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Ausgang unklar: FromSoftware-Mutterfirma sieht sich aktivisitischen Investoren ausgesetzt

Kadokawa ist bekannt für vielfältige Geschäftsbereiche, die unter anderem die Entwicklung von Videospielen, die Veröffentlichung von Manga und Anime sowie Veranstaltungen und Merchandise umfassen.

Ihr kennt wahrscheinlich vor allem die Entwicklerstudios, die inzwischen Tochtergesellschaften von Kadokawa sind: Dazu zählen FromSoftware (Elden Ring) sowie Spike Chunsoft, Acquire und Gotcha Gotcha Games. Jetzt muss sich der Konzern mit sogenannten aktivistischen Investoren herumschlagen.

Dabei handelt es sich um Investoren, die auf einen Schlag signifikante Anteile an Unternehmen kaufen, um dadurch Druck auf das Management auszuüben und Kurse sowie Strategien zu beeinflussen. Ziel ist natürlich der anschließende Verkauf der Anteile mit Gewinn.

Die Oasis Management Company (Hongkong) ist eine internationale Hedgefonds-Gesellschaft und hat sich nach einem Bericht von GameBiz (via Automaton Media) jetzt 13 Millionen Aktien (einen Anteil von 8,86 Prozent) gesichert. Damit hat man auch die Schwelle von 5 Prozent überschritten und darf sich Großaktionär nennen.

Bekannt in der Branche

Oasis benennt den Zweck des Geschäfts mit Portfolio-Investitionen, aber auch die vielsagenden „important proposal activities“ werden genannt. Die Gesellschaft ist als aktivistischer Investor bekannt. In der Folge darf man sich in den nächsten Tagen auf Einlassungen der Investoren freuen, die mitunter auch öffentlich gemacht werden.

Genauso tat es erst im Dezember 3D Investment. Dieser aktivistische Investor aus Singapur hatte sich mit 14 Prozent bei Square Enix eingekauft und anschließend konkrete Probleme in einem öffentlichen Brief benannt.

Auch die Oasis Management Company ist bereits in der Spielebranche bekannt, wie Branchenberater Dr. Serkan Toto bei Twitter erinnert. 2014 übernahm man Beteiligungen an Nintendo und drängte Satoru Iwata in einem ebenfalls offenen Brief dazu, Mobile-Games zu entwickeln.

Die Investoren führten aus, was Nintendo von Facebook und Netflix lernen könnte und träumten etwas wirr von Profiten mit Mikrotransaktionen, die man auch verbildlichte: „Denken Sie nur daran, wie man 99 Cent nur damit verdienen könnte, dass Mario etwas höher springt.“ Der offene Brief ist immer noch online. Gleichwohl: 2016 veröffentlichte Nintendo mit Miitomo das erste Mobile-Game.

Bildmaterial: Elden Ring, Bandai Namco, FromSoftware

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