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Final Fantasy VII Remake: Dieser Abschnitt wurde aus dem Spiel gestrichen, erklärt Toriyama

Es ist so eine Sache mit Remakes. Manche Fans wollen ihr Lieblingsspiel inhaltlich so originalgetreu wie möglich erleben, nur technisch auf dem neuesten Stand. Andere wiederum begrüßen Änderungen und Neuerungen, nehmen vielleicht sogar Streichungen in Kauf. Für sie macht das erst ein richtiges Remake aus.

Ihr wisst spätestens seit der Ankündigung von Final Fantasy VII Rebirth, dass ihr euch in der Remake-Trilogie auf jeden Fall auf viele Änderungen gefasst machen könnt. Einige gab es aber auch schon in Final Fantasy VII Remake.

Die Rede ist vom Versteck von Avalanche. Der Zugang zum Versteck befindet sich in Tifas Bar zum Siebten Himmel und man erhält davon im Spielverlauf auch Kenntnis. Im Original wird man das Versteck auch betreten. Im Remake hingegen bittet Avalanche Cloud darum, oben in der Bar zu verweilen. Ihr nutzt die Wartezeit zum Dartspielen.

Das Versteck wurde gestrichen…

Dabei gab es im Keller des Siebten Himmels im Original durchaus relevante Inhalte. So erfuhr man von Jessie, sie müsse sich wohl verrechnet haben beim Bau ihrer Bombe. Es läuft eine Nachrichtensendung, in der man erfährt, dass Avalanche die Verantwortung für den Anschlag übernommen hat. Es hängen Pläne an der Wand, weitere liegen auf dem Tisch. Und Barret hämmert auf einen Sandsack ein.

In Final Fantasy VII Remake Revisited erklärt Motomu Toriyama erneut, warum wir diesen Raum im Remake nicht betreten. Dabei geht er über die Erklärungen hinaus, die er 2020 schon einmal der Famitsu erläutert hatte.

Einmal ist da natürlich die Distanz von Cloud zur Gruppe. „In Kapitel 3 ist Cloud distanzierter gegenüber den Mitgliedern von Avalanche, als er das im ursprünglichen Spiel war, weshalb wir ihm den Zugang zum unterirdischen Unterschlupf verwehrten. Durch Gruppentreffen, zu denen nur volle Avalanche-Mitglieder eingeladen sind, und den Ausschluss von Cloud von den Feierlichkeiten anlässlich der erfolgreichen Bombenmission etc. ließ sich die Einsamkeit seiner Lage wiedergeben“, erklärt Toriyama.

…und ein ganzer Abschnitt noch dazu

Aber da ist noch mehr, wie er jetzt erstmals ausführt. „Allerdings gibt es hierzu noch mehr zu erzählen. Während der Entwicklung machten wir Planungen für einen Abschnitt zwischen Kapitel 8 und Kapitel 9, wo die von den SpielerInnen gesteuerte Tifa die Ereignisse hätte erleben sollen, die zu ihrer Infiltration des Gemahlinnen-Castings von Don Corneo führten. In diesem Abschnitt hätte auch das Innere der Avalanche-Basis eine Rolle gespielt“, so Toriyama.

Dazu kam es jedoch nicht. „Wir entwickelten das bis zu einem Punkt, an dem der Abschnitt mit den anderen Teilen verbunden wurde und spielbar war. Aber wir hatten Bedenken, dass ein von der Story getrenntes Zwischenspiel, nachdem Cloud von Reaktor 5 stürzt und mit Aerith in der Kirche wiedervereint wird, das Tempo des Storytellings untergraben würde“, sagt Toriyama.

„Und so beschlossen wir letztlich, diesen Teil zu streichen. Ich finde, es wäre großartig, Tifas Seite der Geschichte zu zeigen, falls wir irgendwann mal die Möglichkeit dazu bekommen“, bedauert Motomu Toriyama.

Da ist uns also noch einiges entgangen. Und da gibt es sogar noch mehr. Wie wir im Final Fantasy VII Remake Material Ultimania* erfahren, sollte Rache-Engel Mireille eigentlich in den Slums ein eigenes Gebäude erhalten.

Bildmaterial: Final Fantasy VII Remake, © 1997, 2020 SQUARE ENIX CO., LTD. All Rights Reserved. CHARACTER DESIGN: TETSUYA NOMURA / ROBERTO FERRARI. LOGO ILLUSTRATION: ©1997 YOSHITAKA AMANO

11 Kommentare

  1. ArthurDaniel schrieb:

    @ElPsy

    Man muss aber nicht jede kreative Entscheidung gut finden.
    Habe ich ja auch nicht gemeint. Ich wollt nur sagen das sowas das normalste der Welt in einer Entwicklung ist. Ob man die jetzt gut findet oder nicht bleibt jeden selbst überlassen. Meistens reden halt die Entwickler nicht davon weswegen wir halt kaum was davon mitbekommen was alles immer in der Entwicklung verworfen wird.
  2. Brandybuck schrieb:

    Wir wissen spätestens seit der Ankündigung von Final Fantasy VII Rebirth, dass ihr euch in der Remake-Trilogie auf jeden Fall auf viele Änderungen gefasst machen könnt.
    Also Ich "weiß" davon noch nichts. Man Kann das so interpretieren...tu Ich aber nicht.

    Brandybuck schrieb:

    „Und so beschlossen wir letztlich, diesen Teil zu streichen. Ich finde, es wäre großartig, Tifas Seite der Geschichte zu zeigen, falls wir irgendwann mal die Möglichkeit dazu bekommen“, bedauert Motomu Toriyama.
    Weshalb wird wohl sowas öffentlich gemacht ?(
    Klar...um die Interessierte Öffentlichkeit an Entwicklungsprozessen teilhaben zu lassen. :whistling:
    Aber Ich denk mir auch...Auch Extra Dazu, um Interesse an solchen gestrichenen / geänderten Dingen zu entflammen, damit man früher oder später mit etwaigen DLCs / Re-Releases / in weiteren 20 Jahren einem Erneuten Remake-Projekt daherkommen kann. :thumbsup:
    Klingt vll. bissl aggro von mir, ist aber nicht so gemeint...aber seh ich nunmal so. :whistling:
  3. Ich finde das mehr als schade, genau solche Dinge bringen kleine unerwartete Szenen ins Geschehen mit denen man so vielleicht nicht rechnet und da Tifa für mich der interessanteste und wichtigste Charakter ist und ich auch so das Gefühl hatte das sie etwas knapper rüber kam als die anderen (zusätzlich im Vergleich das sie Cloud schon lange kennt etc.), finde ich das mit dem neuen Wissen sogar etwas ätzend das es nicht im Spiel war

    Stattdessen kann man mehr über sie und Aerith in dem Buch lesen, aber spielerisch wird weggecuttet?... Meh...
    Ich hätte es gerne drin gehabt, bin da jetzt doch sogar recht enttäuscht von, aber da ich kein FF Core Fan bin könnt ihr mein Gejammer gerne überspringen
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