwei weitere in der Reserve. Ihr könnt jede der spielbaren Figuren steuern und sie spielen sich auch allesamt auf ihre Art und Weise ein wenig anders. Während der Hauptcharakter ordentlich reinhaut, macht er sich selbst konstant Schaden. Dadurch muss man ordentliches HP-Management betreiben.
Rinwell hingegen kann Zauber abfeuern und diese sogar kombinieren, um noch größere Magie zu wirken. Währenddessen ballert Shionne mit ihrem Gewehr auf die Feinde, wirft Granaten und heilt das Team als Support-Charakter. Schade, dass in Tales of Arise kein Multiplayer mehr vorhanden ist. Dies war immer ein spaßiger Aspekt der Reihe.
Da der Titel sich im Inhalt nicht zum Original unterscheidet und wir hier eher auf den Port an sich schauen wollen, empfehlen wir einen Blick auf den originalen Test zu Tales of Arise und unser Review zur „Beyond the Dawn“-Erweiterung zu werfen.

Ein technisch solider Port
Auf Nintendo Switch 2 sieht Tales of Arise wirklich klasse aus. Dies ist sicher auch dem beeindruckenden Anime-Stil zu verdanken, in dem gerade in der Umgebung durch das Shading einiges kaschiert werden kann. Die Charaktere sind auch auf Nintendos aktuellem Handheld sehr detailliert und die Effekte in den Kämpfen sind weiterhin bildschirmfüllend und knallig.
Im TV-Modus sieht der Titel gut aus – wenn er auch hinter einer PS5-Fassung steht. Als jemand, der viel im Handheld-Modus zockt, war aber natürlich die mobile Variante für mich besonders interessant. Hier sieht das Spiel absolut großartig aus und auf dem Bildschirm der Nintendo Switch 2 kommen die Anime-Farben richtig gut rüber.
Einziges Manko: Nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit ist der Akku der Konsole einfach leer. Ob man nun dafür das Spiel kritisieren sollte oder vielleicht doch eher die Akku-Leistung der Konsole, bleibt da natürlich dahingestellt. Wenn ihr also plant, den Titel auf einer Reise zu zocken, dann hofft auf eine Steckdose in der Nähe.

Was mich persönlich am meisten verwirrt hat, ist der Wechsel zwischen 30 und 60 Bildern pro Sekunde in Tales of Arise: Beyond the Dawn Edition. Das normale Gameplay auf der Oberwelt ist in 30 FPS, ebenso die Kämpfe. Allerdings könnt ihr in Zwischensequenzen angenehme 60 FPS genießen. Einen Performance- oder Qualitäts-Modus gibt es nicht. Gerade Ersteres hätte ich mir dann gegen ein wenig schlechtere Texturen durchaus vorstellen können.
Ein ständiger FPS-Wechsel?
Ein Spiel in flüssigen 30 Bildern pro Sekunde stört mich nicht, man gewöhnt sich dran, auch wenn man viel mit 60 FPS spielt. Ein Spiel in konstanten 60 FPS ist natürlich toll! Doch dieser komische Mix aus beidem ist so gar nichts für mich. Durch die Zwischensequenzen, welche besser aussehen als das Gameplay durch flüssigeres Bild, wirkt das eigentliche Gameplay dann weniger hübsch. Irgendwie wirkt das Spiel dann langsamer – was es ja auch durch die weniger Bilder ist.

Auch bin ich persönlich davon enttäuscht, dass nicht einmal die Kämpfe in 60 Bildern pro Sekunde funktionieren. Wäre das hier möglich, dann hätte ich über die 30 FPS in der Oberwelt eher hinwegsehen können. Denn durch die teils riesigen Gebiete verstehe ich dann eher, wenn es weniger Bilder pro Sekunde rendern kann. Hinzu kommt, dass mir in den Kämpfen das Gefühl kam, wir hätten da manchmal nicht einmal stabile 30 FPS. Aber zu 100 % kann ich es nicht sagen, da es nur wenige Momente gab, wo es mir so vorkam, als würde die Bildrate einbrechen.
Ein tolles Spiel, nun auch unterwegs spielbar
Am Ende gewöhnt man sich natürlich auch irgendwann an den häufigen Wechsel und so schlimm ist es vielleicht auch gar nicht. Immerhin sieht Tales of Arise: Beyond the Dawn Edition auch auf Nintendo Switch 2 großartig aus und es ist auch weiterhin ein tolles Spiel. Ist es toll genug um einen zweiten Kauf zu rechtfertigen? Ich bin ehrlich: Noch einmal gekauft hätte ich es mir nicht, da ich es bereits zur ursprünglichen Veröffentlichung gespielt hatte.
Dennoch hatte ich viel Spaß, das Spiel erneut zu erleben. Wer bisher noch nie in den Genuss von Tales of Arise kommen durfte und eine Switch 2 sein Eigen nennt, dem lege ich den Titel definitiv ans Herz. Auch wenn man entweder eine Powerbank mitnehmen sollte, wenn man unterwegs spielt, oder ein langes Ladekabel zum Couch-Gaming bereitlegen sollte …
Bildmaterial: Tales of Arise, Bandai Namco

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