92 Punkte bei 145 Presse-Kritiken und 8,9 von 10 Punkte, basierend auf rund 6.400 Rezensionen von SpielerInnen auf Metacritic sprechen ein eindeutiges Fazit: Final Fantasy VII Rebirth kam rundum sehr gut an. An einem Aspekt stoßen sich aber sowohl Gegner als auch viele Fans des Spiels: Die schiere Anzahl an Minispielen.
Einige – wie Queen’s Blood und Fort Condor – sind zwar recht beliebt. Der Tenor scheint aber, dass die regelmäßigen Minispiel-Einlagen den Spielfluss stören. Bereits in der Vergangenheit äußerte sich Director Naoki Hamaguchi zu dem Thema. Im Gespräch mit Gamer Braves widmete er sich ihm nun erneut.
Hamaguchi entgegnet, dass Minispiele kein „einzigartiges Problem“ für Final Fantasy VII Rebirth seien und dass viele andere Spiele ebenfalls Minispiele und Nebenmissionen enthielten. Der Director erklärt, dass das bloße Durchspielen der Hauptgeschichte zu einem „immer gleichen Tempo“ führe und die SpielerInnen langweilen könnte.
Vor diesem Hintergrund wollte das „Rebirth“-Team ein „frisches Spielgefühl“ und einen „guten Rhythmus“ bewahren. Deshalb gibt es so viele verschiedene Minispiele, die die Hauptgeschichte auflockern. Hamaguchi merkt an, dass es ein „kalkulierter Schachzug“ des Teams sei, diese Minispiele so einzustreuen, dass die SpielerInnen selbst entscheiden können, ob sie sie wahrnehmen oder nicht.
Die Vielfalt ist jedoch nicht der einzige Grund für die vielen Minispiele in „Rebirth“. Hamaguchi weist auch darauf hin, dass das ursprüngliche Final Fantasy VII ebenfalls viele Minispiele enthielt und dafür berühmt war. Das veranlasste das Team, den gleichen „Spirit“ des Originalspiels beizubehalten. Ob das auch viele Spiele für das Finale der groß angelegten Remake-Trilogie bedeutet? Das bleibt abzuwarten.
via The Gamer, Bildmaterial: Final Fantasy VII Rebirth, Square Enix

Wenn man nach so langer Zeit noch immer etwas rechtfertigen muss, ist es definitiv ein Eingeständnis.
Die schiere Anzahl ist verrückt und einfach nur cringe.
Beim Original hast du die Minispiele und Sidequests beim Erkunden der Welt entdecken müssen. Das steht im totalen Gegensatz zum Remake. Im Remake erkundest du die Welt indem du die Liste an Aufgaben abarbeitest, die dir so ein nerviger Idiot permanent in die Eier tritt, wenn du sie nich abarbeitest. Freie Erkundung nicht vorhanden. Du kannst in Rebirth NICHTS entdecken, was nicht auf der To-Do Liste steht.
Das ist immer noch einer der Hauptgründe, wieso ich es bis heute nicht gespielt habe. Und ich weiß auch nicht, was man sich dabei gedacht hat. Ich sehe da keine richtige Balance sondern nur Anarchie.
Die Aussage von Hamaguchi ist also entweder Ignoranz und man steht weiter dazu oder, wie in seiner letzten Aussage, man findet für Teil 3 eine bessere Balance, die es hier eben nicht gibt. Jedes neue Minispiel muss man ja gefühlt dann auch einmal spielen, zu jedem Minispiel dann ein neues Tutorial. Einen Vorgeschmack gab es darauf erstmals bei dem Yuffie DLC.
Dass man sich hier vermutlich an der Like a Dragon Reihe orientiert hat, ist wohl unverkennbar. Und selbst die machen das auch nicht mehr richtig gut. Erst letztens in nem Video auf YouTube vernommen, wie der Ersteller sich darüber aufgeregt hat, dass er gefühlt einige Stunden dieses "Island-Resort-Manager Building-Side-Game" spielen musste, weil die Einführung zu dieser Nebenaktivität so lang gedauert hat und man es storyrelevant halt einmal kurz spielen muss. Like a Dragon kann sich damit zumindest noch mit rühmen, dass das immer die Essenz der Reihe war mit den Nebenaktivitäten.
Sowas erwartet man aber nicht unbedingt von Final Fantasy, auch, wenn es da immer 1-2 prägnante Minispiele gab. Das wurde dann jedes mal in Mini-Tutorials abgearbeitet und damit hatte es sich. Ich kann mit Triple Triad nichts anfangen. Ich hasse Blitz Ball. Glücklicherweise nerven mich die Spiele damit nicht all zu lang. Aber jeder, der darauf Bock hat, kann es halt optional in FF8 respektive FF10 zocken, wann immer er möchte.
Dann aber nun wirklich zu sagen, dass andere Spiele das halt auch machen klingt einfach sehr fragwürdig. Und zeigt ja auch wieder ein Problem auf, wie häufig Final Fantasy eben Trends hinterherläuft.
Und damit möchte ich wirklich keinem zu nahe treten, der diese Minispiele gerne spielt. Wie erwähnt, wer da Bock drauf hat, wird das Angebot auch schon wahrnehmen. Aber man sollten den Leuten diesen Extra-Content nicht aufzwingen, schon gar nicht bei einem Spiel, was sowieso schon sehr lang ist.
Also rein von der Aussage her, scheinen sie nicht viel dazugelernt zu haben. Aber das Ergebnis wird man dann wohl erst in Teil 3 beurteilen können.