Mit Death Stranding 2: On the Beach soll noch in diesem Jahr die Fortsetzung zum gefeierten Debüt von Kojima Productions erscheinen. Ein Umstand, der nicht ohne Folgen ist: Wie Kojima nun via Twitter teilte, stecke man mitten in der weithin als „Crunch-Time“ bezeichneten Phase der Entwicklung.
Kojima postete zunächst eine einfache Nachricht, in der er schlicht schreibt, dass er „müde“ sei – gepaart mit einer nächtlichen Stadtansicht. Später ergänzte er seinen Post mit einem Nachtrag: „Die anspruchsvollste Phase der Spieleentwicklung – sowohl körperlich als auch geistig – wird gemeinhin als ‚Crunch-Time‘ bezeichnet. Neben dem Mischen und der Aufnahme japanischer Stimmen gibt es unvermeidlich einen Haufen anderer Aufgaben: Schreiben, Kommentare, Erklärungen, Essays, Interviews, Diskussionen und nicht spielbezogene Arbeit. Es ist unglaublich hart.“
Er hat sich mit 3 Spielen ja auch ziemlich vollgeladen, vor allem da er ja anscheinen bei wirklich allen seinen Finger drauf haben will. Ich kann das ja verstehen das man als Künstler diesen Anspruch haben will, aber ich denke sich komplett zu übernehmen ist da der falsche weg. Am Ende kann dies ja dazu führen das er es dann aus gesundheitlichen gründen dann doch kürzer seine Tätigkeit ausführen kann als er es eigentlich. Ich hoffe einfach das er immer noch genug ruhe bekommt und sich vielleicht in den nächsten Jahren nicht mehr ganz so übernimmt.
Hatte aus Versehen "Crunchyroll-Time" gelesen und gedacht der chilled.
„Ich möchte für den Rest meines Lebens weitermachen, aber sind es noch 10 Jahre? 20? Jeder Tag fühlt sich an, als würde ich gegen die Zeit antreten.“ Er zieht den Vergleich: „Sogar jetzt, mit 87, ist Ridley Scott noch aktiv. Und damals, als er über 60 war – also in meinem jetzigen Lebensabschnitt – schuf er das Meisterwerk Gladiator.“
Und Ridley Scott sollte das derzeit mahnende Beispiel sein, wann es besser ist, aufzuhören. Er ist als Filmemacher vielleicht so aktiv wie nie, aber das bedeutet ja nicht, dass das was positives ist. Entweder kommt da so ein beinahe Franchise-Killer wie Alien: Covenant bei raus, ein Rohrkrepierer wie Napoleon oder halt völlig belangloses Zeug wie House of Gucci. Von seinen neuen Filmen soll lediglich The Last Duell noch sehenswert sein. Und dann kam mit Gladiator 2 einfach der größte filmische Durchfall seit langem. Zugegeben, bei Scott ist es auch immer abhängig davon, mit wem er zusammenarbeitet, da er seine Filme nicht selbst schreibt oder sich halt Unterstützung ins Boot holt. Ist bei Kojima aber auch nicht anders. Zu MGS-Zeiten hatte er erst Tomokazu Fukushima an seiner Seite, später dann Shuyo Murata, wo man direkt auch einen Einschnitt beim Writing bemerkte.
Ich hoffe einfach, Kojima weiß, wann es Zeit ist, aufzuhören. Irgendwann musst du wie Tolkien oder GRRM auf schmerzhafte Art erfahren, dass du für die Sachen, die du gerade schreibst, bereits zu alt bist und auch gewisse Sachen nicht mehr fertig bekommst. Natürlich gibt es auch immer wieder Ausnahmen, die beweisen, dass auch jenseits der 80 noch was geht wie Hayao Miyazaki. In der Videospielbranche verbraucht man sich aufgrund der mittlerweile sehr langen Entwicklungszeiten einfach nochmal schneller.
Kojima Productions sitzt an 3 verschiedenen Projekten dran, denke, Kojima muss sich erstmal keine Gedanken um den Ruhestand machen.
Am Ende muss das die Person selber wissen. Wenn der olle Ridley Freude dran hat und er weiter geld zugesteckt bekommt - warum nicht?
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Er hat sich mit 3 Spielen ja auch ziemlich vollgeladen, vor allem da er ja anscheinen bei wirklich allen seinen Finger drauf haben will. Ich kann das ja verstehen das man als Künstler diesen Anspruch haben will, aber ich denke sich komplett zu übernehmen ist da der falsche weg. Am Ende kann dies ja dazu führen das er es dann aus gesundheitlichen gründen dann doch kürzer seine Tätigkeit ausführen kann als er es eigentlich. Ich hoffe einfach das er immer noch genug ruhe bekommt und sich vielleicht in den nächsten Jahren nicht mehr ganz so übernimmt.
Hatte aus Versehen "Crunchyroll-Time" gelesen und gedacht der chilled.
Und Ridley Scott sollte das derzeit mahnende Beispiel sein, wann es besser ist, aufzuhören. Er ist als Filmemacher vielleicht so aktiv wie nie, aber das bedeutet ja nicht, dass das was positives ist. Entweder kommt da so ein beinahe Franchise-Killer wie Alien: Covenant bei raus, ein Rohrkrepierer wie Napoleon oder halt völlig belangloses Zeug wie House of Gucci. Von seinen neuen Filmen soll lediglich The Last Duell noch sehenswert sein. Und dann kam mit Gladiator 2 einfach der größte filmische Durchfall seit langem. Zugegeben, bei Scott ist es auch immer abhängig davon, mit wem er zusammenarbeitet, da er seine Filme nicht selbst schreibt oder sich halt Unterstützung ins Boot holt. Ist bei Kojima aber auch nicht anders. Zu MGS-Zeiten hatte er erst Tomokazu Fukushima an seiner Seite, später dann Shuyo Murata, wo man direkt auch einen Einschnitt beim Writing bemerkte.
Ich hoffe einfach, Kojima weiß, wann es Zeit ist, aufzuhören. Irgendwann musst du wie Tolkien oder GRRM auf schmerzhafte Art erfahren, dass du für die Sachen, die du gerade schreibst, bereits zu alt bist und auch gewisse Sachen nicht mehr fertig bekommst. Natürlich gibt es auch immer wieder Ausnahmen, die beweisen, dass auch jenseits der 80 noch was geht wie Hayao Miyazaki. In der Videospielbranche verbraucht man sich aufgrund der mittlerweile sehr langen Entwicklungszeiten einfach nochmal schneller.
Kojima Productions sitzt an 3 verschiedenen Projekten dran, denke, Kojima muss sich erstmal keine Gedanken um den Ruhestand machen.
Am Ende muss das die Person selber wissen. Wenn der olle Ridley Freude dran hat und er weiter geld zugesteckt bekommt - warum nicht?