| Titel | Yunyun Syndrome!? Rhythm Psychosis |
| 24. April 2026 | |
| Alliance Arts, WSS playground | |
| 24. April 2026 | |
| Alliance Arts, WSS playground | |
| 24. April 2026 | |
| Alliance Arts, WSS playground | |
| System | PC |
| Getestet für | PC |
| Entwickler | Alliance Arts, WHO YOU |
| Genres | Rhythmus, Abenteuer |
| Texte |
|
| Vertonung |
Rhythmusspiele sind seit Jahrzehnten nicht mehr aus der japanischen Popkultur wegzudenken und haben aus der Arcade nach und nach die ganze Welt erobert. Jedoch zogen sich nach der Rhythmus-Spielflut der 2000er die großen Publisher aus dem Genre weitestgehend zurück.
Dennoch haben sie uns bereits in der Vergangenheit Musikstücke nähergebracht, die wir so nie entdeckt hätten. Neben den K-Pop-Beats in Djmax und Pump it Up, den J-Pop-Songs der Bemani-Reihe oder klassischen Rock-Songs der 80er in Guitar Hero bringt uns jetzt das Indie-Spiel Yunyun Syndrome!? Rhythm Psychosis das Denpa-Genre näher.
Denpa wird allgemein beschrieben als Unterkategorie von J-Pop mit simplen, niedlichen Lovesongs, während Fans es eher als „so süß, dass es Karies gibt – und wenn du es nicht behandelst, wandet es in den Kopf und macht Brainrot“ beschreiben würden.
Shitposts für die Welt, Internet-Fame für Qtie
Die Protagonistin von Yunyun Syndrome, Qtie, ist diesem „Brainrot“ bereits verfallen und verbreitet liebliches Dokidoki und Ekstase mit ihren Denpa-Shitposts. Wenn ihr im Rhythmusspiel in die Tasten haut, tut sie es auch – je besser ihr seid, desto besser ist Qtie. Oder Yunyun. Oder beide. Existiert Yunyun eigentlich wirklich? Auch egal, oder?
Hauptsache das Internet bekommt hochwertigen Garbo und wir bekommen ganz viel Dokidoki, Yunyun-Liebe, Charisma und Fame. Vereint ihr im späteren Spielverlauf Yunyun und Qtie, gibt es 15 Minuten Power-Denpa. Je nach Art, was ihr levelt und welche Shitposts und Verschwörungstheorien dadurch bekannt werden, führt das Spiel zu unterschiedlichen Enden. Wusstet ihr schon, dass Kängurus nur australische Hunde auf Steroiden sind? Das steht im Internet!
Mit jedem abgesetzten Shitpost, aka gespielten Song, gibt es Shitpost-Karten, mit denen ihr die unterschiedlichen Werte erhöhen und die Art des Shitposts bestimmen könnt. Ziel ist es, die Werte auf 100 Prozent zu bekommen, um die besten Shitposts der Welt abzusetzen und so berühmt zu werden. Aber dabei gibt es mehrere Hindernisse: Andere Shitposter, eure eigene Psychose und nicht zuletzt eure Mutter, die euch befiehlt das total vermüllte Neet-Zimmer aufzuräumen – und euch damit das Dokidoki ruiniert.
4-Panel-Rhythmusspiel bringt euch in den Flow
Das Rhythmusspiel, das mit seiner quietschigen japanischen Denpa-Musik die Story befeuert, macht Spaß, hat aber kleinere Schwächen. Das Positive zuerst: Das 4-Panel-Spiel im Stile von Dance Dance Revolution, Stepmania und in The Groove versetzt Fans glatt um 20 Jahre zurück in eine Zeit, als Röhrenfernseher noch die Norm waren.
Sowohl für Einsteiger als auch für Profis hat Yunyun Syndrome hochwertige „Step-charts“. Dazu bietet es alle nötigen Einstellungen und Anpassungsmöglichkeiten für ein gutes Spielgefühl. Die Songs sind allgemein sehr flüssig zu spielen und „Stream“-lastig, das heißt in der Regel angenehm im Beat und locker aus dem Handgelenk zu tippen, während sich die Muster in unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Formen wiederholen, um sie gut zu lernen.
Die Entwickler nehmen das mit dem „in die Tasten hauen“ recht ernst, denn es ist üblich, dass auch mal 3 oder 4 Tasten gleichzeitig gedrückt werden müssen. Eine Ultra-Budget-Tastatur für 20 Euro kann das schon mal überfordern – ihr solltet daher gegebenenfalls testen, ob eure Tastatur einen entsprechenden „n-key-rollover“ unterstützt.
Die 30 Songs sind alle aus dem gleichen quietschigen, hoch-gepitchten Denpa-Genre, was für mehrere ähnlich klingende Songs sorgt. Auch sind 30 Songs heutzutage eine eher niedrige Anzahl für ein Rhythmusspiel – für den fairen Preis von ca. 17 Euro aber ein Punkt, den wir nur anmerken, statt ankreiden möchten.
Wer mehr möchte: Kurz vor Testende haben die Entwickler weitere kostenpflichtige DLC-Pakete hinzugefügt. Die Songs sind hierzulande eher unbekannt – außer ihr gehört zu den Weebs, die schon unter Brainrot litten, bevor es cool war. Marisa Stole the Precious thing, Internet Yamero und True My Heart dürften dem ein oder anderen hier trotzdem bekannt sein. Eins, zwei, guten Morgen!
Kleinere Abzüge beim Rhythmusspiel-Part
Über ein paar Probleme sind wir im Test auch gestolpert. Zum Beispiel es gab bei uns – trotz 120Hz Modus – einen extrem hohen „Visual Input Lag“ von etwa 210ms. Das zweite ist das Spielfeld selbst. Bei Rhythmusspielen hat es durchaus einen Grund, warum die herabfallenden Noten den gesamten mittleren Bereich einnehmen.
Bei Yunyun Syndrome: Ryhthm Psychosis ist aber der untere Teil des Bildschirms durch die live entstehenden Shitposts von Qtie blockiert, wodurch sehr hohe Fallgeschwindigkeiten etwas schwerer zu lesen sind als üblich. Das kompensiert das Spiel zwar durch ein recht großzügiges Timing, trotzdem zeigt es klar, dass das Rhythmusspiel eher Mittel zum Zweck ist.
Ein kleinerer Kritikpunkt: Das Spiel bietet keinen Noteskin an, der mit Farben unterschiedliche Rhythmen und Takte kodiert und diese so optisch deutlich hervorhebt und unterscheidet. Ein weiterer Hinweis: Die deutsche Übersetzung wirkt trotz mehrerer Patches bis kurz vor Testende unvollständig und zum Teil schlicht falsch. Wir raten daher dringend, die englischen Texte zu nutzen.
Ein rhythmischer Fiebertraum
Yunyun Syndrome: Rhythm Psychosis möchte nicht ernst genommen werden und macht vielleicht auch deshalb ziemlich viel Spaß – sofern man sich auf den Wahnsinn einlassen kann. Die bewusst übertriebene Geschichte um ein psychotisches Neet-Mädchen, das Internet-Fame durch Shitposts mit echter Liebe verwechselt, macht Laune und lässt in unterschiedlichen Enden Einblicke in das Leben der Protagonistin zu.
Die japanischen Denpa-Lovesongs sind nichts für jeden und werden selbst in unserer Community auf Widerstand stoßen. Der „4 Panel“ Rhythmusspiel-Part im Dance Dance Revolution Stil ist recht gut gelungen und hat alle nötigen Einstellungen. Die Songs sind spaßig zu spielen und mit passenden „Step-Charts“ versehen, die auch für Anfänger schnelle Fortschritte im Spiel ermöglichen. Kurz: Für einige ist Yunyun Syndrome: Ryhthm Psychosis eine willkommene mehrstündige Ausflucht vor einer Welt, in der aktuell täglich schreckliche Meldungen die Nachrichtenlage bestimmen.
Das „Yunyun Denpa“ fordert die Sinne und lenkt sehr effektiv ab. Auf andere könnte der extrem auf nischige japanische Popkultur abgestimmte Musik- und Kunst-Stil abschreckend wirken. Hier hilft es nur, das Spiel selbst mal auszuprobieren. Zum Glück stellen Alliance Arts und Who You eine kostenlose Demo auf Steam bereit.
Story
Gameplay
Grafik
Nette Zeichnungen mit auffällig übertriebenen Keyframes. Das Rhythmusspiel ist zweckgemäß präsentiert.
Sound
Sonstiges
Bildmaterial: Yunyun Syndrome!? Rhythm Psychosis, Alliance Arts, WSS playground, WHO YOU

Ist schon ein sehr eigenwilliger Titel, den ich mir aus Interesse aber mal auf die Wishlist setze.
Das der Rhythmus Part aber mehr krankt, schreckt mich dann doch wieder ab und lässt es mich auf einen niedrigeren Sale verschieben ^^"
Ggfs schaue ich mal in die Demo rein.
Die Demo fand ich ganz unterhaltsam und das, obwohl ich die aufm Deck mit Buttons gespielt habe, was zusätzlich nicht ganz optimal war xD.
Werds vllt. irgendwann mal eintüten... aber dann über Dock mit Tastatur spielen. Mal schauen^^