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DLCs für 1.700 US-Dollar: Fans geben der „definitiven Version“ von Dead or Alive 6 die Quittung

Dead or Alive wird stolze 30 Jahre alt und Koei Tecmo feiert das Jubiläum mit einer Neuveröffentlichung von Dead or Alive 6. Vom Untertitel „Last Round“ geschmückt, vermarktet Koei die aufgefrischte Klopperei als „definitive Version“ des Spiels. Fans sind sich da aber nicht so sicher.

Tatsächlich stolpert die Neuveröffentlichung von einem Fettnäpfchen ins nächste und verärgert Fans mit diversen fragwürdigen Entscheidungen. Die „definitive Version“ ergänzt etwa einen Fotomodus, neue Kostüme und … na ja, das war es eben auch schon. Funktionen wie Crossplay und Rollback-Netcode vermissten Fans bereits 2019 schmerzlich und sind auch nicht Teil der neuen Fassung.

DLCs im Wert von 1.700 US-Dollar

Noch befremdlicher: „Last Round“ startet mit 440 DLC-Inhalten, die laut IsThereAnyDeal einen Gesamtwert von stolzen 1.700 US-Dollars haben. Diese Gesamtsumme ist zwar etwas irreführend, da sie sowohl einzelne Kostüme und Bundles als auch Charakter-Freischaltungen für die Free-to-play-Version des Spiels umfasst.

Dass Koei Jahre alte Inhalte weiterhin zum ursprünglichen Preis verkauft, ist aber dennoch ärgerlich. Tatsächlich hat sich der Preis für Charakter-Freischaltungen sogar verdoppelt: Figuren, die einst 4 Dollar kosteten, schlagen nun mit 8 Dollar zu Buche.

Und weil man offenbar kein Fettnäpfchen auslassen möchte: Koei entfernte die Vorgängerversion aus den Stores, und es gibt keine Upgrade-Möglichkeit auf Last Round. Das bedeutet: Wer das alte Spiel bereits gekauft hat, darf nochmal den Geldbeutel zücken, nur um überhaupt Zugang zur nächsten Welle an DLC-Inhalten zu erhalten.

In der Konsequenz hagelt es dafür massive Kritik in den „größtenteils negativen“ Steam-Rezensionen. Ein User fasst seinen Frust zusammen: „Außer der Beleuchtung einer Stage hat sich nichts geändert, und ich habe die Core-Fighter-Charaktere verloren, die ich gekauft hatte. Kein Crossplay, kein Rollback, keine Balance-Anpassungen, keine umfassende optische Überarbeitung […] Wahnsinnsarbeit, Koei Tecmo.“

via GamesRadar, Bildmaterial: Dead or Alive 6 Last Round, Koei Tecmo, Team Ninja

12 Kommentare

  1. Dachte du ärgerst dich das du bereits so "viel" gezahlt hattest und jetzt kommt nochmal ne neue Version wo man sich wieder alles neu kaufen muss.

    Nee, 5LR ist nun bisher das Einzigste, welches ich aus der Reihe hab...keine Ahnung, ob sich das irgendwann mal ändern wird. Ich lach mich eher krumm und schief, dass man einerseits Jahre später so ne "Schnäppchen" (65€ ist ja fürs Alter dennoch relativ viel, aber im Vergleich zur Summe der Startpreise der Einzelnen DLCs eben bedeutend weniger) mit dem direkten Vorgänger machen kann und andererseits dann mit solch einer Summe angekommen wird. 🤣

  2. Von Dead or Alive habe ich ... eine Demo gespielt, das war's. 1997 war das ... aus dem offiziellen PlayStation-Magazin. Ich erinnere mich an nichts außer wogende Brüste und einen geilen Soundtrack. :D

    Schade, dass die damals begründete Legende so zu Ende geht.

  3. Es ist schon echt erbärmlich wie blöd das Ganze gegen die Wand gefahren wurde. Man hätte meinen können, Koei Tecmo hat sich über die Jahre besinnt und wüsste mittlerweile, wie man mit Spielemarken umzugehen hat. Aber auch nach 7 Jahren nicht einen Funken schlauer zu sein, ist irgendwo auch wieder eine Meisterleistung. Oder einfach nur unvergleichliche Dreistigkeit.

    Dead or Alive war nie wirklich groß oder bemerkenswert für seine Genre, auch wenn es ein solides Fundament hatte. Fighting Games haben sich über die Zeit gewandelt, sich neu entdeckt, mit komplett unterschiedliche Mechaniken und Spielprinzipien experimentiert, haben Subgenren gebildet, Charakterroster revisioniert und dabei immer ihre eigene Formel sinnvoll erweitert. Einige Praktiken kann man zurecht scharf kritisieren, aber am spielerischen Mehrwert konnte man nie wirklich was ankreiden. An Dead or Alive 6 sieht man aber nach wie vor, dass all diese Evolutionsstufen komplett ignoriert wurden. Charaktere sind sehr generisch, das Spielprinzip viel zu steril und Archetypen kaum aussagekräftig. Sieht man allein daran, dass der gesamte Roster sich 70% der Inputs teilt und kaum Variationen untereinander existieren. Fanservice schön und gut, aber Fighting Games leben und sterben nun mal durch ihr Spielfundament und das ist hier leider hohl wie sonst nirgendwo.

    Das gleiche Spiel für teurer und ohne die DLC's veröffentlicht. Technisch sogar deutlich schlechter als eine Gen davor. Eine Ankündigung für die Ankündigung eines neue Charakters NACH DER VERÖFFENTLICHUNG rausgehauen, der eigentlich mit dieser Neuauflage kostenlos zum Release enthalten sein müsste. Und teure DLC Paletteswaps als Sahnehäubchen oben drauf. Man muss sich mal auf der Zunge zergehen lassen, dass wirklich ein Mensch dahinter stand, der das für eine tolle Idee gehalten hat. Das bisschen Moment, dass man hiermit irgendwo noch hatte, ist komplett in die Tonne gefurzt worden. Die FGC ist hart umkämpft mit einem Street Fighter in seinem Höhepunkt, Tekken der sein Momentum zurück erhält, Guilty Gear Strive und Fatal Fury die sich die Reste kratzen und ein Virtua Fighter 6 am Horizont der starke Wellen schlägt. Ich sags wie es ist: Dead or Alive braucht gerade keiner. Vor allem nicht so.

  4. Ich weiß es macht es nicht besser, aber die meisten Kostüme lassen sich wohl ins neue Spiel übertragen. Leider erst mit Patch 1.23 und dann darf man vorher kein Profil haben, weils wohl nicht ordentlich synced. xD

  5. Da muss man erst ein Diplom auf der Titten-Uni machen, damit man die DLCs wie ein Profi handlen kann.

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