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Im Test! The Legend of Zelda: Skyward Sword HD

TitelThe Legend of Zelda: Skyward Sword HD
Japan16. Juli 2021
Nintendo
Nordamerika16. Juli 2021
Nintendo of America
Europa16. Juli 2021
Nintendo of Europe
SystemNintendo Switch
Getestet fürNintendo Switch
EntwicklerTantalus Media
GenresAction-Adventure
Texte
Deutschland Nordamerika Japan
VertonungDeutschland Nordamerika Japan

Die „The Legend of Zelda“-Reihe begeistert Videospiel-Fans bereits seit über 35 Jahren. Mit The Legend of Zelda erschien bereits im Jahre 1986 der erste Teil der berühmten und äußerst erfolgreichen Reihe rund um Prinzessin Zelda und den spitzohrigen Helden Link für Nintendo Entertainment System.

Mit The Legend of Zelda: Skyward Sword erschien im November des Jahres 2011 der bis dato bereits 16. Teil der Reihe für Nintendo Wii. Erstmals in der Geschichte der Zelda-Reihe sollte mit Skyward Sword eine neue Steuerungsmethode mit Hilfe der Wiimote-Steuerung eingeführt werden. Diese neue und doch andere Steuerungsart kam bei vielen Fans allerdings eher mittelmäßig an. Die Bewegungssteuerung sollte den Spieler noch tiefer in die Action und in die Welt von Zelda ziehen, bewirkte jedoch aufgrund technischer Limitierungen oft das Gegenteil.

Am 17. Februar 2021 wurde während einer Nintendo-Direct-Ausgabe dann das HD-Remaster des Wii-Klassikers für Nintendo Switch angekündigt. Neben überarbeiteter Grafik und Sound soll das Remaster außerdem auch eine angepasste und für Switch-Verhältnisse praktischere Steuerung bieten.

Das HD-Remaster von The Legend of Zelda: Skyward Sword erschien am 16. Juli 2021 endlich für Nintendos aktuelle Konsole. Ob der von vielen Fans zur damaligen Zeit eher mittelmäßig bewertete Titel seine Fehlerchen nun ausmerzen konnte oder nicht und ob sich ein Kauf des Remasters lohnt, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Review.

Das Erdland wird bedroht und nur Link kann es retten

Die Story von Skyward Sword spielt zu Beginn auf einer Inselgruppe in den Wolken, welche den Namen „Wolkenhort“ trägt. Um sich zwischen den einzelnen Inselgruppen hin- und herzubewegen, nutzen die Bewohner des Wolkenhorts die sogenannten „Wolkenvögel“. Das Erdreich selbst gilt unter den Bewohnern der Wolkenfestung jedoch als Legende, über die niemand mehr so genau Bescheid zu wissen scheint.

In diesem doch recht gemütlichen Wolkenhort lebt auch unser Held Link, welcher dort mit seiner Freundin Zelda die Ritterschule besucht. Diese Ritterschule veranstaltet eine jährlich stattfindende Vogelreiter-Zeremonie, an welcher auch Link teilnimmt. Als Link diese meistert, wird Zelda jedoch von einem dunklen Sturm erfasst und unter die Wolkendecke gezogen.

Am darauffolgenden Tag bricht Link ausgerüstet mit dem Schwert der Göttin auf, um Zelda zu retten und zurückzubringen. Auf seinem beschwerlichen Weg trifft Link allerdings auf den dunklen Fürsten Ghirahim, welcher sich ebenfalls auf der Suche nach Zelda befindet. Denn nur mit ihrer Hilfe kann der dunkle Fürst seinen Meister wiedererwecken.

Um dies zu verhindern, muss Link natürlich alles daran setzen, Zelda vor dem Fürsten zu finden und diesen in seine Schranken zu weisen, um das Erdland und auch seine Heimat, den Wolkenhort, zu retten.

Gewohnte Zelda-Kost auf hohem Niveau

The Legend of Zelda: Skyward Sword HD spielt sich wie man es von einem 3D-Zelda gewohnt ist. Man erforscht die Welt, schreitet von Dungeon zu Dungeon, bekämpft allerlei Gegner, löst hier und da mal ein mehr oder weniger anspruchsvolles Rätsel und bekämpft auch den ein oder anderen Boss. Gewohnt typisches Zelda-Gameplay eben.

Speziell die einfallsreichen und schön designten Dungeons sollten hier aber auf jeden Fall besonders hervorgehoben werden. Diese sind Zelda-typisch auf gewohnt hohem Niveau und machen extrem viel Spaß. Auch die besonders schön geschriebene Story von Skyward Sword bedarf Lob, denn diese ist eine der besten der gesamten Zelda-Reihe.

Störrische Kamera sorgt für brenzlige Situationen im Gefecht

Was sowohl im Original als auch im Remaster auffällt, ist die doch recht störrische Kamera, die einen immer wieder in brenzlige Situationen manövriert. Oft macht die Kamera genau das, was man zu diesem Zeitpunkt nicht möchte. Somit verliert man leider oft die Übersicht im hektischen Getümmel. Hier hätte man definitiv noch etwas Feintuning vornehmen müssen.

Die Motion-Steuerung sollte die Reihe revolutionieren

Die Besonderheit bei Skyward Sword war die damals neu eingeführte Motion-Steuerung, die es erstmals in der Geschichte der Zelda-Reihe ermöglichen sollte, Link mit Bewegungssteuerung durch die Spielwelt zu steuern. Speziell in den Kämpfen erwies sich diese jedoch oft als sehr hakelig und eher ungenau, weshalb Skyward Sword bis heute bei vielen Zelda-Fans auch als mittelmäßiger Teil abgetan wird. Die größte Neuerung, die Skyward Sword seinerzeit mit sich brachte, war gleichzeitig auch das größte Manko des Originals.

Das Remaster behebt das Steuerungs-Fiasko zumindest etwas

Diesem Problem wollte man sich beim Remaster von Skyward Sword nun annehmen und eine Lösung für das Steuerungs-Fiasko des Originals aus dem Jahre 2011 finden.

Für das Switch-Remaster wurde die Steuerung nun entsprechend angepasst und statt mit einer Wiimote und der berüchtigten Bewegungssteuerung, steuert man Links Angriffe nun mit dem zweiten Stick des Switch-Controllers. Diese Lösung ist zwar nicht optimal, jedoch deutlich angenehmer und präziser als es noch im Original der Fall war.

Für alle Fans der Bewegungssteuerung wurde diese Option jedoch auch im Remaster integriert. Auf Wunsch kann man diese also nach wie vor aktivieren und mit den Joy-Con der Konsole die ursprüngliche Steuerung nutzen.

Die exotische Optik hebt sich vom Einheitsbrei ab

Auf grafischer Seite hat man sich bei Skyward Sword auf jeden Fall Gedanken gemacht, denn der Titel bietet eine eher exotische Mischung aus dem aus Wind Waker bekannten Cel-Shading-Look und der realistisch anmutenden Optik, welche man noch aus Twilight Princess kennt.

Das Endprodukt ist ein exotischer Look, der aber perfekt zum Spiel passt und dem Spiel etwas Einzigartiges verleiht. Der Grafikstil von Skyward Sword lässt sich am ehesten als aquarellartig bezeichnen und hebt sich doch etwas vom typischen Einheitsbrei ab.

»Wie es sich für eine ordentliche HD-Neuauflage gehört, wurde die Grafik ordentlich aufgehübscht. Neben besseren und schärferen Texturen wurde auch die Auflösung selbst erhöht.«

Wie es sich für eine ordentliche HD-Neuauflage gehört, wurde die Grafik ordentlich aufgehübscht. Neben besseren und schärferen Texturen wurde auch die Auflösung selbst erhöht. Das Remaster bietet somit ein schärferes Gesamtbild mit weniger Kantenbildung als noch im Original und satteren Farben.

Besonders hervorzuheben ist auch die deutlich verbesserte Weitsicht des Remasters. Das technische Gesamtbild ist nun also deutlich runder und schöner anzusehen. The Legend of Zelda: Skyward Sword HD läuft nun außerdem in butterweichen und stets konstanten 60 Frames.

Auch klangtechnisch ein Genuss

Auch auf soundtechnischer Seite bleiben hier keinerlei Wünsche offen. Wie man es von einem Zelda-Titel gewohnt ist, erwartet euch auch bei Skyward Sword ein Sound auf extrem hohem Niveau.

Neben den besonders schönen Melodien, welche durchaus Ohrwurm-Potential haben und sogar von einem Orchester eingespielt wurden, bietet der Titel auch toll abgemischte Soundeffekte. Also quasi alles, was man sich von einem hochkarätigen Zelda-Titel wünschen könnte.

Fazit

The Legend of Zelda: Skyward Sword HD glänzt mit einer wirklich toll geschriebenen Story, einer schön gestalteten Spielwelt mit etlichen sehr fantasievoll gestalteten Dungeons und einigen spannenden Bosskämpfen. Neben einer überarbeiteten Grafik mit höherer Auflösung, besseren Texturen, besserer Weitsicht, satteren Farben und Kantenglättung bietet die HD-Neuauflage von Skyward Sword außerdem einen für die Zelda-Reihe eher exotischen Look, der den Titel doch vom typischen Einheitsbrei abhebt. Dieser lässt sich am ehesten als aquarellartig beschreiben.

Auch der fantastische Soundtrack, der erstmals in der Zelda-Geschichte von einem Orchester eingespielt wurde, weiß zu überzeugen und glänzt mit seinen unzähligen tollen Melodien. Auch die Soundeffekte brauchen sich nicht zu verstecken und sind Zelda-typisch auf sehr hohem Niveau.

Das größte Manko des Originals war seinerzeit die Wiimote-Bewegungssteuerung. Auch dieses Problem bekam Nintendo beim HD-Remaster von Skyward Sword in den Griff. Denn nun kann man wahlweise mit reiner Controller-Steuerung spielen oder per Joy-Con auf die Bewegungssteuerung des Originals zurückgreifen.

Das größte und einzige wirkliche Manko von Skyward Sword ist die Kamera. Diese verhält sich oft anders, als man es gerne hätte und manövriert sich selbst und somit auch den Spieler oft in brenzlige Situationen. Speziell in hektischen Kämpfen verliert man so oft schnell die Übersicht über das Geschehen.

Für Zelda-Fans ist Skyward Sword also sowieso ein Pflichtkauf. Aber auch Spieler, die bisher nichts mit der Reihe zu tun hatten, können sich den Titel beruhigt kaufen. Ein Pflichttitel für alle Fans des Genres.

 

Story

Der dunkle Fürst Ghirahim ist auf der Suche nach Zelda, um seinen Meister wiederzuerwecken. Link muss Zelda vor ihm finden, um das Erdland und die Welt zu retten.

Gameplay

Gewohntes Zelda-Gameplay mit tollen Dungeons, spannenden Bosskämpfen und einer schön gestalteten Spielwelt. Quasi alles, was man sich als Zelda-Fan wünschen könnte.

Grafik

Ein exotischer Aquarell-Look hebt sich deutlich von der Masse ab. Die HD-Neuauflage bietet eine höhere Auflösung, schönere Texturen, bessere Weitsicht, sattere Farben und Kantenglättung.

Sound

Erstmals in der Zelda-Geschichte von einem Orchester eingespielter Soundtrack, der überzeugen kann. Gepaart mit tollen Soundeffekten – ein Fest für die Ohren.

Sonstiges

Einzig und allein die störrische Kamera ist ein Problem und kommt einem oft in die Quere. Dies macht die ohnehin recht hektischen Kämpfe noch hakeliger.

Bildmaterial: The Legend of Zelda: Skyward Sword HD, Nintendo, Tantalus Media

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