Der japanische Mobile-Game-Entwickler KLab ist gerade mitten in der Entwicklung von Dragon Quest Smash/Grow und versucht parallel, neue Projekte an Land zu ziehen. Doch das Studio hinter bekannten Titeln wie Bleach Brave Souls und Captain Tsubasa: Dream Team hatte größere finanzielle Schwierigkeiten, wie CEO Tetsuya Sanada bekannt gab.
Trotz des anhaltenden Erfolgs von Bleach Brave Souls hat KLab in den letzten Jahren eine Verschlechterung der Geschäftszahlen erlebt. Hauptfaktoren dafür waren die Einstellung von Love Live! School Idol Festival und die Verzögerung von EA Sports FC Tactical.
Das Unternehmen musste neben dem Verkauf von Bürofläche auch beim Personal gesundschrumpfen, doch von 100 geplanten Stellen wurden nur 47 abgebaut – freiwillige Kündigungen, wie man betont.
Auch ein Investor aus VAE hilft
Durch eine Kapital- und Geschäftsallianz mit der Investmentfirma Ultimate Classic Investment aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) sowie dem japanischen IT- und Kreativdienstleister Sun Asterisk konnte man vorerst wieder die drohende Zahlungsunfähigkeit abwenden. Zudem werden neue Aktien sowie Aktienoptionen an diese beiden Unternehmen sowie an Sixth Sense Holdings und JT Financial ausgegeben. Durch diese Maßnahmen erwartet das Unternehmen, insgesamt 5.111.547.500 Yen (umgerechnet ca. 32,7 Mio. USD bzw. 28 Mio. Euro) zu beschaffen.
Davon soll etwa ein Fünftel in die Entwicklung und den Betrieb neuer, groß angelegter mobiler Online-Spiele investiert werden, etwa ein neues „My Hero Academia“-Spiel. Etwa 500 Millionen Yen werden zur finanziellen Absicherung in Bitcoin, Gold und ETFs investiert.
Durch die Investition wird KLab jedoch deutlich abhängiger von seinen Geldgebern. Ultimate Classic Investment hält nun 23,15 Prozent der Anteile und ist somit größter Anteilseigner. Im Rahmen der Partnerschaft plant KLab, Scheich Salem Khaled Humaid Mohamed Al Qasimi, ein Mitglied der Herrscherfamilie des Emirats Ras Al Khaimah (VAE), als Berater zu berufen.
„Ich fühle mich endlich von der überwältigenden Angst befreit. Diese Mischung aus Furcht und Erleichterung ist ein Gefühl, das nur Gründer kennen. Hoffentlich war es das letzte Mal […]“, kommentierte KLabs CEO Tetsuya Sanada auf Facebook.
Ob und wie sich die neuen Entwicklungen auf Dragon Quest Smash/Grow auswirken, ist nicht bekannt. Seit der Ankündigung im September blieb es ruhig um das Spiel. Inzwischen ist allerdings ein erster Closed-Beta-Test über die Bühne gegangen und Square Enix hat relativ unbeachtet auch das erste Fan-Feedback dazu geteilt.
via Automaton Media, Bildmaterial: Dragon Quest Smash/Grow, Square Enix

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