| Titel | Resident Evil Requiem |
| 27. Februar 2026 | |
| Capcom | |
| 27. Februar 2026 | |
| Capcom | |
| 27. Februar 2026 | |
| Capcom | |
| System | PlayStation 5, Xbox Series, Switch 2, PC |
| Getestet für | PlayStation 5 |
| Entwickler | Capcom |
| Genres | Survival-Horror |
| Texte |
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| Vertonung |
Mit der weltweit äußerst erfolgreichen und beliebten Resident-Evil-Reihe lehrt uns der japanische Entwickler und Publisher Capcom bereits seit Mitte der 90er-Jahre regelmäßig das Fürchten. Neben etlichen Ablegern und Spin-offs hat es die Reihe mit einigen mehr oder weniger erfolgreichen Filmen sogar bis nach Hollywood geschafft. Die Resident-Evil-Reihe gilt daher bis heute als das wohl erfolgreichste Horror-Franchise im Gaming-Segment und Wegbereiter im Survival-Horror-Genre.
Erstmals angekündigt wurde der neueste Ableger der Reihe, Resident Evil Requiem, im Zuge eines Capcom-Showcase-Events im Juli des Jahres 2024. Bereits zu diesem noch recht frühen Zeitpunkt war die Euphorie der Resident-Evil-Gemeinde schier ungebrochen und die Vorfreude auf den neuesten Ableger der Zombie-Reihe kannte keine Grenzen.
Mit Resident Evil Requiem möchte Capcom nun wieder zu den Wurzeln der Reihe zurückkehren und vor allem das Horror-Element, für das die Reihe so gefeiert wird, wieder deutlicher zur Geltung bringen. Ob dem traditionsreichen japanischen Entwickler und Publisher dieses Vorhaben gelungen ist, erfahrt ihr wie immer in unserem ausführlichen Review.
Resident Evil Requiem ist seit dem 27. Februar für PlayStation 5, Xbox Series, Switch 2 und PCs erhältlich. Getestet haben wir die PS5-Version des Horror-Blockbusters.
Finstere Experimente, eine zerstörte Stadt und ein tödliches Virus
Die Geschichte von Resident Evil Requiem spielt im Oktober des Jahres 2026. Ganze 28 Jahre nach den tragischen Ereignissen, die sich im eigentlich recht beschaulichen Örtchen Raccoon City zugetragen haben. Wir übernehmen die Rolle von Grace Ashcroft, einer FBI-Analystin. Grace ist die Tochter von Alyssa Ashcroft, einem spielbaren Charakter aus dem Spin-off Resident Evil Outbreak aus dem Jahre 2003.
Grace wird nach und nach in die finsteren und tragischen Machenschaften der Umbrella Corporation hineingezogen und findet sich schon bald selbst in einer schier ausweglosen Situation wieder, in der nur noch das nackte Überleben zählt. Auch Grace hat eine dunkle Vergangenheit, die sie schon bald einholen wird.
Natürlich darf auch der Serien-Liebling und Fan-Favorit Leon S. Kennedy nicht fehlen. Bereits seit dem zweiten Teil aus dem Jahre 1998 gehört Leon zur absoluten Top-Besetzung im Resident-Evil-Charakter-Cast. Auch Leon hat noch eine Rechnung mit der Umbrella Corporation offen und kehrt in diesem Teil sogar zu den Anfängen der Reihe zurück. Ein absolutes Highlight für Fans der Reihe und ein Gänsehaut-Moment der Spitzenklasse. Aber jedes weitere Wort würde hier die Spoiler-Front sprengen. Hier heißt es einfach spielen und genießen.
Eine Prise Survival-Horror gepaart mit fetzigen Action-Elementen
Gameplaytechnisch bleibt sich auch Resident Evil Requiem recht treu. Spannende und nervenzerreißende Horror-Sequenzen wechseln sich gekonnt mit actiongeladenen Zombie-Metzelschlachten ab und ergeben letztlich ein absolut schmackhaftes Gesamtbild, das jederzeit Spaß macht und zu begeistern weiß. Typisch Resident Evil erwartet uns hier Survival-Horror-Kost vom Feinsten.
Neben schier endlosen engen, fast schon klaustrophobisch anmutenden Gängen bekommen wir auch die Möglichkeit die völlig zerstörte Stadt von Raccoon City zu erkunden. Fan-Service erster Güte, könnte man sagen, und meiner Meinung nach genau das, was die Serie jetzt nötig hatte.
Auch in Sachen Gegnertypen orientierte sich Capcom bei Teil neun der Zombie-Reihe nun wieder an den Anfängen des Franchise und wir bekommen es wieder mit waschechten Zombies zu tun. Denn anders als bei den Vorgängern der Reihe sind die Zombies nun sogar nur teilweise mutiert, haben also noch menschliche Züge, die sich in teils skurrilen Verhaltensmustern widerspiegeln. Wenn ein Zombie vor einem Lichtschalter steht und diesen hin- und herbewegt, weil ihm das Licht gerade zu hell erscheint, ist das schon ein Stück weit skurril, aber dennoch auch äußerst lustig. Der schwarze Humor kommt also auch dieses Mal nicht zu kurz.
Großes Waffenarsenal um den Zombies Feuer unterm Hintern zu machen
Wie auch schon bei den Vorgängern haben wir auch bei Requiem nun wieder die Möglichkeit unser vielseitiges Waffenarsenal zu erweitern und aufzuwerten. Neben allerlei Modifikationen, die wir an unseren Schießeisen vornehmen können, haben wir auch die Möglichkeit die Waffen zu verkaufen und das erwirtschaftete Geld in neue Ausrüstung zu investieren. In Sachen Waffenvielfalt ist man also relativ frei und kann sich neben unterschiedlichen Pistolen auch diverse Schrotflinten, Sturmgewehre und Snipergewehre zu Nutze machen. Auch Granaten und Molotow-Cocktails dürfen natürlich nicht fehlen. Genug Bewaffnung, um den Zombies den digitalen Hintern wegzubrennen, gibt es also allemal.
Aber auch das im Survival-Horror-Genre mittlerweile recht beliebte Crafting-Element hat es ins Spiel geschafft und lockert die Munitions- und Heilungsbeschaffung ordentlich auf. Mit diversen Schrottteilen, die es in der Spielwelt zu finden gibt, haben wir also die Möglichkeit, Munition und auch diverse Wurfgegenstände wie beispielsweise Granaten herzustellen. Grace hat hierfür sogar die Möglichkeit Blutproben zu sammeln um mit deren Hilfe diverse Gegenstände herzustellen. Natürlich darf auch das für die Resident-Evil-Reihe typische grüne Kraut nicht fehlen. Mit diesem kann sich unser Charakter heilen.
Optisch absolut auf der Höhe und ein wahrer Augenschmaus
Speziell grafisch macht Resident Evil Requiem wirklich einiges her. Gerade die fantastischen Charaktermodelle versetzen einen nicht selten ins Staunen. Aber auch die Texturen der Spielwelt selbst können sich sehen lassen. Auch die spektakuläre Weitsicht kann gerade im Raccoon-City-Areal wirklich begeistern. Die hauseigene RE Engine ist quasi wie gemacht für das Franchise.
Der absolute Star in Sachen Optik ist hier allerdings die Beleuchtung. Selten habe ich ein so perfekt ausgeleuchtetes Horror-Erlebnis spielen dürfen, wie es hier der Fall ist. Vor allem in dunklen und nur spärlich beleuchteten Arealen spürt man, wie viel Arbeit hier in eine äußerst düstere und beklemmende Inszenierung geflossen ist. Ein absoluter Top-Vertreter im Horror-Genre, wenn es um Atmosphäre und Beleuchtung geht, und ein weiterer Meilenstein im Genre. Noch unheimlicher waren für mich lediglich Titel wie das Dead Space Remake und das Remake von Resident Evil 2 aus dem Jahre 2019.
Obendrein lief der Titel während unserer Testsession auf PlayStation 5 eigentlich immer mit stabilen 60 Frames über den Bildschirm. Nur ganz selten kam es beim Betreten von neuen Gebieten zu kurzen Rucklern. Wahrscheinlich musste die Engine hier diverse Texturen und Elemente nachladen.
Im Vergleich zur PC-Version müssen Konsolenspieler aber vor allem in Sachen Bildschärfe etwas zurückstecken. Auf einem potenten PC sieht der Titel nochmals eine ganze Ecke schärfer und knackiger aus. Ein PC in dieser Leistungsklasse kostet aber auch gerne mal das Dreifache einer aktuellen Konsole. Die Konsolenversionen bieten also einen guten Kompromiss aus ordentlicher Optik und stabiler Leistung.
Auch tonal ein Horror-Erlebnis der ganz besonderen Art
Tontechnisch bietet Resident Evil Requiem ebenfalls alles, was man von einem ordentlichen Survival-Horror-Erlebnis erwarten würde. Die unglaublich unheimlichen, ruhigen Passagen werden gekonnt zurückhaltend untermalt. Typisch Resident Evil, könnte man schon fast sagen. Wohingegen die actionorientierten Sequenzen mit treibenden, fast schon pumpenden Klängen untermalt werden. Stets die perfekte tontechnische Begleitung gepaart mit extrem wuchtigen und durchschlagenden Waffengeräuschen ergeben am Ende ein extrem rundes Gesamtbild.
Wenn man denkt, es ginge nicht noch unheimlicher, setzt das Spiel noch einen drauf und untermalt das Geschehen zusätzlich mit unglaublich unheimlich wirkenden Gegnergeräuschen. Schlürfende Zombies, monströse Kreaturen und unheimliche Nebengeräusche non-stop fordern dem eigenen Nervenkostüm wirklich einiges ab. Horror in Reinform und ein unheimliches Fest für die Sinne.
Resident Evil ist endlich zurück und setzt auf Nostalgie
Die Resident-Evil-Reihe ist endlich zurück auf den heimischen Bildschirmen und feuert mit Requiem ein regelrechtes Feuerwerk im Survival-Horror-Genre ab. Neben den unheimlich toll umgesetzten Horror-Passagen, die einem regelmäßig das Fürchten lehren, bekommen wir auch unzählige actiongeladene Sequenzen präsentiert, die an Terror fast nicht mehr zu überbieten sind.
Requiem feuert also wirklich alles ab, was das Survival-Horror-Genre aktuell zu bieten hat, und legt unter anderem auch extrem großen Wert auf die nostalgischen Gefühle der Fans der beliebten Zombie-Reihe. Immer wieder bekommen wir Anspielungen auf vergangene Teile der Reihe serviert, die speziell die Langzeit-Fans der Reihe ansprechen sollen. Äußerst gelungen inszeniert und sowohl grafisch als auch tontechnisch fantastisch umgesetzt.
Der König der Zombie-Action ist wieder da und was für ein Comeback wir hier erleben dürfen. Resident Evil Requiem ist ein Muss für Fans der Reihe, aber auch Genre-Neulinge könnten mit dem mittlerweile neunten Teil der Reihe auf den Geschmack kommen. Genug nachzuholen gäbe es hier ja auf jeden Fall. Resident Evil Requiem ist für mich also eine klare Kaufempfehlung und aktuell einer der besten Vertreter im Survival-Horror-Genre.
Story
Gameplay
Grafik
Sound
Sonstiges
Bildmaterial: Resident Evil Requiem, Capcom

Naja der Horror geht dann leider doch schnell flöten.
Die ersten 30 Minuten sind genial, danach mehr Schießbude, bzw. Schleicheinlage.
Action steht klar im Fokus.
Die beiden Enden fand ich auch lahm.
Als Actionspiel funktioniert es ganz gut, aber der Spagat zwischen Action und Horror, den Capcom angekündigt hatte, ist es definitiv nicht.
Das stimmt allerdings.
Gerade die erste Stunde ist wirklich genial.
So hätte es auch gerne weitergehen können.
Aber ich denke Leon wurde in erster Linie als Fan-Service eingebaut.
Irgendwann mussten sie ja mal wieder einen Signature-Charakter einbauen
Alles in allem ist dieser RE-Teil aber auf jeden Fall einer der besseren und für mich das beste neue RE seit langem.
Teil 7 und 8 waren durchaus ordentlich aber Requiem ist dann doch nochmal ne andere Liga.
Aber das Remake von Teil 2 ist m.M.n. unübertroffen, zumindest für mich. Speziell in Sachen Atmo.
Lediglich das Dead Space Remake würde ich noch darüber sehen.
Hab mich so auf Resi 9 gefreut und war sehr gehypt.
Leider für mich einer der schlechtesten Resi Teile. Der Anfang ist so genial und auch die Zombies aber es kommt gar nichts mehr. Die Story ist für ein Resi richtig schlecht ohne jede Spannung. die beiden Szenarien sind schrecklich verbunden da kommen dann plötzlich Sequenzen einfach ins Spiel des anderen Charas. Und Raccoon City ist das schlechteste Level der Resi Reihe.
Es wirkt nach Resten vorheriger Resi 9 Projekte um da etwas zu veröffentlichen.
Bin so enttäuscht😢
Hmm da hattest du wohl falsche Vorstellungen wie das Aussehen sollte.
Bei mir wars genau andersrum. Ich hatte überhaupt keine Vorfreude auf den Titel da ich 7 und 8 so mäßig fand. Auch weil es einfach keine Zombies gab.
War dann von Requiem aber doch sehr positiv überrascht.
Präsentation und Atmo sind ja doch absolute Spitze und darauf kommt es für mich bei einem Horror-Titel in erster Linie an.
Ob einem die Areale und das ständige hin- und herwechseln zwischen den Orten und den Charakteren gefällt, bleibt am Ende halt auch Geschmackssache. Denke aber gerade eine so altes Franchise wie ein Resident Evil hat es heutzutage auch wirklich nicht leicht.
Auf der einen Seite möchte man die Reihe modernisieren und an heutige Verhältnisse anpassen, auf der anderen Seite möchte man aber auch die alten Fans die vielleicht sogar schon seit Teil 1 auf der PS1 dabei sind nicht verlieren.
Ist ein schmaler Grad der aber, zumindest für mich, mittlerweile sehr gut gelöst wurde ohne die Identität der Reihe komplett zu verlieren.
Ich mochte resi 7 und resi 8 sehr. Beide Spiele hatten für mich eine starke Atmosphäre, eine interessante Story, verrücktes Gameplay, viel Spannung und gute Charaktere (mit Ausnahme von Ethan). Gerade deshalb habe ich mich extrem auf resi 9 gefreut.
Die Präsentation und Atmosphäre sind auch wirklich gelungen. Besonders der Anfang ist stark inszeniert, und die ersten Begegnungen mit den Zombies haben mir gefallen. Man musste schleichen, auf seine Munition achten und vorsichtig spielen.
Leider bleibt es danach aber ziemlich dünn. Ich erwarte bei Resident Evil keine besonders komplexe Story, aber hier wirkt es so, als wäre überhaupt keine richtige Handlung vorhanden. Auch der Antagonist bleibt völlig belanglos. Im Grunde passiert über lange Zeit einfach nichts. Nach etwa der Hälfte des Spiels habe ich mich ernsthaft gefragt: Worum geht es hier eigentlich und was mache ich überhaupt hier.
Ein weiteres Problem sind für mich die Level. Typische resi Elemente wie richtige Rätsel oder ein durchdachter Levelaufbau fehlen weitgehend. Viele Gebiete wirken eher wie große Areale, in denen man nur hin und her läuft, besonders in Raccoon City. Die Reihe hat in der Vergangenheit oft gezeigt, wie man spannende Level gestaltet, aber in Teil 9 funktioniert das für mich überhaupt nicht.
Dazu kommt, dass in den Leveln kaum etwas passiert. Man trifft selten andere Charaktere oder erlebt besondere Ereignisse. Es fehlt einfach an Momenten, die das Spiel vorantreiben oder für Abwechslung sorgen.
Natürlich ist es schwierig, eine so lange Reihe weiterzuentwickeln. Aber mit resi 7 und 8 hat Capcom meiner Meinung nach gezeigt, wie man die Serie modernisieren kann, ohne die Fans zu verärgern. Gleichzeitig haben die Remakes das klassische Spielgefühl bewahrt.
Gerade deshalb wundert mich resi 9 umso mehr. Für mich wirkt das Spiel so, als wären Level und Inhalte aus verschiedenen Projekten zusammengewürfelt worden. Vieles passt nicht richtig zusammen, und es fühlt sich so an, als würde an vielen Stellen einfach etwas fehlen.