| Titel | Pragmata |
| 17. April 2026 | |
| Capcom | |
| 17. April 2026 | |
| Capcom | |
| 17. April 2026 | |
| Capcom | |
| System | PlayStation 5, Xbox Series, Switch 2, PC |
| Getestet für | PlayStation 5 |
| Entwickler | Capcom |
| Genres | Third-Person-Action-Adventure |
| Texte |
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| Vertonung |
Neue IPs haben es heutzutage immer schwerer Fuß zu fassen in einem schier endlosen Meer aus altbekannten und etablierten Marken oder Indie-Titeln, die ohnehin in einer eigenen Kategorie zuhause sind und oft mit einem gänzlich anderen Auge betrachtet werden. Speziell im Triple-A-Bereich, in dem die Budgets mittlerweile extrem hoch angesetzt werden, sind immer weniger Publisher bereit, viel Geld in ein noch unbekanntes Franchise oder eine neue Marke zu investieren.
Umso erfreulicher ist es daher, dass sich doch immer wieder große Publisher und Entwickler wie Capcom an neue Marken herantrauen und obendrein auch bereit sind, ein ordentliches Budget für die Entwicklung ebenjener Titel springen zu lassen.
Eine dieser gänzlich neuen IPs des japanischen Publishers und Entwicklers Capcom ist das Sci-Fi-Abenteuer Pragmata. Pragmata mag auf den ersten Blick zwar aussehen wie ein typischer Third-Person-Shooter, wie es sie schon zur Genüge gibt, dennoch versteckt sich hinter der scheinbar altbekannten Fassade ein spannendes Hacking-Abenteuer, welches mit einem einfachen, aber doch irgendwie genialen Gameplay-Kniff frischen Wind in das angestaubte Genre bringt.
Pragmata erscheint am 17. April für PS5, Xbox Series, Switch 2 und PCs. Ob sich das Warten auf den vielversprechenden Titel gelohnt hat, erfahrt ihr wie immer in unserem ausführlichen Review.
Eine von der Außenwelt abgeschnittene Forschungsstation und ein neuartiges Material
Die Geschichte von Pragmata spielt in einer gar nicht mal so weit entfernten Zukunft. Die Menschheit hat einen gänzlich neuen Rohstoff entdeckt, das sogenannte „Lunum“. Mit Hilfe von Lunum konnte nach einiger Forschungsarbeit das neuartige Material „Lunafilment“ erschaffen werden.
Eine Art Material, welches dazu benutzt wird, mit teils gigantischen „Druckanlagen“ verschiedenste Gegenstände, Gebäude oder auch andere Dinge zu erschaffen. Einzig eine Vorlage dessen, was man kreieren möchte, ist notwendig, um der Druckanlage vorzuschreiben, was sie zu bauen hat. Wie bei einem 3D-Drucker der aktuellen Zeit, könnte man sagen.
Eines Tages ging der Kontakt zwischen der Erde und dieser Forschungsstation, die sich auf dem Mond befindet, jedoch verloren. Ein Team aus Spezialisten wurde umgehend entsandt um sich diesem Problem anzunehmen und dem merkwürdigen Kontaktabbruch auf den Grund zu gehen.
Kurz nach dem Eintreffen dieses Teams gab es jedoch ein Mondbeben. Also eine Erschütterung des Mondes. Hugh Williams, unser Hauptcharakter, wurde durch ebendieses Mondbeben von seinem Team getrennt. Im bewusstlosen Zustand wird Hugh jedoch von einem kleinen Mädchen, einem mysteriösen Androiden, gerettet und wiederhergestellt. Sie ist ein Pragmata, ein Geschöpf, welches mit Hilfe von Lunafilment erschaffen wurde und eine künstliche Intelligenz besitzt. Speziell die sehr emotional präsentierte Beziehung zwischen Hugh und dem Mädchen wurde wirklich toll umgesetzt.
Von hier aus nimmt die spannende Geschichte rund um die Erkundung dieser gigantischen Mondbasis nun ihren Lauf. Seite an Seite mit dem äußerst menschlich anmutenden Androiden muss Hugh die seltsamen Vorkommnisse auf der Basis nun also ohne die Hilfe seines Teams untersuchen.
Third-Person-Action mit dem besonderen Etwas lockert das Genre auf
Pragmata ist im Kern ein Third-Person-Shooter, wie man ihn erwarten würde. Actiongeladene Kämpfe wechseln sich mit ruhigeren Erkundungsphasen ab. Die Story wird mit Hilfe vieler Cutscenes, aber auch anhand vieler in der Welt verstreuter Schriftstücke wie E-Mails und andere Dokumente erzählt. So weit, so gewöhnlich, könnte man sagen.
Dann kommt jedoch die größte Besonderheit von Pragmata zum Tragen. Das ausgefeilte Hacking-System, das die Kämpfe auflockert und ihnen einen völlig neuen Touch verleiht. Greift man die unzähligen Gegner beispielsweise einfach auf normalem Wege an, nehmen diese kaum Schaden. Man muss die Schutzmechaniken der mechanischen Gegner per Hacking-Tool erst umgehen und verschafft sich somit ein kurzes Zeitfenster, in welchem die Gegner deutlich verwundbarer sind.
Gerade am Anfang des Abenteuers empfindet man das Hacken noch als recht einfach umsetzbar. Interessant und fordernd wird das Ganze aber im weiteren Spielverlauf, wenn man sich mehrerer Gegner gleichzeitig erwehren muss und diese ganz nebenbei ja auch immer erst noch hacken muss. Multitasking wird bei Pragmata also großgeschrieben und man muss während der teils wirklich hektischen Situationen stets einen kühlen Kopf bewahren um Herr über die jeweilige Situation zu bleiben. Die Hacking-Mechanik ist also definitiv das große und herausstechende Feature von Pragmata.
Anders als man im ersten Moment vielleicht denken möchte, erwartet uns mit Pragmata also alles andere als ein typischer 08/15-Third-Person-Shooter. Das Zusammenspiel aus Atmosphäre, den toll geschriebenen Dialogen zwischen Hugh und dem Androiden-Mädchen und der neu eingeführten Hacking-Mechanik runden das Gesamtpaket gekonnt ab und machen Pragmata zu einem wirklich tollen Titel, den man auf jeden Fall gespielt haben sollte.
Auch optisch ein außerirdischer Leckerbissen der Oberklasse
Speziell die optische Präsentation von Pragmata kann sich wirklich sehen lassen. Wunderbar kühl und steril fühlt sich die Mondbasis in den ersten Spielminuten an. Im weiteren Spielverlauf verändern sich die Locations natürlich auch etwas, was zusätzliche optische Abwechslung mit sich bringt und den äußerst sterilen Look etwas auflockert.
Neben den tollen Texturen und Modellen sind es speziell die fantastischen Lichteffekte, die dem Abenteuer nicht selten die optische Krone aufsetzen und das grafische Erlebnis abrunden. Vor allem die Animationen der Charaktere konnten mich vollstens überzeugen, denn diese fühlen sich fast schon butterweich und geschmeidig an.
Pragmata lief während unserer Testsession im Performance-Modus auf PlayStation 5 außerdem stets mit flüssigen 60 Frames über den Bildschirm und auch mit lästigen Vsync-Störungen mussten wir uns zu keiner Sekunde beschäftigen. Auf Wunsch kann Pragmata auch in einem Qualitätsmodus mit höherer Auflösung gespielt werden. Hier muss man sich dann allerdings mit 30 Frames begnügen.
Ein wirklich rundes grafisches Erlebnis, welches einmal mehr beweist, dass sich technische Optimierung eben doch auszahlt. Nicht selten erscheinen Spiele heutzutage ja vor allem technisch in unsauberem Zustand und erst nach vielen Updates werden die Titel dann überhaupt erst richtig spielbar. Das ist bei Pragmata jedoch keinesfalls der Fall und sollte auf jeden Fall löblich erwähnt werden.
Durchschlagende Soundeffekte und eine fantastische Synchronisation verwöhnen die Ohren
Auch tontechnisch feuert Pragmata aus allen Rohren. Neben den eher ruhigen und atmosphärischen Klangteppichen dreht der Sound vor allem in den hitzigen und fordernden Kämpfen auf und verleiht der jeweiligen Situation somit noch mehr Durchschlagskraft. Die fantastisch umgesetzten Soundeffekte wirken zudem wuchtig und stets passend und untermauern das Actiongeladene zusätzlich gekonnt.
Auch die gesprochenen Dialoge sind absolut hochwertig umgesetzt und speziell die englischen und japanischen Sprecher geben wirklich alles um dieses Sci-Fi-Abenteuer so authentisch wie möglich wirken zu lassen. Wirklich vorbildlich und absolut auf Triple-A-Niveau.
Auch die deutschen Sprecher wirken durchaus kompetent, kommen meiner Meinung nach aber keineswegs an die englischen oder japanischen Sprecher heran. Ich bin aber im Allgemeinen überhaupt kein Fan deutscher Synchronisierungen.
Spannendes Space-Abenteuer mit besonderem Gameplay-Kniff und toller Atmosphäre
Pragmata ist ein äußerst spannendes Sci-Fi-Abenteuer, welches euch auf eine Aufklärungsmission auf eine Mondbasis schickt. Nach und nach entdeckt man die Einzelheiten und Details der Forschung und kommt natürlich auch der Ursache des Kontaktabbruchs auf die Schliche. Die neue Hacking-Mechanik lockert das actiongeladene Geschehen gekonnt auf und verleiht Pragmata das gewisse Etwas. Pragmata ist also keinesfalls ein 08/15-Action-Shooter, wie man sie zuhauf kennt.
Sowohl die optische als auch die tontechnische Präsentation sind über jeden Zweifel erhaben und verleihen Pragmata ein hochwertiges Erscheinungsbild, welchem es an nichts mangelt. Speziell die gesprochenen Dialoge und die beklemmende Atmosphäre sind wirklich auf oberstem Niveau und versetzen euch in ein fantastisches Abenteuer, das man gespielt haben sollte.
Wer Lust auf ein spannendes, hochwertig produziertes Sci-Fi-Abenteuer hat, ist bei Pragmata also absolut an der richtigen Stelle. Wer den Titel vorher vielleicht erstmal ausprobieren möchte, kann sich die Demo in den jeweiligen Stores herunterladen und dem Titel eine Chance geben. Für mich jedenfalls ist Pragmata eine ganz klare Kaufempfehlung wert und gerade im Action-Segment führt aktuell eigentlich kein Weg an diesem Titel vorbei.
Story
Gameplay
Grafik
Sound
Sonstiges
Bildmaterial: Pragmata, Capcom

Zu Switch-2-Version kann ich nichts sagen.
PS5 war aber sehr gut optisch. Man merkt aber natürlich die etwas geringere Kantenglättung im Performance-Modus.
Bei Switch-2-Ports denke ich, wird man immer auf die ein oder andere Art Abstriche in Kauf nehmen müssen. Aufgrund der Größe des Geräts ist das aber nicht weiter schlimm für mich und dennoch äußerst beachtlich was Nintendo da geschaffen hat.
Oft fällt das sowieso nur im Docked-Modus wirklich auf. Im Handheld-Modus wirken diese Titel ja deutlich schärfer und oft auch flüssiger.
Auf der Switch 2 muss man, meiner Erfahrung nach, deutliche Abstriche in Kauf nehmen. Die werden sehr offensichtlich, wenn man den Luxus mehrerer Konsolen im Besitz und den Vergleich quasi per Knopfdruck hat. Vor allem die Haare des Mädchens und generelle (Tiefen-)Schärfe wirken auf Switch 2 (besonders im TV-Modus) nicht ganz so schön und knackig scharf wie auf PS5 und Xbox Series X.
Auch die Bildrate wirkt auf den großen Konsolen in hektischen Sequenzen deutlich stabiler. Wenn man keinen großen Wert aufs portable Gaming legt und die Wahl hat, dem würde ich auch eher die Xbox Series X- oder PS5-Version empfehlen. Trotzdem gehört das Spiel zu den besten Ports, die es bisher auf Switch 2 gibt; Capcom kann es einfach und das haben sie bereits mit Resident Evil Requiem und Street Fighter 6 bewiesen.
Die Kompromisse sind auf Nintendos Hybriden also sicht- und spürbar da (wir sprechen hier immer noch von PS4 Pro-ähnlicher Hardware), aber letztendlich verkraftbar. Ich selbst weiß noch nicht, auf welcher Konsole ich es spielen werde. Einerseits mag ich die Darstellung der Haare der RE-Engine sehr, was mich Richtung große Konsolen tendieren lässt. Andererseits erwische ich mich aber immer häufiger dabei, wie ich Games eher zu Ende bringe, wenn ich unterwegs hier und da auch mal ein halbes Stündchen weiterspielen kann und keinen Trophäen-/Erfolgsdruck verspüre. Aber dieses Dilemma kennt man ja von mir, als luxuriös Dauerentscheidungsgeplagter, mittlerweile...
Edith: "Wurstfinger + Touchscreen" strikes again.
Nehme es nicht übel, was besonders Capcom auf dem Swicth 2 leistet, aber dessen etwas (auch bei Handheld nur etwas schärfe) unscharfe/Verschwommen Optik tut ja dem Auge nicht gut. Nehme klar dem PS5 wenn es auf Sale gibt, da ich schon genug Spiele gekauft habe
Ich hab kürzlich bei Clair Obscur gemerkt, dass der Wechsel zwischen 60 und 30 FPS leichte Übelkeit bei mir auslösen kann, wenn (schnelle) Kameraschwenks erfolgen. Das hatte ich ein Leben lang gar nicht und macht mir gerade etwas Sorgen. Selbst kleine aber konstante Einbrüche der Bildrate - wenn wir schon beim Thema 'Pragmata auf Switch 2' sind - bewirken mittlerweile ein leicht mulmiges Gefühl im Magen und dezente Kopfschmerzen; vor allem auf einem Handheld-Bildschirm. Ich weiß nicht, ob das schon 'Motion Sickness' oder ein dunkler Vorbote davon ist. Auf jeden Fall ist's schon doof.
Wer ähnlich 'sensibel' reagiert, der greift dann wohl wirklich lieber zur 'großen' Konsolenversion.
Kenn ich nur zu gut. Ich bemerks auch krass in der Auflösung mittlerweile.
Bekomme schnell Kopfschmerzen bei verwaschenen bewegten Bildern und Motion Blur wird als Standard auch immer ausgemacht.