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Im Test! Starfield entführt nun auch Sony-Jünger in die Weiten des Alls

Titel Starfield
Japan 7. April 2026
Bethesda Softworks
Nordamerika 7. April 2026
Bethesda Softworks
Europa 7. April 2026
Bethesda Softworks
System PlayStation 5, Xbox Series, PC
Getestet für PlayStation 5
Entwickler Bethesda Game Studios
Genres Action-Rollenspiel
Texte
Deutschland Nordamerika Japan
Vertonung Deutschland Nordamerika Japan

Das Sci-Fi-Action-RPG Starfield aus dem Hause Bethesda galt in den letzten Jahren als einer der Hype-Titel schlechthin. Das gigantisch anmutende Rollenspiel versprach uns in bisher nie dagewesene Spielwelten zu entführen und uns mit einer schier endlos anmutenden Spielwelt förmlich zu erschlagen. Quasi ein No Man’s Sky mit ausgefeilterer Story und einem ernsteren Setting.

Ursprünglich erschien der Titel am 6. September 2023 für Xbox Series und PCs. Ursprünglich sollte der Titel auch Xbox- und PC-exklusiv bleiben, doch nach dem rasanten Kurswechsel in Sachen Exklusivität, den Microsoft in den letzten Jahren gefahren hat, entschied man sich beim US-Konzern dafür, Starfield doch auch PlayStation-Spielern zugänglich zu machen. In erster Linie war dies wohl vor allem eine finanzielle Entscheidung, die dazu geführt hat, dass Starfield nun mit etwas Verspätung doch noch auf Sonys aktueller Konsole erscheint.

Wir haben uns diese neu erschienene PS5-Version ausgiebig angeschaut und verraten euch natürlich auch, ob sich ein Kauf des Sci-Fi-Abenteuers lohnt und ob Starfield auf den üblichen Bethesda-Stärken aufbauen kann oder ob sich die Entwickler mit diesem massiven Action-Rollenspiel vielleicht doch etwas übernommen haben.

Starfield ist seit dem 7. April für PlayStation 5 erhältlich. Für Xbox- und PC-Spieler ist der Titel, wie bereits erwähnt, natürlich schon seit 2023 erhältlich.

Seichte Story trifft auf seichte Quests

Die Geschichte von Starfield handelt von einem mysteriösen Artefakt, welches von der Organisation „Constellation“ zu Forschungszwecken gesucht wird. Verstreut in der gesamten Galaxis befinden sich diese Artefakte, die es zu finden gilt, um letztendlich dem großen Geheimnis dahinter auf die Spur zu kommen.

Unser selbsterstellter Charakter macht sich nun auf die Suche nach besagten Artefakten und gerät dabei immer wieder zwischen die Fronten verschiedener verfeindeter Fraktionen. Neben dem „Freestar Collective“ möchten auch die „United Colonies“ die Vorherrschaft über die Galaxis innehaben und zu allem Übel gibt es natürlich auch Space-Piraten, die uns das digitale Leben zur Hölle machen möchten. Auch kleinere Fraktionen mischen hier mit und der ohnehin schon recht instabile Frieden, der seit dem Ende der Kolonialkriege herrscht, steht stets auf der Kippe und die Galaxis somit am Rande eines erneuten Krieges.

Diese verschiedenen Fraktionen dienen gleichzeitig als Questgeber und so können wir unterschiedliche Missionen für die unterschiedlichsten Fraktionen absolvieren. Je nachdem auf welche Seite wir uns stellen, haben die Missionen auch unterschiedliche Ausgänge. Das klingt im ersten Moment zwar vielseitig und abwechslungsreich, im Endeffekt hat der Ausgang der Quests allerdings doch recht wenig Einfluss auf die Hauptquest – die Suche nach den Artefakten. Das ist schade und hier wäre definitiv mehr Tiefgang in Sachen Quests und Storyverlauf möglich gewesen. Speziell von Bethesda ist man eigentlich deutlich höherwertige Storykost gewohnt.

Typisches Bethesda-Rollenspiel mit vielen Ecken und Kanten

»Eine der größten Stärken von Starfield kann gleichzeitig auch als die größte Schwäche bezeichnet werden – die schier unendliche Weite und Größe dieses Sci-Fi-Abenteuers.«

Eine der größten Stärken von Starfield kann gleichzeitig auch als die größte Schwäche bezeichnet werden – die schier unendliche Weite und Größe dieses Sci-Fi-Abenteuers. Von Sekunde eins an hat man das Gefühl in einer schier endlosen Spielwelt unterwegs zu sein. Die Freiheit jederzeit von Planet A nach Planet B zu reisen oder eben eine komplett andere Route einzuschlagen, fühlt sich in den ersten Spielstunden wirklich fantastisch an. Im weiteren Spielverlauf merkt man jedoch, wie leer und belanglos die Spielwelt und die Planeten im Vergleich zu den Story-relevanten Orten ausgefallen sind.

Die Planeten und Orte, die man während der Hauptquests bereist, fallen meist wirklich ordentlich und spannend gestaltet aus. Hier spürt man deutlich, auf welche Locations viel Wert gelegt wurde und auf welche nicht. Irgendwo muss man bei einem Spiel dieser Größe allerdings auch Abstriche machen, denn so eine gigantische Spielwelt lässt sich schließlich nur schwer mit ausreichend Inhalt füllen ohne am Ende befremdlich zu wirken. Zu viel Content wäre negativ auffallend gewesen und zu wenig schließlich auch. Eine schmale Gratwanderung bei einem Titel dieser Größe.

Fallout in Space

»Gameplaytechnisch fühlt sich Starfield an wie ein Fallout im Weltraum.«

Gameplaytechnisch fühlt sich Starfield an wie ein Fallout im Weltraum. Die Menüs funktionieren ähnlich, das Gunplay fühlt sich fast eins zu eins an wie bei einem Fallout-Ableger und auch die schier endlose Item-Flut an mal mehr und mal weniger wichtigen Gegenständen ist hier vorhanden. Bethesda-Fans fühlen sich also sofort heimisch und sollten bestens mit dem System zurechtkommen. Bethesda-Neulinge oder unerfahrene Spieler könnten sich von der schier endlosen Anzahl an Menüs aber schon etwas überfordert fühlen.

Auch das vielversprechende Schiffebau-Feature, für das Starfield vor Release so gelobt wurde, ist nach wie vor vorhanden und es macht auch nach wie vor wirklich viel Spaß sein eigenes Raumschiff zu erstellen und anzupassen. Die unterschiedlichen Bauteile müssen im Spielverlauf allerdings nach und nach freigeschaltet werden um wirklich Freiheit bei der Erstellung der Schiffe zu haben. Denn neben unterschiedlicher Bewaffnung lässt sich auch so ziemlich alles andere an den Schiffen modifizieren. Am Ende eines jeden Umbaus gibt es dann eine Art Machbarkeits-Diagramm, welches uns verdeutlicht, ob das Schiff in diesem Zustand überhaupt flugfähig ist oder nicht. Ein wirklich cooles Feature.

Man absolviert so nun also Quest für Quest und kann sich, speziell wenn man auf Nebenquests Lust hat, auch auf etwas schrägere Missionen freuen. Der typische Bethesda-Charme und -Humor ist also auch bei Starfield vorhanden, nur eben nicht auf Fallout-Niveau. Natürlich gibt es auch die aus anderen Bethesda-Titeln bekannten Arbeitsstationen, an welchen man die Waffen und Rüstungen aufwerten und modifizieren kann, und auch Chemie-Stationen dürfen nicht fehlen. Hier kann man beispielsweise diverse Items wie Heilgegenstände oder diverse Booster herstellen.

Levelsystem auf Bethesda-Art

Das Levelsystem, welches Bethesda hier verbaut hat, ist etwas abgeschwächt im Vergleich zur Fallout-Reihe ausgefallen. Wir vergeben bei Starfield also keine Punkte für Charisma, Stärke, Ausdauer und andere Attribute, sondern verteilen das neu erhaltene Level quasi direkt auf die diversen Perks. Am ehesten vergleichbar ist das System von Starfield mit dem Perk-System aus Fallout 4.

In Sachen Levelsystem kann man Starfield auf jeden Fall als etwas vereinfachter beschreiben im Vergleich zur Fallout-Reihe. Im Endeffekt funktioniert das System aber ganz gut. Letztendlich hat das Levelsystem ohnehin nur recht wenig Auswirkung auf das Gameplay selbst.

Das Free-Lanes-Update beschert uns neue immersive Flugmechanik

Dank des ebenfalls in der PS5-Version enthaltenen „Free Lanes“-Updates haben wir nun die Möglichkeit, anders als es ursprünglich noch vorgesehen war, den Weltraum frei zu bereisen. Denn die Weltraumkarte wurde nun in zwei Ebenen aufgeteilt. Eine Detail-Ebene, in der wir Planeten direkt anfliegen können und uns in dessen näherer Umlaufbahn befinden, und eine weiter entfernte Ebene, in welcher wir den Raum frei erkunden können und nahtlos von einem Planeten zum anderen reisen können.

Um die technische Limitierung in Sachen Weltraum zu umgehen, hat man sich bei Bethesda dann also für ein zweilagiges Kartensystem für den Weltraum entschieden. Anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ergibt es allerdings schon nach kurzer Zeit Sinn und man kann sich mit dieser Mechanik durchaus anfreunden. Das Free-Lanes-Update gibt es gratis zum Kauf der PS5-Version dazu.

Der DLC „Shattered Space“ ist ebenfalls enthalten

Wie es sich für ein ordentliches Gesamtpaket gehört, ist auch der ursprünglich am 30. September 2024 erschienene Story-DLC „Shattered Space“ in der PS5-Version enthalten. Diesen kann man allerdings nur spielen, wenn man sich für die „Premium-Edition“ von Starfield entscheidet. Andernfalls muss der DLC separat im PlayStation Store zum Preis von 19,99 Euro erworben werden.

Grafisch immer noch toll anzusehen und sauber umgesetzt

Die PS5-Portierung von Starfield ist technisch auf jeden Fall sehr ordentlich ausgefallen. Der Titel wurde seit dem Release im Jahre 2023 ohnehin ständig gepatcht und verbessert. Mittlerweile läuft Starfield aber wirklich sehr rund und auch optisch macht das Sci-Fi-Abenteuer wirklich was her. Speziell beim Gang über die Planetenoberflächen weiß die Optik wirklich zu begeistern.

Die Texturen und Modelle wirken fast schon Bethesda-typisch sehr ordentlich, aber nicht völlig bahnbrechend. Aufgrund der massiven Größe des Titels wäre mehr aber wahrscheinlich auch nicht drin gewesen ohne die Framerate völlig zu versauen.

Starfield lief während unserer Testphase die meiste Zeit mit butterweichen 60 Frames. Ausnahmen stellen hier jedoch Szenen mit vielen Gegnern oder sehr belebte Außenbereiche, wie beispielsweise in der Hauptstadt „New Atlantis“, dar. Man hat außerdem die Wahl zwischen einem Performance-Modus mit 60 FPS oder einem Qualitätsmodus mit 30 oder variablen Frames. Jeder Spieler kann so das für sich beste Spielerlebnis austarieren. Auch VSync kann auf Wunsch abgeschaltet werden. So könnte man theoretisch noch ein oder zwei Frames rausholen, aber natürlich dann auf Kosten der Bildqualität.

Auch tontechnisch hochwertige Kost

Tontechnisch macht Starfield ebenfalls eine ordentliche Figur. Die Melodien und Klangteppiche fallen durchweg ordentlich und stimmig aus und auch die Synchronsprecher leisten einen durchweg ordentlichen Job, an dem es wenig zu mäkeln gibt.

Speziell die Soundeffekte der Waffen können sich hören lassen und wie auch schon bei der Fallout-Reihe fallen diese auch bei Starfield durchschlagend und wirklich wuchtig aus. Das A und O für einen Titel, der so sehr auf Shooter-Mechaniken setzt, wie es bei Starfield der Fall ist.

Ein actiongeladener Space-Ausflug mit schier unendlichen Weiten

Starfield ist nach wie vor ein wirklich ordentliches Space-Abenteuer nach typischer Bethesda-Formel. Stets fühlt man sich an die Fallout-Reihe erinnert, allerdings mit etwas weniger Witz. Die Quests fallen sehr unterschiedlich spannend aus und die schier endlose Spielwelt verliert nach ein paar Spielstunden etwas an Reiz. Leider konnte Starfield nicht allen Versprechungen gerecht werden, dennoch handelt es sich immer noch um ein Space-Abenteuer der oberen Riege.

Auch technisch wurde die PS5-Portierung sehr ordentlich umgesetzt und diese läuft nun deutlich flüssiger und problemloser als noch zum ursprünglichen Release im Jahre 2023. Während der gesamten Testphase hatten wir es weder mit Abstürzen noch mit größeren Ruckelorgien zu tun. Eine löbliche technische Umsetzung also.

Alles in allem bleibt Starfield ein zweischneidiges Schwert. Die einen werden es lieben und die anderen werden es hassen. Es gibt wohl wenige Meinungen dazwischen. Ich für meinen Teil kann Starfield jedoch jedem Sci-Fi- und Bethesda-Fan im Allgemeinen wärmstens ans Herz legen. Das Spiel mag seine Ecken und Kanten haben, konnte mich aber immer wieder an die Konsole zurückholen und für viele weitere Stunden in seinen Bann ziehen. Nun kommen endlich auch PS5-Spieler in den Genuss dieses eigentlich schon für Sony-Fans verloren geglaubten Space-Abenteuers.

 

Story

Die Organisation „Constellation“ macht sich inmitten eines bröckelnden Friedensabkommens auf die Suche nach einem mysteriösen Artefakt. Wir übernehmen die Suche nach eben jenem Artefakt und arbeiten uns währenddessen quer durch die Galaxis, um die unterschiedlichen Fraktionen teils gegeneinander auszuspielen.

Gameplay

Typisches Bethesda-Rollenspiel mit vielen Ecken und Kanten. Am ehesten beschreibbar als Fallout im Weltraum. Es gibt viele Waffen, Anzüge und Items zu finden, mit denen sich der jeweilige Spielstil weiter anpassen und verfeinern lässt.

Grafik

Immer noch tolle Optik, die speziell auf Planetenoberflächen wirklich zu begeistern weiß. Die hauseigene Creation Engine kann immer noch tolle Bilder schaffen und zudem läuft der Titel mittlerweile auch meist recht flüssig.

Sound

Durchweg ordentlich mit tollen Effekten und ordentlicher Synchronisation. Was will man mehr?

Sonstiges

Der Ausgang der Quests hätte etwas mehr Einfluss auf den Verlauf der Story nehmen müssen. So bleibt es am Ende relativ egal, auf welche Art und Weise man die Quests abschließt, Hauptsache man beendet diese eben.

Bildmaterial: Starfield, Bethesda

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