Netflix hat eine Vereinbarung mit Warner Bros. Discovery zum Kauf des Film- und Medien-Giganten getroffen. In der Pressemeldung geht es zwar nicht um Games, aber wenn der Deal durchgeht und abgeschlossen ist, gehören Netflix somit bestätigterweise auch Rocksteady (Batman: Arkham) und Avalanche (Hogwarts Legacy) sowie NetherRealm Studios (Mortal Kombat) und das LEGO-Spielestudio TT Games.
Mit anderen Worten: ein Riesending, nicht nur in der Streaming- und Filmwelt. Was das für die Studios angesichts des doch relativ stiefmütterlich behandelten Gaming-Geschäfts von Netflix bedeutet, steht in den Sternen.
Die Spiele-Anstrengungen von Netflix waren im Vergleich zum großen Streaming-Geschäft gemächlich. Langsam, aber stetig ging es nach vorn, zuletzt hatte Netflix Games auch eigene Spiele-Studios geschlossen.
Die Vereinbarung sieht einen Kaufpreis von 82,7 Milliarden US-Dollar vor. Neben den Spielestudios würde sich Netflix auch Marken wie Harry Potter, Game of Thrones und DC Universe einverleiben. Die US-Kartellbehörde hat allerdings auch noch ein Wörtchen mitzureden.
Ansonsten gibt es in der Pressemeldung, Überaschung: viel PR. Zwei „wegweisende Unterhaltungsunternehmen“ würden zusammenfinden und „Innovation, globale Reichweite und erstklassigen Streaming-Service“ (von Netflix) mit „jahrhundertelanger Tradition im Bereich des Weltklasse-Storytellings“ (von Warner Bros.) kombinieren. Hier könnt ihr euch den Spaß zu Gemüte führen.
via VGC, PM, Bildmaterial: Netflix

Habe mich mal etwas eingelesen und so wie es aussieht, ist die Regierung eher dagegen als dafür und dieses Verfahren kommt jetzt erst noch. Kann also durchaus sein, dass nächstes Jahr da einfach "nein" gesagt wird und stattdessen landet WB dann bei Paramount.
Möglich ist es. Aber dann halt nur weil Donald Trump seine persönliche Handpuppe an der Spitze von Paramount zu sitzen hat. Gemeinsam mit Paramount hätte man ja bereits angekündigt Inhalte zu schaffen, welche altbackene, man könnte auch sagen toxische, Männlichkeit in Filmen wieder einkehren zu lassen. James Gunn hatte ja auch schon angekündigt unter der Führung von Paramount wohl keine DC Filme mehr machen zu wollen. Der Präsident strebt nach medialer Kontrolle, Paramount ist aktuell eines seiner Werkzeuge.
Die Ganze zieht ja mit Warner sehr große Kreise, auch Nachrichtensender gehören zum Konzern. David Ellison hatte bereits angekündigt, dass unter seiner Führung die Nachrichten Portale komplett auf rechts gedreht werden sollen.
Ich sehe hinter all dem derzeit nicht, wie sich Kreative unter einer solchen Führung ungestört arbeiten können. Netflix ist für seine Einmischungen auch bekannt, die lassen sehr aber auch einfach laufen (auch nicht immer geil). Grundsätzlich sehe ich in Netflix das kleinere Übel. Klar, am besten wäre es Warner könnte auf eigenen Füßen stehen. An dem ganzen Schlamassel ist der Konzern aber selbst schuld.
Beides ist ein Übel. Warner Bros. ist riesig und wenn Riesen, Riesen schlucken wird das kritisch, vor allem in einer Zeit wo schon soviel zusammengeflossen ist. Ja Donald Trump hat bei Paramount jemanden an der Spitze der auf seiner Linie ist aber ich muss sagen, Ellison ist halt auch jemand der als Produzent an einigen beteiligt war was sehr angesehen ist. True Grit, Annihilation, Life, The Old Guard, mehrere Mission Impossibles, für mich persönlich auch The Gorge. Das sind nicht "seine Filme" aber die Beteiligung hat zumindest nicht geschadet. Altbackenes ist vielleicht das, was das Publikum eher interessiert als das was bei Paramount bspw. mit Star Trek über die Jahre probiert wurde und mittlerweile in einem Sektion 31 geendet ist. Eine Abkehr vom Millenial Writing ist also vielleicht genau das was Paramount braucht.
Mit der kreativen Schöpferkraft ist es allgemein nicht all zu weit her bei den Mega Corporations. Oder anders gesagt, politisch gefärbt ist es bei vielen Studios und Unternehmen. Du erwähnst es ja mit Netflix auch. Denken wir doch nur an The Witcher und wie sich das entwickelt hat. Mir fällt es schwer hier ein übel irgendwie anders zu gewichten als das andere. Ich hätte nur ein Gefühl, dass es bei einem Streamingdienst wie Netflix schlechter wäre, des Streamingaspekts wegen. Netflixproduktionen sehen fast allesamt katastrophal aus. Allein wenn ich Stranger Things ansehe, all das Budget und die Zeit und es ist visuell eine Katastrophe. Zugegeben, es ist anderswo nicht viel besser, es hat sich hier seit 15 Jahren etwa allgemein ein Problem entwickelt, was jetzt auch zunehmend mehr thematisiert wird. Aber ganz WB unter Netflix zu haben mit der Gefahr, das alles von denen in Zukunft Netflix Look hat ist vielleicht eine übertriebene, irrationale Vorstellung aber sie ist im Hinterkopf.
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Tja das war dann wohl nichts für Netflix. Keine Ahnung aber wo das alles hinlaufen soll. Beide Firmen haben massiv Schulden und ich sehe da keine Möglichkeit die zurückzuzahlen.