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Yoko Taro richtet sich zum Start von NieR Replicant ver.1.22474487139… mit einer Nachricht an euch

Heute geht NieR Replicant ver.1.22474487139… hierzulande an den Start. Viele von euch sind vermutlich schon in das „Version Upgrade“ mit sperrigem Titel eingetaucht oder werden es noch im Laufe des Tages tun. Wenn euch das Wort „Version Upgrade“ übrigens verwirrt: Ich habe es mir nicht ausgedacht. Hinter dieser Bezeichnung steckt Creative Director Yoko Taro, der zum Start der Neuauflage eine Nachricht an die SpielerInnen hat.

Weder Remaster noch Remake

Dieses Spiel ist das „Version Upgrade“ eines Titels, das vor über 10 Jahren unter dem Namen NIER erschien. Richtig gelesen, es ist kein Remake und auch kein Remaster – es ist ein „Version Upgrade“.

Zu Beginn dachte ich lediglich daran, ein Remaster zu machen. Mit etwas verbesserter Auflösung und so weiter… Aber als ich anfing zu erwähnen, dass ich die (Charakter-)Modelle etwas anpassen oder die Hintergründe aufbessern wollen würde, wurde das Projekt immer größer.

Square Enix stampfte ja kürzlich das Remake von Final Fantasy VII aus dem Boden, richtig? Ich sah es und dachte mir, wie schrecklich unangenehm es wäre, mit einem solch massiven Blockbuster verglichen zu werden. Also habe ich entschieden, „ver.1.22474487139…“ lieber ein „Version Upgrade“ zu nennen.

Ein cleverer Einfall, oder? Wenn ihr euch übrigens Gedanken um den seltsamen Untertitel der Neuauflage macht, lasst es bleiben. Yoko Taro führt nämlich weiter aus, dass „diese lange Zahlenfolge einfach etwas sei, an dem er zufällig festhielt“. Wir sollten uns „nicht zu viele Gedanken darüber machen“.

Im Zweifel eine Runde Frisbee

Er äußert aber auch – gewohnt ulkig – seine Skepsis bezüglich möglicher Verkaufszahlen der Neuauflage:

Und noch was: Wann immer ich in den letzten Jahren bei Square Enix war, umhüllte sie diese spürbare Aura von Enthusiasmus. Fast so, als ob sie sagen wollten: „Schau! NieR:Automata (das Ding, das ich davor gemacht habe) hat sich so gut verkauft, mit NieR Replicant wird es genau so laufen.“ Ich würde diese Gelegenheit gerne nutzen, um Square Enix einen guten und harten Blick auf die Realität zu ermöglichen. Lediglich die Namen sind ähnlich, aber der Inhalt beider Spiele ist komplett unterschiedlich. Also wird es sich nicht unbedingt gut verkaufen, oder Leute?

Ich meine, kommt schon, ich habe es gemacht! Dass sich „Automata“ verkauft hat, war reiner Zufall. Mein ganzer anderer Kram hat sich kaum verkauft. Wenn ihr also wirklich loszieht und all diese Discs produziert und sie auf einem großen Haufen in irgendeinem Lagerhaus stapelt, sehe ich nur eine Möglichkeit, was wir mit ihnen machen können. Und zwar eine gute Runde Frisbee spielen. Wobei, ich meine… das klingt schon nach Spaß…

Yoko Taro schließt seine Nachricht ähnlich humorvoll ab:

In diesem Moment steht ein Typ vom „Square Enix“-Marketingteam mit drohendem Blick hinter mir und sagt: „YOKO du Bastard! Bewirb das Spiel zur Abwechslung mal vernünftig!“ Aber puh… ich schätze, der Zug ist abgefahren, oder? Geben wir einfach alle auf und und machen für heute Schluss. Ich meine, ihr versteht ohnehin nichts, bis ihr das Spiel mehrfach durchgespielt habt. Und die TesterInnen werden es sicher schwer haben, das in der kurzen Zeit hinzubekommen…

Viel wichtiger: Gehen wir alle früh heim und seien wir nett zu unseren Eltern. Ja, das würde einen viel positiveren Einfluss auf die Welt haben.

Er hat Recht: die Zeit zum Testen war wirklich knapp. Aber auch sehr schön! Warum wir finden, dass NieR Replicant ver.1.22474487139… ein außergewöhnliches Werk ist, das mit der Neuauflage in neuem Licht erstrahlt, lest ihr hier.

Yosuke Saito über die Neuauflage

Nicht nur Yoko Taro hielt eine Nachricht an die SpielerInnen bereit. Auch Yosuke Saito, Produzent von NieR Replicant ver.1.22474487139…, meldete sich zum Launch der Neuauflage zu Wort:

Hallo zusammen! „Lange nicht gesehen“ an einige von euch und „Schön, euch kennenzulernen“ an die anderen. Mein Name ist Yosuke Saito. Ich bin der Produzent von NieR Replicant ver.1.22474487139…

Nur dank euch Fans da draußen wurde NieR:Automata zu einem großen Hit. „Replicant“ nun wurde unter dem großen Druck dieses Erfolges entwickelt. Wir nennen es „Version Upgrade“, aber unabhängig davon, was Mr. YOKO sagt: Ich persönlich finde, dass diese Bezeichnung dem Level an Qualität, das das Team erreicht hat, nicht gerecht wird!

Und trotzdem: Der große Erfolg von NieR:Automata war tatsächlich so etwas wie ein Wunder. Ich denke also nicht, dass wir noch einmal so viele Einheiten verkaufen. Wenn wir aber nicht eine bestimmte Menge verkauft bekommen, sind Mr. YOKO und ich gezwungen die Welt zu bereisen, um das Spiel aus dem Kofferraum eines Vans heraus zu verkaufen. Oh und Mr. Okabe wird auch dabei sein.

Jetzt wisst ihr es. Also unterstützt die NieR-Serie bitte auch weiterhin. Bitte… alles, nur nicht der Van.

NieR Replicant ver.1.22474487139… ist ab sofort für PlayStation 4 und Xbox One und PCs via Steam verfügbar. Die Handelsversion findet ihr hier*. Eine Collector’s Edition gibts exklusiv im Square-Enix-Store.

Bildmaterial: NieR Replicant ver. 1.22474487139…, Square Enix, Toylogic

11 Kommentare

  1. Aerith's killer schrieb:

    Von wegen, das ist die Quadratwurzel von 1,5.^^

    Mfg
    Aerith's killer
    Boah krass ok, da drauf wär ich nie gekommen xD

    Zu seinen ganzen Mobiletiteln, das will ich ihm mal nicht vorwerfen, und das war garantiert nicht seine Entscheidung.
    In Japan sind Gachaspiele halt unglaublich beliebt, Tiefe bieten die Spiele ja eh nie, es geht um Namen und Artworks die man verkaufen kann. Ein Name wie Yoko Taro wird da nur für Werbezwecke genutzt. Keinem Entwickler der etwas auf sich hält liegt etwas daran solche Spiele zu entwickeln, sie sind nur inzwischen ein notwendiges Übel in Japan. Ich glaube das nächste Projekt von Yoko Taro wird dann wieder ein richtiges Spiel, hab da ein gutes Gefühl. :)
  2. Ich mag die Interviews von Yoko Taro auch sehr gerne, hoffentlich behält er seinen Humor bei. Ich habe ja immer noch die mini Hoffnung, dass es sich bei den neuen Spielen die Square bei der E3 ankündigen will, um ein neues Spiel von ihm handelt und er am Handy Spiel nur als Nebenprojekt oder Übergangsprojekt gearbeitet hat.
  3. Kanche schrieb:

    Und auch seine Arbeit an den Smartphone Games oder die Story von YoRHa Dark Apocalypse in FFXIV reißen keine Bäume aus. Die Dialoge in Sinoalice hätte auch jeder andere hinbekommen, vermutlich sogar besser.

    Dem muss ich aber widersprechen denn der Yorha Raid in FF14 ist absolut hammer geschrieben. Story,Dialoge und auch encounter sind mit Abstand das beste was Yoko Taro in den letzten Jahren nach Automata so vollbracht hat.

    Problem das diese Over the Top Story eben nicht sonderlich gut ins FF14 Universum passt.
  4. Keine Ahnung was du gespielt hast, aber für mich ist das einfach in erster Linie eine Zwergenquestreihe mit viel zu wenig NieR Anteil. Es wirkt alles überhaupt nicht aus einem Guss und ist auch nicht wirklich interessant und die "Überraschungen" waren alle total vorhersehbar, einzig die kopierte Fabrik und der Turm sind als Raids für sich sehr gut geworden. Das Gesamtbild ist absolut kein Vergleich zu Return to Ivalice davor.

    Diese Endquests aktuell sind auch nochmal ein neuer Tiefpunkt, wenn da nicht noch irgendwas kommt wäre schon echt stark enttäuschend. Glaube das Wochencap gibt es auch nur um zu verhindern, dass die Questreihe noch armseliger wirkt. Ich hoffe natürlich stark, dass da noch was kommt, aber alles zusammen wird für mich in keinster Weise der Marke gerecht.

    Das Beste sind die Rüstungssets, die sind endlich mal wieder sehr gut geworden und heben sich von den ganzen 08/15 Sets vom Hauptspiel schon echt mal ab.
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