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Angespielt! Code Vein II ist ein vielversprechender Action-RPG-Start ins neue Jahr

Der gemeine Wiedergänger hat im digitalen Spiel selten viel zu lachen, meist bleiben für die Angehörigen dieser ganz speziellen Untoten-Fraktion nur die Rollen der Antagonisten; oft genug als simple Kleinvieh-Gegner, mit etwas Glück vielleicht auch mal als Boss.

Nun lachen die Wiedergänger in Bandai Namcos Code Vein zwar auch nicht allzu oft, dafür stehen die oft ätherisch-schönen Kreaturen hier ganz im Mittelpunkt des Geschehens und bekleiden trotz untoter Natur und ihrem Verlangen nach dem Blut ihrer Feinde tatsächlich mal die Heldenrolle.

Das hat im 2018 auf PS4, Xbox One und PCs erschienenen Code Vein so gut und so erfolgreich geklappt, dass Bandai Namco jetzt das Spielejahr 2026 mit dem Nachfolger des mittlerweile millionenfach verkauften ersten Code Vein beginnt. Wir konnten nun direkt in den Bandai-Namco-Büros in Frankfurt in eine fast fertige Version des knackigen Action-Rollenspiels reinspielen.

Die Anspielsession mit der PS5-Version von Code Vein II beginnt tatsächlich auch am Anfang des Spiels, mit dem Charaktereditor. Bereits hier hätten wir eine gute Stunde oder mehr zubringen können, ist der Editor doch fast schon unverschämt komplex, frei und offen; im Rahmen des in Code Vein II genutzten Anime-Stils habt ihr nahezu vollkommene Freiheit den Helden oder die Heldin eurer Wünsche zu erschaffen.

Ebendieser Held oder diese Heldin wird dann von einer jungen Frau wieder zurück ins Leben geholt: Die zierlich-fragil wirkende Dame heißt Lou MagMell und hat euch die Hälfte ihres Herzens gegeben, wie ihr unschwer durch die weit offene Stelle an ihrem Oberkörper erkennen könnt. Und das hat seinen Grund, denn ihr und Lou seid die einzige Hoffnung, die ohnehin schon gebeutelte Welt vor einer erneuten Katastrophe zu retten.

Das hängt mit Lous ganz spezieller Fähigkeit zusammen, ist sie doch die Einzige, die durch die Zeit reisen kann – und euch nimmt sie dabei mit. Denn wenn es euch gelingt, die Vergangenheit zu ändern, dann besteht auch wieder Hoffnung für die Zukunft – und dabei kommt es natürlich auch zu vielen großen, tragischen Situationen. Neue Freunde und mehr, Trennungen, furchtlose Krieger, die sich schrecklichen Schicksalen stellen, gefallene Helden … für ein knallschweres Actionspiel wird Code Vein II stellenweise doch ganz schön emotional!

Knackige Kämpfe und große Gefühle

Vor den großen Gefühlen erwarten euch aber erst einmal ein paar ziemlich knackige Kämpfe – und in die spielen wir uns nach ein wenig Story-Exposition erst einmal rein. Wie bereits der erste Teil folgt auch Code Vein II weitgehend den klassischen Souls-Mechaniken: Ihr habt eine Ausdauerleiste, kluges und planvolles Agieren ist sinnvoller als simples Draufhauen, selbst Kleinvieh-Gegner können unvorsichtige Helden vor Probleme stellen und wenn euch der Feind niederstreckt, dann verliert ihr eure aktuellen Ressourcen, dürft diese aber wieder aufsammeln, wenn ihr den Ort eures Ablebens im nächsten Anlauf wieder erreicht.

Gleichzeitig bringt Code Vein II aber auch ein paar sehr spannende eigene Elemente ins Spiel. Vor allem seid ihr die meiste Zeit nicht alleine unterwegs, meist kämpft ihr Seite an Seite mit einem der anderen Charaktere, und die können sich tatsächlich ziemlich gut gegen die aggressiven Feinde behaupten und ermöglichen so auch schön taktisches Vorgehen: Während eure Begleitung den Feind frontal angeht, könnt ihr ihm so fies, aber effektiv in den Rücken fallen.

Notorische Eigenbrötler kommen aber trotzdem auf ihre Kosten – auf Wunsch verbinden sich eure Begleiter mit euch und erhöhen so massiv eure Kampfwerte. Auch eure Fähigkeiten als Wiedergänger kommen gerne zum Einsatz: Entzieht dem Feind mit speziellen Angriffen seine Essenz und nutzt die gewonnene Macht für eure eigenen mächtigen Spezialangriffe, die ihr selbst ganz nach Wunsch zuvor ausrüstet.

Überhaupt wird Flexibilität großgeschrieben: Einhandschwerter, Großschwerter, Doppelklingen, Hellebarden, Hämmer, Bajonette und viele andere scharfkantige Argumentationsverstärker warten auf ihren Einsatz und jede Waffe spielt sich dabei natürlich anders: Doppelklingen sind flink, richten dabei aber eher überschaubaren Schaden an, während der Hammer zwar langsam, dafür aber umso saftiger trifft.

 

So ausgestattet kämpfen wir uns dann in einer späteren Sequenz des Spiels durch einen riesigen Pylon in der Vergangenheit bis tief unter den Meeresspiegel hinab. Mit dabei ist nun die kleine, aber doch ziemlich schlagkräftige Josée Anjou. Die wirkt nur auf den ersten Blick eher zierlich und scheint auch nicht unbedingt ein Fan von Hosen (was kein Feature ist, sondern Fashion) zu sein, schwingt sie doch ziemlich mühelos ein riesiges Großschwert und trägt dazu noch jede Menge emotionalen Ballast mit sich herum: Gemeinsam mit Josée versucht ihr nicht nur, die versunkene Stadt und ihre Bewohner zu retten, sondern auch die schwierige Beziehung zu Josées Schwester zu durchleuchten.

Dabei kämpft ihr gegen allerlei Gegner in allen Größen: Manche nehmt ihr sicher auf die Distanz aufs Korn, anderen kommt ihr nur im Nahkampf bei und wieder andere umgeht ihr vielleicht besser sogar zunächst mal komplett! Nicht möglich ist das freilich beim Boss, der uns am Ende des Pylonen erwartet: Nur wenn wir ihn besiegen, können wir die Stadt wieder mit trinkbarem Wasser versorgen und ihre Bewohner so vor einem grausamen Schicksal retten. Ist das gelungen, verabschieden wir uns schließlich von Josée und kehren in unsere Gegenwart zurück und … nun, was dann passiert, das wollen wir euch hier nicht vorwegnehmen; es wird auf jeden Fall dramatisch!

Drei Stunden sind viel zu schnell vorbei

So endet dann auch nach guten drei Stunden unsere Anspielzeit mit Code Vein II – und gerne würden wir noch weitermachen! Mehr über die Welt erfahren, noch ein paar andere Waffen austesten, mehr über Josée und andere mögliche Mitstreiter erfahren und auch noch ein paar Runden mit dem Motorrad drehen, mit dem wir in der Gegenwart weitere Strecken recht schnell und mühelos zurücklegen können.

Gleichzeitig ist aber natürlich auch klar, dass die gezeigte Version wohl noch nicht ganz fertig ist, gerade in Sachen Performance wirkt die gezeigte Version von Code Vein II noch nicht ganz rund – aber da sind wir erst einmal guter Dinge, dass die kleinen Bildraten-Stotterer bis zur fertigen Version, die am 30. Januar 2026 in die Läden kommen soll, konsequent ausgemerzt werden. Denn alles andere machte einen tollen Eindruck.

Ein vielversprechender Start ins Jahr

Der großartige Charaktereditor, die interessanten Figuren, die drückende Stimmung und natürlich auch das wunderbar wuchtige Spielgefühl versprechen einen tollen Action-RPG-Start ins noch junge Jahr 2026. Code Vein II macht bereits jetzt dank gehörig viel Umfang und einem gut fordernden, dabei aber nicht übertrieben wirkenden Schwierigkeitsgrad und toller Präsentation einen sehr vielversprechenden Eindruck – und mehr erfahrt ihr dann, wenn das fertige Spiel hoffentlich sehr bald zum Test aufschlägt!

Bildmaterial: Code Vein II, Bandai Namco

10 Kommentare

  1. Jetzt hier in dem Artikel zu Code Vein II laß es sich so das deine "Crew" eben nicht alle zusammen Hocken sonder warten jeder für sich allein in Ihrer Zeit wo man sie zurückgelassen hat bis der Spieler auf magischer Weise wieder aufploppt.

    Soweit ich das bei einigen Previews verstanden hab reist man zwar in die Vergangenheit und muss dort den Müll wegräumen den die Charaktäre dort fabriziert haben aber ihre Zukünftigen bzw für uns Gegenwarts Selfs bleiben trotzdem erhalten. Also könnte es durchaus sein das wir die Gegenwarts Charaktäre trotzdem irgendwo in unserer Base antreffen.

    Würde mich auch wundern wenn das die ganze Prämisse vom Game wird das man immer nur in die Vergangenheit reist. Vielleicht spürt man durch die Veränderung der Vergangenheit dann die Auswirkungen auf die Gegenwart und schaltet so neue Dungeons oder so in der Gegenwart ab.....zumindest hoffe ich das ansonsten wäre es echt ne verpasste Gelegenheit. ^^

  2. Gott ich bin so hyped auf das Game. Leider ist es immernoch kriminell das man nichts aus der Idee vom 1. Teil gemacht hat und das Code Vein Universum ganz mit dem God Eater Universum verknüpft....über nen God Eater 4 muss ich Bamco wohl gar nicht erst fragen ;(

    Fühl ich Code Vein ist für mich eher Dark Souls im Anime-Style, während God Eater gameplaymäßig ein komplett anderes Biest ist.

    Hätte Bandai Code Vein- und God-Eater-Universum viel stärker verknüpfen können. Das Potenzial war riesig. Vielleicht greift Code Vein II das ja nochmal auf das würde beiden Fanlagern gut tun.

  3. Nach dem Negativ-Erlebnis von God Eater 3 das technisch definitiv nen Rückschritt war zum wesentlich besseren God Eater 2, glaub ich kaum noch das wir sobald überhaupt nen God Eater 4 zu sehen kriegen.. zumindest nicht denke ich solang erstmal Code Vein II kein Erfolg wird... denn ich denke die große Vershmelzugn eines Code Vein und God Eaters, was man ja schon in Code Vein 1 am Ende angdeutet hat, würde sich denke ich besser eignen für ein Spin Off-Prequel-Spiel, das zeitlich von Code Vein angesetzt ist und als Spion Off sich besser eignen täte die Stories aus den beiden verschiedenen Spielen miteinander zu verknüpfen, außer bloß die Tatsache, das beide Spiele in der gleichen Welt spielen und die gleichen Monster aus GE in Code Vein dargestellt wurden, aber letztendlich im Spiel gar nicht vorkamen , weil die Viecher alle in das Gameplay von Code Vein gepasst hätten, von der Größe her udn weil die Kampfsystem beider Spiele nun mal grundverschieden sind und alle GE Monster auf actionorientierten Gruppen-Echtzeitkampf ausgelegt sind, während man mit Code Vein ja eben Solo Soulslike-Gameplay mit KI-Supporter hatte.

    Wünschen täte ich mir ein God Eater 4 auf jeden Fall, würde die IP nur mal richtiges Budget erhalten, hätte die IP auf jeden Fal das Potential, wenn richtig gemacht mal mit IPs wie Monster Hunter locker gleichziehen zu können, leider bekam die IP bisher nicht den Support, den es dafür gebraucht hätte.

  4. Ich mag das erste Code Vein wirklich, hier sah es zuminest in Trailern und allem so aus, als wolle man sich an einer Open World versuchen, was ich echt nicht hoffe. Die mochte ich schon in Elden Ring nicht und ich kann mir nicht vorstellen, dass ausgerechnet Code Vein die Formel besser hinkriegt. Ich hoffe, ich vertue mich und es sind einfach nur etwas größere Areale, ohne, dass sie Open World sind.

    Die Verbindung zu God Eater brauch ich persönlich nicht. Klar, kann verstehen, dass gerade Fans von God Eater das super finden, aber der Gameplayloop von God Eater könnte mir nicht gleichgültiger sein, also find ich es eigentlich sogar ganz gut, wenn das Spiel nichts mit der Lore eines anderen Franchises zu tun hat, mit dem ich mich nicht tiefergehend beschäftigen möchte.
    Je mehr das Spiel auf eigenen Beinen steht, desto besser.

    Übrigens bin ich mir ziemlich sicher, dass Lou von Erica Lindbeck gesprochen wird. Heißt, jedes Mal, wenn die gute Dame spricht, werde ich direkt an eine andere Person denken müssen...

    tenor.gif
  5. Wie schon der erste Teil ein Spiel, das ich gerne spielen würde (Atmosphäre/Design), das aber durch den unsinnig hohen Schwierigkeitsgrad nicht in Frage kommt.

    Man fragt sich ernsthaft, warum es nur interessante Spiele mit lächerlich hoher Schwierigkeit oder solche mit "normaler" Schwierigkeit, die dann sowas von einfallslos sind.

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