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PRAGMATA: „KI-generiertes“ New York stammt komplett von menschlichen Entwicklern

Der Einsatz von künstlicher Intelligenz in Videospielen sorgt derzeit immer wieder für Diskussionen. Ob bei der Entwicklung oder sogar direkt im fertigen Spiel – das Thema polarisiert. Erst kürzlich geriet etwa das Open-World-Spiel Crimson Desert wegen seines KI-Einsatzes in die Kritik, worauf sich Entwickler Pearl Abyss öffentlich äußerte und entschuldigte.

Doch nun wird der Spieß gewissermaßen umgedreht. Beim kommenden Sci-Fi-Titel PRAGMATA geht Capcom einen ungewöhnlichen Weg: Eine Spielwelt, die bewusst so gestaltet wurde, als wäre sie von einer KI generiert worden – tatsächlich aber komplett von menschlichen Entwicklern erschaffen wurde.

Ein künstliches New York mit absichtlichen Fehlern

Bei einem Presse-Event sprach das Entwicklerteam erstmals ausführlicher über die Stadt, die bereits während der State of Play im Februar zu sehen war. Director Cho Yonghee und Produzent Naoto Oyama erklärten in einem Interview mit 4Gamer übersetzt von Automation Media, dass die Umgebung bewusst so gestaltet wurde, dass sie sich wie eine von KI erschaffene Version von New York anfühlt.

„Für PRAGMATA haben wir uns das Konzept ‚ein von KI generiertes falsches New York‘ zum Ziel gesetzt“, sagte Cho. „Wenn bekannte Orte auftauchen, können sich die Spieler leichter damit identifizieren. Um zudem deutlich zu machen, dass es sich nicht um das echte New York handelt, wollten wir etwas, das leicht verzerrt ist.“

Um dieses Gefühl zu erzeugen, arbeitet das Team mit surrealen Verzerrungen in eigentlich bekannten Orten. Straßen können plötzlich auf dem Kopf stehen, Taxis scheinen mitten im Boden zu verschwinden oder Busse wachsen scheinbar aus Wänden heraus.

„Es spiegelt die Realität wider, doch sein einzigartiger Reiz liegt in den Fehlern in der Umgebung und darin, wie fehl am Platz sie wirken […]. Obwohl die Prämisse lautet, dass es von einer KI generiert wurde, haben unsere menschlichen Entwickler tatsächlich akribisch daran gearbeitet, Mechanismen einzubauen, die dieses KI-typische, unheimliche Gefühl vermitteln“, erklärte Produzent Oyama.

Die richtige Balance zwischen surreal und spielbar

Die größte Herausforderung lag laut Cho darin, die Verzerrungen interessant wirken zu lassen, ohne Spieler zu verwirren. „Es war schwierig, die Verzerrung so auszubalancieren, dass sie sowohl einzigartig ist als auch lediglich als Hintergrund dient“, ergänzte Cho. Laut Oyama scheint dieses Gleichgewicht gelungen zu sein: Bisher habe es von Spielern kein Feedback gegeben, dass Wege schwer zu erkennen oder Level unübersichtlich seien.

Einen genaueren Blick auf dieses New York werfen wir übrigens in unserer letzten Preview zu PRAGMATA. Schaut doch mal rein. PRAGMATA erscheint am 17. April 2026 für PlayStation 5, Xbox Series, Nintendo Switch 2 und PC via Steam. Eine Demoversion ist auch weiterhin verfügbar.

via Automaton Media, Bildmaterial: Pragmata, Capcom

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