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Stop Killing Games feiert sich: Ubisoft schraubt weiter am Offline-Modus von The Crew 2

Das Rennspiel The Crew 2 hat ein Update für deinen Hybrid-Modus bekommen, der bereits im vergangenen Oktober erstmals eingeführt wurde. Mit ihm kann man das Spiel sowohl offline als auch online spielen.

Das Update bringt neue Anpassungsmöglichkeiten (Liveries) in den Offline-Modus, macht Fahrerstatistiken offline verfügbar und fügt einen unscheinbar klingenden „Zurück zum Login“-Button hinzu, mit dem man nicht mehr das Spiel neu starten muss, um zwischen Online- und Offline-Modus zu wechseln.

Wechsel zwischen Offline- und Online-Modus

Ubisofts Blogbeitrag zu The Crew 2 beginnt mit einem Dank an die Fans für ihre Unterstützung für den Hybridmodus seit dessen Einführung im Oktober 2025. Zusätzlich zu den genannten Lackierungs-Anpassungen können SpielerInnen nun auch ihre Kontostatistiken im Offline-Profil von The Crew 2 speichern.

The Crew 2 erhielt diesen Hybridmodus parallel zum Druck der weiter wachsenden „Stop Killing Games“-Bewegung, die nach der Entfernung von The Crew aus den Stores im Dezember 2023 und der Serverabschaltung ein Jahr später an Fahrt aufgenommen hatte.

Stop Killing Games begrüßt die Änderungen und beansprucht eine gewisse Mitverantwortung für Ubisofts fortlaufende Offline-Unterstützung von The Crew 2. Ein Beitrag auf Twitter enthält zwei Videos von Gründer Ross Scott, der in einem undatierten Clip sagt: „Wir haben unbeabsichtigt zwei Spiele gerettet.“ Das andere Spiel ist The Crew Motorfest, das ebenfalls einen Offline-Modus erhalten soll, diesen aber noch nicht hat.

via Eurogamer, Bildmaterial: The Crew 2, Ubisoft

12 Kommentare

  1. Und was ist es was dich stört an diesem Weg? Wenn man einfach nur stänkert können wir nicht verstehen was gerade dein Problem ist Bobby.

    Naja......Ubisoft hat das alles halt mit The Crew 2 damals populär ins Rollen gebracht. Was soll ich sonst sagen. Ubisoft wird immer als Beispiel genommen werden.

    Ja, okay, reden wir über das Schlüsselbeispiel der "Stop Killing Games"-Initiative.

    Das ist natürlich das originale "The Crew" von 2013 und nicht der Nachfolger von 2018. The Crew war eines von Ubisofts Live Service-Spielen, ständig mit neuem Content unterfüttert, das sich immerhin 10 Jahre gehalten hat. Die Spielerzahlen sind über diesen Zeitraum natürlich kontinuierlich gesunken – mit dem Erscheinen des Nachfolgers 2018 gab's dann natürlich ein regelrechtes Abstürzen. 2023 gab's mit ein paar Dutzend Spielern täglich dann kaum mehr ein messbares Interesse. Zudem hätten sie die Lizenzen für Musik und Automarken verlängern müssen. Also hat Ubisoft die Server abgestellt,

    Sagt SKG: Das wollen wir so nicht mehr. Wir möchten, dass diese Spiele, an denen kein messbares Kundeninteresse mehr besteht, für die ehrlichen Käufer weiter spielbar sind. Sie sollen in dem unpopulären und anachronistischen Zustand konserviert werden, in dem sie die kleinstmögliche kulturelle Relevanz besitzen.

    Sage ich: Das macht aus meiner Sicht zwar herzlich wenig Sinn, träfe jetzt aber im Falle von Ubisoft, EA, Rockstar und Co. aber sicher keine Armen.

    Sagt die AAA-Industrie: Hmmm okay, dann machen wir halt nur noch free to play oder subscription based Games as a Service, die ihr per Cloud Gaming zocken müsst, weil ihr euch dank der KI-Revolution die Hardware gar nicht mehr leisten könnt. Dann könnt ihr euch ja nicht weiter einbilden, ihr würdet irgendein Produkt "kaufen" und "besitzen", okay so?

    Sagt SKG: Ja klar, alles prima, dafür muss es dann natürlich Ausnahmen geben.

    Frage ich: Wenn man die AAAs mit ihrer in jeder juristischen Hinsicht perfekten Escape-und-Exploit-Strategie aber ausnimmt von der geplanten Gesetzgebung, wer bleibt dann übrig, der von neuen Gesetzen betroffen ist?

    Sagt SKG: Naja, die kleineren Entwickler und die Indies, die aber natürlich voll auf unserer Seite stehen.

    Frage ich: Warum spricht sich dann von diesen ganzen kleinen und mittleren Studios niemand öffentlich für SKG aus? Und: Warum die kleineren Entwickler knechten, wo die doch im Mittel bereits genau das machen, wofür SKG so vehement eine Gesetzgebung fordert?

  2. Sagt die AAA-Industrie: Hmmm okay, dann machen wir halt nur noch free to play oder subscription based Games as a Service, die ihr per Cloud Gaming zocken müsst, weil ihr euch dank der KI-Revolution die Hardware gar nicht mehr leisten könnt. Dann könnt ihr euch ja nicht weiter einbilden, ihr würdet irgendein Produkt "kaufen" und "besitzen", okay so?

    Sagt SKG: Ja klar, alles prima, dafür muss es dann natürlich Ausnahmen geben.

    Entspricht das tatsächlich der Haltung von SKG zu diesem Sachverhalt oder ist das nur eine Mutmaßung? Ich schätze, dass du hier auf NTE anspielst. Möglicherweise hat SKG so etwas einfach nicht kommen sehen. Die Initiative ist noch relativ jung, da können natürlich Fehleinschätzungen auftreten.

  3. Entspricht das tatsächlich der Haltung von SKG zu diesem Sachverhalt oder ist das nur eine Mutmaßung? Ich schätze, dass du hier auf NTE anspielst. Möglicherweise hat SKG so etwas einfach nicht kommen sehen. Die Initiative ist noch relativ jung, da können natürlich Fehleinschätzungen auftreten.

    Ich glaube nicht, dass das das Problem ist. Das spezifische Fehlverhalten entwickelt sich seit vielen Jahren. SKG hat EU-Anwälte in seinen Reihen, die Forderungen sind entsprechend EU-konform ausgerichtet.

    Zentrales Argument der Initiative ist es, dass der Kunde beim Kauf eines Spiels (für, sagen wir, 60€) vernünftigerweise erwarten kann, dass das Spiel nicht unvermittelt nicht mehr funktioniert ("reasonable expectation").

    Wenn jedoch diese Erwartung gar nicht besteht, weil Spiele gar nicht mehr "gekauft" werden, weil sie nur noch gestreamt werden wie bei Netflix, weil du nur noch ein monatliches Abo für die Nutzung bezahlst (oder für Microtransactions, paytowin und ähnlichen Quatsch), dann fände das neue Gesetz schlicht keine Anwendung.

    Die Initiative ist jetzt vorgestellt im EU-Parlament. Wir gehen jetzt in eine Phase, in der die EU in Rücksprache mit den Entwicklern über Auswirkungen, Machbarkeit und Verhältnismäßigkeit spricht. Es gibt für SKG keine Kurskorrekturen mehr.

    Aus meiner Sicht würde eine neue Gesetzgebung nur noch die Entwickler betreffen, die keine Live-Service-Spiele machen wollen oder aus Budgetgründen keine Live-Service-Spiele machen können. Betrifft natürlich bei weitem nicht nur NTE; "Live Service" ist seit über einem Jahrzehnt das Lieblingswort des Ubisoft-Chefs.

    Einerseits muss ich zugeben, dass aktuell noch viele AAA-Spiele erscheinen, bei denen ein Gesetz nach SKG-Idee greifen würde.

    Andererseits gehen die AAAs das Problem ja aus einem halben Dutzend Richtungen an. Games-as-a-Service, Abonnement statt Kaufpreis, Cloud Gaming, Microtransactions, PayToWin, aggressive outphasing, etc. Da ist die Frage eigentlich nur noch, was sich da am besten und schnellsten festfrisst in der Industrie.

  4. Es gibt für SKG keine Kurskorrekturen mehr.

    Warum nicht? Wenn neue Probleme auftreten (gerade im Zusammenhang mit Streaming, Live-Service-Games usw.), kann man doch jederzeit neue Gesetzesinitiativen starten, sobald man erst mal einen Fuß in der Tür hat. Ich schätze, auch bei SKG weiß man, dass das Problem die AAA-Entwickler und nicht die Indiestudios sind.

  5. Warum nicht? Wenn neue Probleme auftreten (gerade im Zusammenhang mit Streaming, Live-Service-Games usw.), kann man doch jederzeit neue Gesetzesinitiativen starten, sobald man erst mal einen Fuß in der Tür hat. Ich schätze, auch bei SKG weiß man, dass das Problem die AAA-Entwickler und nicht die Indiestudios sind.


    Da bin ich ganz ehrlich überfragt und musste ChatGPT kitzeln.

    ChatGPT sagt richtig, dass sich die Initiative ja jetzt bereits über die EU-Initiative hinaus entwickelt habe und etwa zusammen mit einer französischen Verbrauerorganisation Entwickler direkt verklage (ist natürlich wieder Ubisoft. Gibt es keine anderen Entwickler in den USA, ich meine Frankreich?).

    ChatGPT behauptet auch, dass nichts die Veranstalter davon abhalte, weitere Initiativen vor der EU zu lancieren.

    Die Möglichkeit, den Text der bereits präsentierten Initiative anzupassen, gäbe es jedoch nur in absoluten Ausnahmefällen. Diese spezifische Initiative ist "durch", in Wartestellung und wartet auf eine offizielle Antwort der Kommission (nur die steht ihnen zu).

    Ich habe natürlich nicht lockergelassen. Wenn jetzt die EU-Kommission ausgerechnet für Live-Service-Spiele eine Ausnahme macht, weil die einfach nicht in die Idee eines Besitzes reinpassen, kann SKG eine neue Initiative machen, die ganz einfach "Doch, das wollen wir aber" lautet?

    Aber natürlich, behauptet ChatGPT. Kein Problem, sagt mir ChatGPT.

    Meinem Ego schmeichelt die Maschine hier nur, indem sie eine Unterscheidung zwischen Live-Service-Multiplayer-Spielen und Single-Player-Offlinespielen für eine mögliche und wahrscheinliche Entscheidung der Kommission erachtet. Auch ohne meine Rückfrage schildert es ChatGPT als wahrscheinlich, dass klarere Vertragsbedingungen die Sache für die EU erledigen ("Sie kaufen eine Lizenz. Die Services können nach acht Jahren abgeschaltet werden, frühestens ab dem 08.05.2034. Ihnen steht in diesem Falle keine Entschädigung zu.").

    Die KI behauptet, dass eine ganze Reihe von Initiativen zunächst vor dem EU-Parlament gescheitert wären, eine spätere Variante dann jedoch Erfolg hatte.

    Letzte Rückfrage an die verdammte Maschine: Wenn jedoch der Trend zu Live Service / Cloud Gaming / Subscriptions anhält, dann hätte es doch eine zukünftige Initiative erheblich schwerer?

    So ist es, bestätigt mir ChatGPT.

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