Shinji Mikami hatte sein neues Studio Unbound Games erst vor einigen Wochen offiziell gemacht. Das Unternehmen beschrieb sich selbst als „vollständig unabhängiges Unternehmen, das hochwertige Spiele für Endverbraucher entwickelt und originelle AAA-Titel kreiert“.
Welches neue Spiel uns vom „Resident Evil“-Schöpfer Mikami erwartet, das wissen wir noch gar nicht. Aber bei „Stellar Blade“-Entwickler Shift Up ist man ganz offensichtlich schon überzeugt. Heute gaben beide Studios nach einem gestrigen Teaser bekannt, dass man zukünftig gemeinsame Wege geht.
Laut der heutigen Pressemeldung und eines Blogbeitrags wird das koreanische Studio unter der Leitung von Hyung-tae Kim das neue Studio von Shinji Mikami vollständig übernehmen und künftig den weltweiten Vertrieb für das erste Spiel von Unbound Games übernehmen.
Die beiden Kreativen (Hyung-tae Kim ist nicht nur CEO von Shift Up, sondern auch Director von Stellar Blade) verweisen auf eine „gemeinsame Überzeugung“, die vom Wunsch getrieben sei, ein groß angelegtes, hochwertiges Spiel zu erschaffen, das keine Kompromisse bei seinen kreativen Ambitionen eingehe.
„Zu sehen, wie meine eigene Vision und meine Ideale so konkret Gestalt annehmen, und jemanden zu finden, dessen Ausrichtung so eng mit meiner übereinstimmt, ist etwas, das ich in meiner Karriere bisher selten erlebt habe. Ich hoffe, wir arbeiten noch lange gemeinsam daran“, erklärte Kim.
„Das Beste an Shift Up ist Kim. Er ist ebenfalls ein Entwickler, arbeitet vor Ort und gibt alles, um Spiele zu entwickeln. Nach einem Gespräch mit ihm haben wir beschlossen, gemeinsam dieselben Ziele anzustreben. Mit anderen Worten: Bei Unbound wollen wir ein Meisterwerk von einem Spiel schaffen“, kommentierte Mikami.
Die Ankündigung zum 1. April kommt sicherlich ungünstig, aber eine Firmenakquise ist relativ unlustig und Shift Up als börsennotiertes Unternehmen wird sich derartige Scherze zum Start ins neue Geschäftsjahr kaum erlauben. Zumal Shift Up an anderer Stelle hochwertig witzelt: Der gestrige „NIKKE2“-Teaser entpuppt sich als Parodie auf Monster Hunter World.
Das Video dazu:
via Automaton Media, Shift Up, Bildmaterial: Unbound Games, Shift Up

Ich weiß ja nicht wie viel davon der Wahrheit entspricht und wie viel davon PR blabla ist. Eigentlich wollte Mikami mehr kleine Spiele schneller releasen und eher als eine unterstützende Rolle für junge Talente agieren. Hideki Kamiya ist ihm ja auf ewig dankbar, einfach weil der Großteil seiner Karriere nur dank Shinji Mikami zustande kam.
Aber anderseits hat Mikami ja auch mal über die Entstehung/ Entwicklung von god hand geplaudert und das war ja eines seiner Darlings, die er nur für ein ganz bestimmtes Klientel gemacht hat und von Anfang an wusste, dass es kein Erfolg wird und er im Vorfeld schon ein wenig Unruhe bei Capcom verursacht hat. Und bevor Vanquish entstand, musste er auch haufenweise pitches einreichen. Er scheint also noch immer voller Ideen, die keiner umsetzen will, zu stecken.
Also ich bin gespannt. Ich finde Stellar Blade sehr stark. Eines von sehr, sehr, sehr wenigen neuen Spielen, die ich direkt 2 mal hintereinander durchgezockt habe und es steckt ja auch voller Ideen, stellenweise sogar Survival Horror. Ich hoffe nur, dass Mikami nicht wieder für ein neues third person horror game missbraucht wird, wie bei the evil within.
Hat ja sehr lang gehalten die Unabhägigkeit hier xD, nun wenns dazu beiträgt das Stellar Blade 2 besser werden kann denn ohne, umso besser
Hatte Mikami andererseits nicht auch gesagt, er wolle es noch einmal richtig wissen, bevor er in den Ruhestand geht? Noch ein richtig großer Titel?
So oder so, ich bin sehr gespannt auf diese Partnerschaft. Shift Up macht nicht nur positiv von sich reden, keine Frage (KI-Einsatz!), aber scheinbar haben es deren Mitarbeiter wirklich gut bei ihnen. Ich hoffe, sie machen sich als Publisher ebenso gut.
Und ich schätze, wenn sie schon Partnerschaften eingehen können, stehen die Chancen nicht schlecht, dass Steller Blade 2 wirklich durch Self Publishing entstehen könnte.
Unabhängigkeit bedeutet meistens, auf knappe Budgets angewiesen zu sein und dennoch nicht das machen zu können, worauf du Bock hast^^
Wenn einer der reichsten Männer Südkoreas mit seinem Studio, eines der erfolgreichsten Studios in Asien, auf dich zugeht und ne Partnerschaft anbietet, wird Mikami nicht lange überlegen, das beste für sein Studio raus zu holen. Und auch wenn es ein trauriges Ende gab, mit Tango Gameworks hatte er den damals richtigen Schritt gewagt, sich Bethesda anzuschließen (und später dann Microsoft) die dem Studio sätmliche Freiheieten ließen, ihr Ding durchzuziehen. Egal ob mit The Evil Within 2, Ghostwire: Tokyo oder Hi-Fi Rush. Mikami hat irgendwann für sich gemerkt, dass er mit dem Studio das Maximum erreicht hat und hat es in gute Hände überlassen. Dass Microsoft die irrsinnige Idee hatte, einige Zeit später das Studio zu schließen, ist ne andere Geschichte.
Shift Up ist nochmal ne ganz andere Geschichte. Man hat ein Vermögen durch Nikke angehäuft und die Einnahmen fließen in AAA-Produktionen. Stellar Blade ist der Anfang gewesen und ich denke, von denen wird man noch so einiges hören. Die Situation ist auch in keiner Weise mit dem ganzen NetEase-Wahnsinn zu vergleichen. Hyung-tae Kim hat Bock darauf, sein Studio immer weiter zu vergrößern, ist selbst Gamer und hat ne menge Kohle in den letzten Jahren gemacht. Was auch immer da also entstehen mag, habe ich erstmal Bock drauf. Das sind Vorschusslorbeeren, die man sich alleine durch Stellar Blade verdient hat.
Freut mich das er weiterhin Chancen bekommt größere Spiele zu entwickeln. Sind zwar jetzt nicht alle mein Geschmack gewesen aber kreativ waren sie.
Ich hoffe aber das er dort komplett unabhängig vom Einfluss von Shift Up entwickeln darf. Ich habe nämlich gar keine Lust das er auch en KI wahn zum Opfer fällt wie es ja leider bei Shift up der Fall ist.