Mit Final Fantasy VII Remake Intergrade erscheint heute ein weiteres großes AAA-Spiel eines Third-Party-Herstellers für Nintendo Switch 2. Schon die Demo machte einen technisch sehr guten Eindruck und beeindruckte viele SpielerInnen, da sie in den meisten Situationen nur in Details von der PS5-Versionen zu unterscheiden war.
Nun hat Digital Foundry eine vollständige technische Analyse zur finalen Version des Spiels veröffentlicht. Das Ergebnis: Square Enix hat mit der „Switch 2“-Version mehr als solide Arbeit gemacht. Auch die Vollversion ist phasenweise sehr nah an der PS5-Version des Spiels, während sich andere Aspekte eher an der PS4-Umsetzung orientieren.
Im Kern die PS5-Version
Das wichtigste zuerst: Die Beleuchtung des Spiels ist aus der PS5- und PC-Version übernommen, die dem Beleuchtungssystem auf den alten Konsolen deutlich überlegen ist. Die atmosphärische, volumetrische Beleuchtung ist weiterhin vorhanden, aber nur in einer niedrigeren Qualitätsstufe.
Dazu kommt, dass viele Texturen im direkten Sichtfeld denen der PS5 entsprechen, was für überzeugende Objekte und Oberflächen sorgt. Die Framerate liegt im Gameplay bei stabilen 30 FPS mit 1080p im Docked-Modus, im Handheldmodus sind die 1080p das Ziel, in der Praxis liegt die dynamische Auflösung (DRS) aber meist bei 720p und wird mit DLSS hochskaliert – auch hier hat ein flüssiges Spielerlebnis Priorität. Auch die Ladezeiten dauern meist nur wenige Sekunden und sind nah an der PS5-Version.
Zugeständnisse an die schwächere Hardware
Trotzdem müssen aufgrund der schwächeren Hardware auch einige Kompromisse eingegangen werden. Zwar sind die oft hoch aufgelösten Texturen in Verbindung mit der modernen Beleuchtung beeindruckend für einen „Switch 2“-Titel, jedoch steckt der Teufel im Detail.
So werden gerade für Texturen, die nicht direkt ins Auge fallen, am Ende doch häufiger die schwächeren der PS4-Version verwendet. Die offenen Bereiche der Spielwelt wirken deshalb häufig verwaschener. Wie so häufig werden auch bei den Schatten und bei der Sichtweite Kompromisse eingegangen, denn diese ähneln der PS4-Version – mit sichtbarem Aufploppen (Pop-in) von Objekten und Charakteren.
Interessant: Square Enix nutzt eine Dithering-Technik, um Lichteffekte mit der geringeren Leistung der Nintendo Switch 2 überzeugend aufzulösen. In der Regel funktioniert das überzeugend, im Video werden jedoch auch Sequenzen gezeigt, in denen ein auffälliges, im Handheldmodus fast schon störendes Dithering-Muster mit größeren dunklen Punkten zu sehen ist.
Etwas schade ist auch, dass man die Zwischensequenzen auf PS5-Niveau halten möchte und dafür leichte Ruckler während der Sequenzen in Kauf nimmt. Insgesamt lässt sich aber sagen, dass auch die Vollversion von Final Fantasy VII: Remake Intergrade auf der Switch 2 den guten Ersteindruck der Demo fortführt und die Schwächen oft nur im Detail zu finden sind.
Von Umsetzungen in dieser Qualität möchten wir jedenfalls gerne mehr sehen. Oder wie seht ihr das? Heute erscheint Final Fantasy VII Remake Intergrade für Xbox-Konsolen und Nintendo Switch 2. Für Switch 2 gibt es eine Handelsversion, die ihr bei Amazon* bestellen könnt.
Das neue „DF“-Video:
via Nintendo Everything, Digital Foundry (2), Bildmaterial: Final Fantasy VII Remake, © 1997, 2020 SQUARE ENIX CO., LTD. All Rights Reserved. CHARACTER DESIGN: TETSUYA NOMURA / ROBERTO FERRARI. LOGO ILLUSTRATION: ©1997 YOSHITAKA AMANO

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