Das neue „3.0-Update“ für Animal Crossing: New Horizons ist ab sofort verfügbar – und viele Fans nutzen genau jetzt die Gelegenheit, mal wieder auf ihrer alten Insel vorbeizuschauen oder sogar ganz frisch zu starten.
Doch während überall gemütlich Unkraut gezupft und Häuser neu dekoriert werden, hat Nintendo im Hintergrund offenbar auch aufgeräumt – und dabei eine ziemlich berüchtigte Insel aus dem Verkehr gezogen.
Fünf Jahre lang „unter dem Radar“
Wie ein Content Creator unter dem Namen „churip_ccc“ auf Twitter berichtet, hat Nintendo die sogenannte „Adult Island“ gebannt, die sich über Jahre einen gewissen Kultstatus aufgebaut hatte. Die Insel existierte laut Bericht bereits seit rund fünf Jahren und war in Japan ein kurioses „Touristenziel“ innerhalb der Traumadressen – gerade weil sie das eigentlich harmlose „Animal Crossing“-Feeling komplett auf den Kopf gedreht hat.
Jetzt ist die mühsam aufgebaute Insel also Geschichte. Besonders bemerkenswert: Der Ersteller reagierte nicht wütend, sondern fast schon dankbar – und schrieb nach der Löschung der Traumadresse:
„Tatsächlich wurde nur einen Tag vor dem Update die Traumadresse für ‚Adult Island‘ von Nintendo gelöscht. Ich entschuldige mich von ganzem Herzen bei Nintendo. Oder besser gesagt, ich danke Ihnen, dass Sie mehr als fünf Jahre lang ein Auge zugedrückt haben. An alle, die die Insel besucht haben, und an alle Streamer, die sie in ihren Videos vorgestellt haben: Vielen Dank.“
Was die Insel zu bieten hat …
Auf der inzwischen gebannten „Adult Island“ fand man eine bewusst überspitzte, eindeutig nicht jugendfreie Parodie auf japanische Nachtkultur. Gleich nach der Ankunft begrüßte Besucher ein sogenanntes muryou annaijo („kostenloses Informationszentrum“) – angelehnt an reale Anlaufstellen für Rotlicht- und Vergnügungsviertel.
Über die Insel verteilt gab es ein Edo-zeitliches Rotlichtviertel, Love Hotels, dubiose Ausstellungen, Pachinko-Hallen, Raucherzonen, „Kräuter“-Verkaufsstände und Saunen für Erwachsene. Auch die Häuser der Bewohner waren detailreich inszeniert und spielten mit zweideutigen Anspielungen, während Müll, verlassene Gebäude und heruntergekommene Ecken zum „Charme“ beitragen.
Die Insel selbst ist zwar nicht mehr offiziell besuchbar, aber komplett verschwunden ist sie nicht: In zahlreichen japanischen YouTube-Videos und Livestreams lebt sie weiter – dokumentiert als eines der kuriosesten Beispiele dafür, was passiert, wenn ein Spiel zu viel kreative Freiheit lässt.
Ob Nintendo im Rahmen des Updates jetzt generell strenger durchgreift oder ob das schlicht ein längst überfälliger Schritt war, bleibt offen. Eine ganz ähnliche Richtung schlug kürzlich auch der berüchtigte „Kawasaki-Bikini“ ein. Hier ist unser Artikel dazu.
via Automaton Media, Bildmaterial: Animal Crossing: New Horizons, Nintendo, Youtube „GAME SHOW“

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