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Saudi-Arabien kauft sich bei Capcom ein – zwei Saudi-Fonds besitzen nun 10 Prozent der Anteile

Nicht nur China und Korea, sondern auch Saudi-Arabien wird zunehmend zu ernstzunehmenden Konkurrenten im weltweiten Gaming-Business. Bereits in den letzten Jahren machte der saudische Public Investment Fund (PIF) von sich reden, in dem er Teil eines Konsortiums wurde, das EA übernahm.

Aber auch die Savvy Games Group dürfte bekannt sein für ihre Übernahme von Niantic, den Entwicklern von Pokémon GO. Der Fonds besitzt schon seit Jahre außerdem Anteile an Nintendo und hält nicht zuletzt inzwischen alle Anteile an SNK. Jetzt geht es mit einem weiteren, traditionellen japanischen Entwickler und Publisher weiter.

Laut einem Bericht von GameBiz (via Automaton Media) wurde in einer Eingabe bei der Kanto Local Finance Bureau am 13. März offengelegt, dass die Electronic Gaming Development Company (EGDC) hält nun 5,03 Prozent der Capcom-Anteile bzw. 26.788.500 Aktien hält. Das Unternehmen erklärte, der Zweck des Aktienkaufs sei „reine Investition“ – also der Gewinn durch Kurssteigerungen oder Dividenden.

Die EGDC wurde 2020 gegründet und gehört Kronprinz Mohammed bin Salman über dessen MiSK-Stiftung. Dass die EDGC bei Capcom Wachstumspotenzial sieht, verwundert nicht, schließlich hat Capcom inzwischen acht Jahre hintereinander Rekordumsätze und expandiert stark. Auch der Staatsfonds PIF hält bereits 5 Prozent der Anteile an Capcom.

Derartige Investitionen sind keine Seltenheit, denn insbesondere der PIF ist an vielen globalen Videospielunternehmen beteiligt. Ihr Anteil liegt meist unter 10 Prozent des Unternehmens. Der PIF möchte die Beteiligungen an Videospieleunternehmen weiter ausbauen – bis 2030 sollen über 38 Milliarden US-Dollar investiert werden.

via Automaton Media, NY Times, Bildmaterial: Humble Bundle

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