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„Clair Obscur“-Macher über den Druck beim nächsten Spiel und über Fan-Erwartungen

Clair Obscur: Expedition 33 avancierte zu einem der prägendsten Spiele des letzten Jahres. Das resultierte zum Jahresende gar in zahlreichen Auszeichnungen bei The Game Awards. Kürzlich bestätigte Entwickler Sandfall Interactive, dass die Vorarbeiten am nächsten Projekt begonnen haben. Und mit diesem wolle man nicht möglichen Erwartungen der Fans hinterherjagen.

In einem neuen Interview mit Edge (aus dem GameRant zitiert) räumte Sandfall-Mitbegründer und COO François Meurisse ein, dass das französische Studio nach dem immensen Erfolg von Clair Obscur: Expedition 33 „etwas unter Druck“ stehe.

Er bezeichnete dies jedoch als „halb so wild“ und betonte, dass das Team entschlossen sei, den bisherigen Weg weiterzugehen und sich Zeit zu nehmen, um Ideen zu entwickeln, die sie begeistern. Lead-Writer Jennifer Svedberg-Yen stimmte dem zu und sagte, Sandfall werde sich weiterhin von „unserem eigenen Geschmack“ leiten lassen, den sie symbolisch als „Nordstern“ des Entwicklers bezeichnete.

Svedberg-Yen deutete weiter an, dass es ihr nicht immer leichtfalle, ihren eigenen Rat zu befolgen, da Sandfall nun Millionen von Fans habe und daher hohen Erwartungen ausgesetzt sei. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass sie die Risiken von Kompromissen bei der kreativen Ausrichtung verstehe.

Sie habe schon zu viele Bücher, Fernsehsendungen und andere Medien gesehen, die ihre Identität verloren hätten, weil sie versucht hätten, es allen recht zu machen. „Wir müssen auf unsere Intuition vertrauen und weiterhin an der Vision des Studios festhalten“, schloss Svedberg-Yen.

Meurisse sieht eine stärkere Ausgangsbasis und ein erfahreneres und selbstbewussteres Team am Startpunkt des neuen Projekts. Man wolle sich erneut einem „künstlerischen“ Spiel widmen. Wir dürfen gespannt sein, wie dieses dann aussieht.

via GameRant, Bildmaterial: Clair Obscur: Expedition 33, Bandai Namco, Kepler Interactive, Sandfall Interactive

9 Kommentare

  1. Die Herangehensweise von Sandfall an das nächste Projekt scheint zumindest schon mal eine sehr reflektierte zu sein. Ich meine, es schon mal erwähnt zu haben, wiederhole mich an dieser Stelle aber gerne: Sandfall sollte nach dem Erfolg des Erstlings auf keinen Fall versuchen, das (mehr oder weniger) Gleiche noch einmal zu machen. Je eigenständiger das nächste Spiel ist, desto hinkender werden Vergleiche mit E33.

  2. Sandfall sollte nach dem Erfolg des Erstlings auf keinen Fall versuchen, das (mehr oder weniger) Gleiche noch einmal zu machen. Je eigenständiger das nächste Spiel ist, desto hinkender werden Vergleiche mit E33.


    Wenn der Leitgedanke wäre, anders zu sein, um Vergleiche zu vermeiden, würde man aber ebenfalls genau das tun, was sie versuchen zu vermeiden. Nämlich einem vermeintlichen Druck nachgeben.

    Im Endeffekt ist Expedition 33 so ziemlich das was hier schon beschreiben. Sie haben es schließlich aus der Freiheit getan, dass tun zu können, was sie cool finden. Allzugroße Unterschiede erwarte ich daher eher nicht. Eher andere Ansätze in bestimmten Bereichen, die es von Expedition 33 klar unterscheiden. Zum Beispiel ein Spiel, dass durchgehend fixe Kameraperspektiven hat. Da man das ursprügnlich auch bei Expedition 33 machen wollte.

  3. Das nächste Spiel ist wesentlich wichtiger und entscheidet mitunter darüber, ob das Studio eine Zukunft hat oder nicht.

    Mein Geld kriegen die aber sowieso nicht, nachdem man bei Clair Obscure ja einer gewissen Spielergruppe einen metaphorischen Schlag ins Gesicht verpasst hat

    wie ne gebrochene Schallplatte..wie oft willst du dem Entwickler jetzt eigentlich noch vorwerfen das Spiel berücksichtige nicht alle Leute, weil du zu unfähig bist/warst, absolut allen Angriffen jederzeit perfekt ausweichen zu können??

  4. Nur weil etwas nicht für alle Menschen machbar ist, heißt es nicht, dass es absichtlich Menschen ausschließt. Ich war noch nie im Weltall und werde dort nie hinkommen, aber deswegen schließt mich die NASA jetzt nicht aktiv aus.

    Schade, dass du es nicht genießen kannst, aber dann gleich Böses unterstellen ist typisch "social media"-Generation, die hinter jedem und allen was ihnen nicht passt, eine böse Absicht sieht.

    Wenn du dich durch meine Worte nicht angesprochen fühlst: ich hab dich vermutlich "absichtlich" ausgeschlossen.

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