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Im Test! Nioh 2: Der Schüler des Tengu

TitelNioh 2: Der Schüler des Tengu
Japan30. Juli 2020
Koei Tecmo
Nordamerika30. Juli 2020
Sony Interactive Entertainment
Europa30. Juli 2020
Sony Interactive Entertainment
SystemPlayStation 4
Getestet fürPlayStation 4
EntwicklerTeam Ninja
GenresAction-Adventure
Texte
Deutschland Nordamerika 
VertonungDeutschland Nordamerika 

Am 30. Juni war es endlich so weit und der erste DLC zum Souls-like Nioh 2, „Der Schüler des Tengu“, erschien für PlayStation 4. Bei diesem DLC handelt es sich um das erste von drei geplanten DLC-Paketen zum Samurai-Actionkracher von Team Ninja. Ob „Der Schüler des Tengu“ erneut mit bockschweren Bossfights und knallhartem Leveldesign, wie sie auch schon das Hauptspiel bot, aufwarten kann oder dieses sogar übertrifft, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Test.

Die Verteidigung Yashimas steht an erster Stelle

Der DLC bietet auch neue Outfits.

Im „Der Schüler des Tengu“-DLC verschlägt es den Spieler in die Region Yashima. Hier findet unser Held eine mysteriöse Pfeife, die den Namen Sohayamaru trägt. Als der Spieler diese Pfeife näher untersucht, tauchen die feindlich gesinnten Yokai in den Schatten auf. Schon bald stellt sich heraus, dass diese mysteriöse Pfeife von Kriegern getragen wird, die bereit sind, ihr Leben für die Verteidigung Yashimas zu geben.

Der Schüler-des-Tengu-DLC führt euch also erneut in den Kampf gegen die bedrohlichen Yokai. Ihr müsst alles daran setzen, die Region von Yashima zu schützen und von den dämonischen Yokai zu befreien.

Klein, fein und wie gewohnt knackig schwer

Wie auch schon im ersten Nioh schaltet der DLC eine neue Missionskarte frei, welche eine Handvoll Haupt- und Nebenmissionen für euch bereithält. Neben neuen Missionen haben es auch einige neue Waffen und Gegenstände ins Spiel geschafft und sorgen somit für Abwechslung.

»“Der Schüler des Tengu“ kommt mit insgesamt zwei neuen Hauptmissionen, acht neuen Nebenmissionen und dem neuen Schwierigkeitsgrad „New Game++“ daher.«

„Der Schüler des Tengu“ kommt mit insgesamt zwei neuen Hauptmissionen, acht neuen Nebenmissionen und dem neuen Schwierigkeitsgrad „New Game++“ daher. Um die DLC-Region von Yashima betreten zu können, muss der Spieler das Hauptspiel zuerst mindestens ein Mal erfolgreich beendet haben. Die erste Mission des DLCs zeigt direkt ein empfohlenes Charakterlevel von 120, welches man nach dem einmaligen Durchspielen ungefähr erreicht haben sollte.

Die zwei Hauptmissionen und acht Nebenmissionen scheinen auf den ersten Blick nicht sonderlich viel Spielzeit zu bieten. Da es sich jedoch um sehr gelungene Missionen und Bossfights handelt, kann man über die relativ kurze Spielzeit auf jeden Fall hinwegsehen. Die neuen Missionen lehnen sich, was den Schwierigkeitsgrad anbelangt, auf jeden Fall eher an Nioh 1 an, da diese doch sehr knackig ausgefallen sind.

Neue Waffe zu meistern

Furchteinflößende Dämonen erwarten den Spieler.

Der „Schüler des Tengu“-DLC führt außerdem die neue Waffe Sansetsukon ein. Beim Sansetsukon handelt es sich um eine Art Speer mit ausfahrbaren Endstücken. Mit dieser neuen Waffe sind gewaltige Komboangriffe möglich. Allerdings ist diese Speerwaffe auch nicht wirklich leicht zu meistern. Die Kombos wollen also gut platziert sein, um den zahlreichen Gegnern keine Angriffsfläche zu bieten.

Auch beim Gameplay selbst gibt es ein paar Neuerungen. So können eigentlich schwächere Gegner nun den „Verflucht“-Status als Verstärkung nutzen. Die Feinde, welche diesen Buff nutzen, glühen dabei rot. Außerdem gibt es nun die Möglichkeit, euren Charakter mit diversen Schriftrollen auszurüsten, um verschiedene Zusatzeffekte für Waffen und Rüstungen zu erhalten. Die Attribute dieser Schriftrollen können natürlich auch aufgewertet werden.

Natürlich gibt es auch diverse neue Ninjutsu- und Yokai-Fähigkeiten, um euren Charakter noch weiter ausbauen und anpassen zu können.

Mit ca. 30 Stunden Spielzeit bietet der erste von drei DLCs zum Samurai-Abenteuer genügend Spielzeit, um euch länger bei Laune zu halten. Langweilig wird es dabei nie, denn es gibt genug zu erforschen und mit der neuen Speerwaffe und dem Schriftrollen-Feature auch Änderungen am Gameplay selbst.

Optisch solide mit 60 FPS auf PS4 Pro

»Auf einer PS4 Pro läuft das Spiel in 1080p mit flüssigen 60 Frames. Sollte man eine höhere Auflösung bevorzugen, regelt das Spiel auf 30 Frames ab.«

Auf der optischen Seite gibt sich „Der Schüler des Tengu“, ähnlich wie auch schon das Hauptspiel, sehr solide. Natürlich erwartet euch hier keine Next-Gen-Grafik auf höchstem Niveau, aber alles in allem ist die Grafik durchaus ansehnlich.

Auf einer PS4 Pro läuft das Spiel in 1080p mit flüssigen 60 Frames. Sollte man eine höhere Auflösung bevorzugen, regelt das Spiel auf 30 Frames ab. Hier sollte man, wie bei allen Souls-like-Titeln, eine flüssigere Darstellung auf jeden Fall über eine höhere Auflösung stellen.

Soundtechnisch stets on point

Auf der soundtechnischen Seite bietet Nioh 2 neben eingängigen asiatischen Klängen auch wuchtige Effekte und eine actionreiche Untermalung der nervenzerreißenden Bosskämpfe. Der Sound untermalt also stets gekonnt das Geschehen auf dem Bildschirm und trägt so zur stimmigen Atmosphäre des Titels bei.

Fazit

Allen Nioh-2-Fans kann man den ersten DLC, „Der Schüler des Tengu“, auf jeden Fall ans Herz legen. Mit diversen Neuerungen wie beispielsweise der neuen Speerwaffe und dem Schriftrollen-Feature sorgt Team Ninja für genügend Abwechslung und rechtfertigt damit auf jeden Fall den Kauf des DLCs.

Die zwei neuen Hauptmissionen und acht neuen Nebenmissionen mögen auf den ersten Blick zwar nicht nach sonderlich viel neuem Content aussehen, bieten mit insgesamt 30 bis 40 Spielstunden aber genügend Inhalt, um jeden Nioh-Fan länger vor den Bildschirm fesseln zu können.

Neben den neuen Missionen, Waffen und Gegenständen bringt der DLC auch den neuen Schwierigkeitsgrad „New Game++“ mit, welcher das ohnehin schon bockschwere Spiel noch eine ganze Ecke schwerer macht. Auch Hardcore-Nioh-Spieler erhalten somit eine neue Herausforderung.

Von mir gibt es also eine klare Kaufempfehlung für alle Fans von Nioh und Souls-like-Titeln. Spielern, denen das Hauptspiel schon zu schwer war, werden sich auch beim DLC die Zähne ausbeißen, da die neuen Missionen noch eine ganze Schippe drauflegen, was den Schwierigkeitsgrad betrifft. Frust ist also garantiert.

 

Story

Die Region Yashima wird von den dämonischen Yokai heimgesucht. Eure Aufgabe ist es, diese Dämonen zu vertreiben und den Frieden in der Region wiederherzustellen.

Gameplay

Gewohntes Souls-like-Gameplay mit bockschweren Gegnern und noch schwereren Bosskämpfen machen euch das digitale Leben zur Hölle. Neue Waffen, Items und Fähigkeiten sorgen für neue Motivation.

Grafik

Solide Grafik mit ansehnlichen Effekten und toll animierten und beeindruckenden Bossgegnern.

Sound

Passt stets zum Geschehen auf dem Bildschirm. Wuchtige Effekte untermalen das Ganze.

Sonstiges

Noch eine ganze Ecke schwerer als das Hauptspiel. Kommt außerdem mit neuem „New Game++“-Modus, welcher noch eine Schippe draufsetzt.

Bildmaterial: Nioh 2, Sony, Koei Tecmo / Team Ninja

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