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Tödlicher Angriff in einem Pokémon Center in Tokio löst Bestürzung aus

Ein tragischer Vorfall hat am Donnerstagabend ein Einkaufszentrum im Tokioter Stadtteil Ikebukuro erschüttert. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters wurde eine Mitarbeiterin eines Pokémon-Merchandise-Geschäfts (Pokémon Center) bei einem Messerangriff tödlich verletzt. Auch der mutmaßliche Täter kam wenig später ums Leben.

Nach Angaben der Tokyo Metropolitan Police Department ereignete sich der Angriff gegen 19:16 Uhr Ortszeit in einem Einkaufszentrum unweit des stark frequentierten Bahnhofs Ikebukuro.

Die Frau, die in ihren Zwanzigern war und als Verkäuferin im dortigen Pokémon-Shop arbeitete, wurde im Halsbereich verletzt. Der ebenfalls etwa zwanzigjährige mutmaßliche Angreifer verletzte sich anschließend selbst mit einem Messer. Beide wurden in ein Krankenhaus gebracht, wo sie innerhalb kurzer Zeit für tot erklärt wurden.

Große Bestürzung unter Kunden und Mitarbeitern

Laut Berichten des japanischen Senders TV Asahi befanden sich zum Zeitpunkt des Angriffs zahlreiche Menschen im Geschäft, darunter viele Kinder und internationale Besucher, da in Japan derzeit die Frühjahrsferien begonnen haben. Ein Augenzeuge berichtete, dass sich über hundert Kunden im Laden befanden, bevor plötzlich Regale umstürzten und eine Frau um Hilfe rief. Viele Menschen versuchten daraufhin, das Gebäude zu verlassen, während Rettungskräfte eintrafen.

Die Polizei soll bereits zuvor Beschwerden über mögliches Stalking erhalten haben, die von der später getöteten Mitarbeiterin stammen könnten. Offizielle Bestätigungen zu den Hintergründen des Angriffs stehen weiterhin aus.

The Pokémon Company, die mehrere Pokémon-Stores in Japan betreibt, reagierte mit einer Stellungnahme auf den Vorfall. Das Pokémon Center Mega Tokyo sowie das angrenzende Pikachu Sweets by Pokémon Café bleiben bis auf Weiteres geschlossen.

„Das Pokémon Center Mega Tokyo und das Pikachu Sweets by Pokémon Cafe bleiben aufgrund des Vorfalls vom Donnerstag, dem 26. März, bis auf Weiteres geschlossen. Wir entschuldigen uns aufrichtig für die große Besorgnis und die Unannehmlichkeiten, die dies allen bereitet hat.“

Zugleich erklärte das Unternehmen, man werde eng mit den Behörden zusammenarbeiten und sich besonders um die körperliche und seelische Unterstützung der Mitarbeitenden kümmern.

Der Vorfall hat in Japan große Bestürzung ausgelöst. Aufgrund der strengen Waffengesetze im Land treten schwere Gewalttaten im öffentlichen Raum vergleichsweise selten auf, dennoch kam es in den vergangenen Jahren vereinzelt zu Messerangriffen, etwa in Zügen oder an Bahnhöfen.

via Reuters, Bildmaterial: The Pokémon Company

4 Kommentare

  1. echt einfach nur heftig da fehlt einem echt die worte.. mein beileid an der familie des ofers

  2. mögliches Stalking erhalten haben, die von der später getöteten Mitarbeiterin stammen könnten.

    Die Frau, die in ihren Zwanzigern war und als Verkäuferin im dortigen Pokémon-Shop arbeitete, wurde im Halsbereich verletzt.

    Voll Panne sowas. 🤦‍♂️

  3. Japan ist ein unglaubliches Land. Und es ist ein unglaublich sicheres Land. Ich war letztes Jahr im September/Oktober in Osaka, es war die Reise meines Lebens, und ich habe den Menschen sehr schnell so sehr vertraut, dass ich erstens ständig meinen Geldgürtel offen auf dem Tisch meines Hotelzimmers habe herumliegen lassen, und mich auf Dauer auch in wirklich ärmliche Gegenden gewagt habe, die man als Tourist normalerweise nicht zu sehen bekommt (Kitakagaya). In zwei Wochen bin ich einmal angeschnorrt worden. Das war's.

    Der Vorfall in Tokio erschüttert Japan, weil es kulturell die absolute Ausnahmesituation ist.

    In den USA gibt es schätzungsweise zwischen 50 und 100 Stalking-Morde jährlich.
    In Russland liegt die Zahl zwischen 400 und 700.

    Und Japan, darauf vertraue ich fest, wird auf diesen Vorfall mit einer rechtlichen und vor allem kulturellen Kehrtwende reagieren.

    Der Familie des Opfers alles Gute; und auch der Familie des Täters wünsche ich Kraft.

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