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Im Test! Mega Man Zero/ZX Legacy Collection

TitelMega Man Zero/ZX Legacy Collection

Rockman Zero & ZX Double Hero Collection (in Japan)

Japan25. Februar 2020
Capcom
Nordamerika25. Februar 2020
Capcom
Europa25. Februar 2020
Capcom
SystemPS4, Switch, Xbox One, PC
Getestet fürPlayStation 4
EntwicklerCapcom
GenresJump ’n’ Run
Texte
Deutschland Nordamerika Japan
VertonungNordamerika Japan

Mit den insgesamt vier Mega-Man-Legacy- und den Mega-Man-X-Collections hatte Capcom bereits für Begeisterungsstürme bei Mega-Man-Fans weltweit gesorgt. Mit der brandneuen Mega Man Zero/ZX Legacy Collection will Capcom nun endlich auch die Zero- und ZX-Episoden auf die heimischen Bildschirme bringen.

Im Menü könnt ihr bequem zwischen den sechs enthaltenen Titeln wählen

Die Mega-Man-Zero-Collection erschien in abgespeckter Form ursprünglich bereits im Jahre 2010 für Nintendo DS. Diese Collection enthielt damals allerdings nur die Zero-Titel Mega Man Zero, Mega Man Zero 2, Mega Man Zero 3 und Mega Man Zero 4, welche ursprünglich bereits Anfang der 2000er für Game Boy Advance erschienen sind. Die ZX-Titel waren seinerzeit noch nicht enthalten.

Am 25.02.2020 war es dann endlich so weit und Capcom veröffentlichte die Mega Man Zero/ZX Legacy Collection für PlayStation 4, Xbox One, Nintendo Switch und PCs. In Europa erschien die neue Collection, wie auch alle vorangegangenen Mega-Man-Collections, jedoch leider nur in digitaler Form. Physische Versionen sind jedoch in den USA und im asiatischen Raum erschienen. Interessierte Sammler von physischen Versionen können also beruhigt zu diesen Versionen greifen.

Ob die brandneue Mega Man Zero/ZX Legacy Collection halten kann, was sie verspricht, und ob sich ein Kauf lohnt, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Test.

Ihr kennt den blauen Bomber, aber kennt ihr auch Zero?

Natürlich kennt so ziemlich jeder Gamer den „blauen Bomber“ Mega Man, aber kennt ihr auch den roten schwertschwingenden Zero? Der Plasmaschwert schwingende Zero ist ein sogenannter Maverick Hunter, ein mechanischer Soldat, welcher die Aufgabe hat, die Mavericks und ihre Unterstützer, welche sich gegen die Menschheit gewandt haben, auszulöschen.

Die zahlreichen Bosskämpfe sind sehr fordernd

Mavericks werden im Mega-Man-Universum Androiden genannt, welche eine Bedrohung für die Menschheit darstellen und ausgeschaltet werden müssen. Als Unterstützung stehen den Mavericks häufig die sogenannten Mechaniloids zur Seite. Androiden ohne freien Willen, die lediglich als „Werkzeug“ dienen.

Zero hatte seinen ersten Auftritt in Mega Man X, dem Super-Nintendo-Titel aus dem Jahre 1993. Aufgrund großer Beliebtheit bei den Fans, bekam Zero später eine eigene Reihe, in welcher er schließlich als Hauptcharakter fungierte.

Knackiger Schwierigkeitsgrad – typisch Mega Man eben

Die vier enthaltenen Mega-Man-Zero-Titel, welche zeitlich ca. 100 Jahre nach den Mega-Man-X-Titeln spielen, halten sich spielerisch an die bewährte Mega-Man-Formel. So kämpft ihr euch Level für Level durch die mehr oder weniger interessante Story der Spiele und trefft dabei am Ende eines jeden Levels auf einen knackigen Boss, den es zu besiegen gilt.

Die Story wird dabei in Standbildern mit Textboxen erzählt. Das klingt zwar nicht sonderlich eindrucksvoll, jedoch darf man nicht vergessen, dass die ursprünglichen Vorlagen Game-Boy-Advance-Titel waren. Dementsprechend gab es auch eine technische Limitierung, an die man sich bei der Entwicklung halten musste.

Zero hat auch den ein oder anderen neuen Move drauf

Da unser Hauptcharakter Zero neben dem bereits erwähnten Plasmaschwert auch neue Fähigkeiten besitzt, wie beispielsweise sich an Wänden festzuhalten und hochzuklettern, bekommen die Zero-Titel eine etwas andere Spieldynamik als die bisherigen Mega-Man- und Mega-Man-X-Titel. Das ist aber keinesfalls schlecht, sondern eher sogar abwechslungsreich.

Vor allem die zahlreichen Bosskämpfe am Ende eines jeden Levels verlangen euch alles ab und fordern stets höchste Konzentration. Nur ein Moment der Unachtsamkeit kann hier ganz schnell das Aus bedeuten. Aber genau dieser stets knackige Schwierigkeitsgrad und das schnelle Gameplay sind es, was Mega-Man-Fans so sehr an der Reihe lieben.

Eine ganz andere Richtung schlagen jedoch die beiden Mega-Man-ZX-Titel ein, denn hier spielt ihr weder den blauen Bomber Mega Man noch den roten schwertschwingenden Zero, sondern könnt zwischen dem weiblichen Androiden Aile oder dem männlichen Gegenstück Vent wählen. Ihr habt also nur begrenzt „freie Hand“ beim Erstellen eures Hauptcharakters, da diese bis auf das Geschlecht vordefiniert sind. Die Titel spielen zeitlich nach den Zero-Titeln und erneut müsst ihr euch an der Seite der Menschen gegen die bedrohlichen Mavericks zur Wehr setzen. Die beiden ZX-Titel bieten erstmals eine sandboxartige „frei“ begehbare Spielwelt und spielen sich demnach ein ganzes Stück anders als die traditionellen Mega-Man-Titel.

Fan-Service erster Güte – sogar eine Galerie mit Konzeptzeichnungen wurde integriert

Eine weitere Neuerung in den beiden ZX-Titeln ist außerdem das Sammeln von sogenannten „Biometallen“, mit welchen man sich fusionieren kann, um anschließend die Kräfte alter Reploids nutzen zu können. Beispielsweise erhält man in Mega Man Zero das „X-Reploid“, mit welchem man die Kräfte von Mega Man X erhält. Im Laufe der Spiele erhaltet ihr unzählige Biometalle, welche ihr geschickt gegen eure Feinde und Bosse einsetzen könnt, um euch das Leben leichter zu machen.

Vor allem optisch heben sich die beiden ZX-Titel doch von den ersten vier Zero-Spielen ab. Denn diese sind noch mal ein ganzes Stück detailreicher und schöner anzusehen. Die „offene“ Spielwelt kann jedoch manchmal für etwas Verwirrung sorgen.

Massig Features, um wirklich jeden Fan zufriedenzustellen

Als besonderes Extra hat Capcom die DS-Features der beiden ZX-Titel so gut es ging in die Mega Man Zero/ZX Legacy Collection integriert. Da ein Nintendo DS zwei Bildschirme hat, ihr die neue Collection aber lediglich auf einem Monitor spielt, hat Capcom verschiedene Optionen eingebaut, wie ihr euch den zweiten Bildschirm anzeigen lassen könnt und wie der Touchscreen erscheinen soll. Den simulierten Touchpen steuert ihr dabei mit dem rechten Stick eures Controllers.

Neben den Display-Features für die beiden Nintendo-DS-Portierungen bietet die Mega Man Zero/ZX Legacy Collection auch die Möglichkeit, alle sechs Titel wahlweise auf Englisch oder aber auf Japanisch zu spielen. Die beiden ZX-Teile bieten sogar eine deutsche Lokalisierung. Als zusätzlichen Bonus hat Capcom auch die Link-Funktion für Mega Man ZX eingebaut. So könnt ihr eine zusätzliche Galerie mit Konzeptzeichnungen sowie die Soundtracks aller sechs Mega-Man-Zero-Titel genießen. Außerdem spendierte Capcom den Titeln ein neues und komfortableres Speichersystem.

»Speziell für Neulinge hat Capcom außerdem an einen Anfänger-Modus gedacht, in welchem euer Charakter deutlich weniger Schaden nimmt und durch Stacheln beispielsweise nicht sofort stirbt.«

Neben den sechs bereits erwähnten Titeln beinhaltet die Mega Man Zero/ZX Legacy Collection außerdem den sogenannten „Z Chaser“-Modus. Dieser Z-Chaser-Modus ist eine Art Time-Attack-Modus, welcher euch verschiedene Levelteile aus den sechs Ablegern vorgibt, die ihr möglichst zügig absolvieren müsst. Dies könnt ihr entweder lokal gegen Freunde oder aber online gegen Geister tun. Die erspielten Rekordzeiten lassen sich dann in eine weltweite Online-Rangliste hochladen und vergleichen.

Speziell für Neulinge hat Capcom außerdem an einen Anfänger-Modus gedacht, in welchem euer Charakter deutlich weniger Schaden nimmt und durch Stacheln beispielsweise nicht sofort stirbt.

Alles in allem bietet die Mega Man Zero/ZX Legacy Collection mit insgesamt sechs Titeln und dem brandneuen Z-Chaser-Modus also mehr als genug Futter, um auch die hartgesottensten Mega-Man-Fans eine ganze Weile vor den heimischen Bildschirm zu fesseln.

Die charmante Pixel-Optik passt zum Gesamtpaket

Die Optik wurde Mega-Man-typisch im charmanten Pixel-Look gehalten. Man darf dabei nicht vergessen, dass die Originalvorlagen der Spiele Game-Boy-Advance- und Nintendo-DS-Titel waren und daher grafisch nicht auf höchstem Niveau sein können. Vor allem bei den beiden ZX-Titeln merkt man deutlich, dass diese ursprünglich für Nintendo DS entwickelt wurden. Denn diese heben sich grafisch noch mal deutlich von den vier Zero-Titeln, welche ursprünglich für Game Boy Advance erschienen sind, ab.

Im Vergleich zu älteren Mega-Man- und Mega-Man-X-Titeln wurde noch etwas an den Animationen gefeilt und so verschwinden besiegte Gegner beispielsweise nicht einfach, sondern lassen sich regelrecht mit Zeros Plasmaschwert „zerteilen“. Das mag zwar spartanisch klingen, macht bei einem sowieso schon einfach gehaltenen Pixel-Look aber doch noch mal einen kleinen aber feinen Unterschied.

»Alle sechs Titel laufen stets flüssig und ohne Makel über den Bildschirm. Bei der Zero/ZX Legacy Collection hat Capcom somit gute Portierungsarbeit geleistet.«

Die Collection bietet wie bereits erwähnt etliche Anpassungsmöglichkeiten, diverse einstellbare Hintergründe und Display-Optionen für die beiden DS-Portierungen. Capcom hat hier praktisch an alles gedacht, was sich Fans wünschen könnten.

Alle sechs Titel laufen stets flüssig und ohne Makel über den Bildschirm. Auch wenn es sich um grafisch eher einfachere Titel im Pixel-Look handelt, ist es nicht selbstverständlich, dass Portierungen auch technisch sauber und flüssig umgesetzt werden. Umso erfreulicher ist es also, dass dies bei der Mega Man Zero/ZX Legacy Collection definitiv der Fall ist.

Der fetzige Soundtrack sorgt für ordentlich Stimmung

Auch soundtechnisch bietet die Mega Man Zero/ZX Legacy Collection alles, was man als Fan erwarten könnte. Die Soundtracks der sechs enthaltenen Spiele sind Mega-Man-typisch sehr eingängig und auch die wuchtigen und knackigen Soundeffekte können überzeugen. Als besonderes Extra hat Capcom sogar die Möglichkeit eingebaut, direkt auf alle sechs Soundtracks der Spiele zugreifen zu können.

Fazit

Die Mega Man Zero/ZX Legacy Collection bietet alles, was sich Fans der Zero-Reihe hätten wünschen können. Neben den vier Mega-Man-Zero-Titeln, welche ursprünglich für Game Boy Advance erschienen sind, sind auch die beiden Nintendo-DS-Portierungen von Mega Man ZX und ZX Advent enthalten. Obendrauf hat Capcom noch etliche Features wie diverse Einstellungsmöglichkeiten, eine Galerie mit Konzeptzeichnungen, die Möglichkeit, auf alle sechs Soundtracks zugreifen zu können, und den Z-Chaser-Modus (eine Art Time-Attack-Modus) eingebaut. Auch ein neues und komfortableres Speichersystem hat seinen Weg in die Collection gefunden.

Der äußerst charmante und Mega-Man-typische Pixel-Look und der knackige Soundtrack gepaart mit knackigen Soundeffekten tun ihr Übriges, um auch jeden noch so hartgesottenen Mega-Man-Fan zu überzeugen. Einzig die etwas störrische Erzählweise der Story, welche mit Standbildern und Textboxen erzählt wird, könnte manche Spieler etwas enttäuschen. Da die sechs enthaltenen Titel aber GBA- und DS-Vorlagen waren, kann man darüber hinwegsehen, da es hier einfach technische Limitierungen gab. Lediglich der stets knackige Schwierigkeitsgrad könnte so manchen Spieler in die Verzweiflung treiben. Aber dafür sind und waren die Mega-Man-Titel ja schon immer bekannt. Für Neulinge hat Capcom dieses Mal jedoch einen Anfänger-Modus integriert. Für Mega-Man-Fans kann man also eine klare Kaufempfehlung aussprechen.

 

Story

Zero, der rote Plasmaschwert schwingende Android, tritt den Rebellenkämpfern im Kampf gegen die finsteren Armeen von Neo Arcadia bei.

Gameplay

Mega-Man-typisches Action-Jump-and-Run mit knackigen Levels und richtig schweren Bosskämpfen.

Grafik

Der charmante Pixel-Look passt perfekt und vermittelt Retro-Charme erster Güte.

Sound

Tolle Soundtracks und wuchtige Effekte sorgen für ordentlich Atmosphäre.

Sonstiges

Viele Einstellungsmöglichkeiten, ein neues Speichersystem und ein Anfänger-Modus wurden integriert.

Bildmaterial: Mega Man Zero/ZX Legacy Collection, Capcom

1 Kommentar

  1. Leider hat XZ2 einen sehr bösen Cliffhanger.

    Zwar nur auf Schwer, aber mit vollen E Tanks ... kein Problem.
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