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Im Test! Warriors Orochi 4 Ultimate

TitelWarriors Orochi 4 Ultimate
Japan19. Dezember 2019
Koei Tecmo
Nordamerika14. Februar 2020
Koei Tecmo
Europa14. Februar 2020
Koei Tecmo
SystemPlayStation 4, PC, Xbox One, Nintendo Switch
Getestet fürNintendo Switch
EntwicklerOmega Force
GenresMusou
Texte
 Nordamerika 
Vertonung Japan

Wolltet ihr schon immer Mal Millionen von gesichtslosen Menschenpuppen niedermähen? Dann wendet ihr euch natürlich an die Experten von Koei Tecmo und Omega Force, die sich mit solch einem simplen Vergnügen am besten auskennen.

Mittlerweile sollte den meisten unter euch bereits klar sein, ob das sogenannte Musou-Genre euch anspricht oder euch zu der Frage verleitet, was andere Spieler an so einem stupiden Tasten-Gehämmere finden. Daher wird hier schon klargestellt, dass Warriors Orochi 4 Ultimate letztere Gruppe definitiv nicht konvertieren wird und es auch gar nicht erst versucht.

1 Kill

Bei diesem Spiel handelt es sich um den Inbegriff des Musou-Genres, mit all seinen vielen Stärken und Schwächen. Warum Fans ausgerechnet hier zugreifen sollten und ob Besitzer der ursprünglichen Version ein Update erhalten, welches sie wieder an die Konsole treibt, erfahrt ihr in den kommenden Absätzen.

Warriors Orochi zählt zu den altehrwürdigen Serien des Genres. Die Reihe feierte im Frühjahr 2007 ihre Premiere und entwickelte sich in den letzten Jahren zum großen All-Star-Treffen von ganz eigenen Charakteren und aus Dynasty Warriors, Samurai Warriors und anderen bekannten Marken der Entwickler.

Die pure Masse an Kämpfern und die abgedrehten Gründe der Zusammenkünfte konnten schnell eine große Fanbase für sich gewinnen. Im Herbst 2018 erschien dann der vierte Ableger für PCs, PlayStation 4, Xbox One und Nintendo Switch. Mit 170 spielbaren Charakteren, unzähligen Optimierungen, Waffen und Missionen wurde eine Fülle an Inhalten geliefert.

10 Kills

Auch wir haben damals einen ausführlichen Test geschrieben, den ihr euch weiterhin hier durchlesen könnt. Nun haben die Entwickler, wie es sonst auch üblich ist, eine ultimative Version auf den Markt geworfen, die noch mehr von allem mitbringt und Fans weitere unzählige Stunden Spielspaß bieten soll.

Daher wird auf eine ausufernde Zusammenfassung der Geschichte beziehungsweise der bekannten Gameplay-Elemente verzichtet. Eigentlich reicht der Titel alleine schon aus, um den Spielern zu verdeutlichen, wie und was genau gespielt wird. Nun aber zu den neuen „ultimativen“ Updates.

Diejenigen, die Warriors Orochi 4 bereits ihr Eigen nennen und es bereits zur Genüge, aber nicht durchgespielt haben, werden zu Beginn sicher überrascht sein. Denn sehr viel scheint sich nicht geändert zu haben. Am auffälligsten: Die oftmals undurchsichtigen und überladenen Menüs haben eine bitter nötige Schlankheitskur erhalten, die stark an den dritten Teil der Reihe erinnert.

100 Kills

»Viele der größten Updates werden erst dann freigeschaltet, wenn man das Spiel, also die fünf Story-Kapitel, bereits durchgespielt hat.«

Das Navigieren und das Klicken durch die Reiter geht jetzt wesentlich angenehmer von der Hand. Wer sich jedoch an das alte Design gewöhnt hat, kann dies im Spielmenü wieder umstellen. Außerdem scheinen sich neue Team- und Musou-Kombinationen in den Kampf geschlichen zu haben.

Nun ist man nicht nur in der Lage, bei gewöhnlichen Angriffen den Kämpfer zu wechseln, sondern auch bei den mächtigen Musou-Angriffen. Diese führen natürlich zu massivem Schaden und vielen Boni, wie zum Beispiel mehr Erfahrungspunkten.

Die vielerorts gewünschte Option, die Sacred Treasures wechseln zu können, wurde glücklicherweise ebenfalls eingefügt. Dadurch können die magischen Fähigkeiten der Charaktere untereinander ausgetauscht werden.

1000 Kills

Den Spielern wird somit wesentlich mehr Freiheit geboten, um ihr Wunschteam zu optimieren. Ebenfalls dienlich dafür ist die Tatsache, dass das Level-Limit massiv erhöht wurde.

Nach mehreren Promotionen kann jeder Kämpfer das theoretische Level 1000 erreichen. Obsessive Musou-Fans werden zweifelsohne ihren Spaß daran haben, für dieses Ziel stundenlang zu grinden. Für alle anderen sind der Grind und das Zeitinvestment, das dafür nötig ist, sicherlich viel zu groß. Nichtsdestotrotz eine schöne Option für diejenigen, die in Warriors Orochi 4 bereits das Maximum erreicht haben.

Viele der größten Updates werden aber erst dann freigeschaltet, wenn man das Spiel, also die fünf Story-Kapitel, bereits durchgespielt hat. Wer also nicht bereit ist, viele Stunden in die Vanilla-Version zu investieren, wird nicht in den Genuss der neuen ultimativen Inhalte kommen.

10000 Kills

Dabei handelt es sich neben den 170 frei wählbaren Charakteren um ganze sieben weitere. Darunter Fanlieblinge aus anderen bekannten Serien, wie zum Beispiel Ryu Hayabusa aus Ninja Gaiden.

Diese Charaktere spielen sich ausgesprochen gut und fügen sich dem bestehen Charakter-Roster perfekt ein. Es bleibt jedoch die Frage offen, wieso es nur sieben Charaktere in die ultimative Version geschafft haben, wenn im Vorgänger noch weitere Gastcharaktere ihren großen Auftritt feierten.

In einigen brandneuen Kapiteln werden diese Charaktere dann ihr Können unter Beweis stellen. In wenigen Stunden hat man alle neuen Missionen gespielt und die kurze, aber unterhaltsame Geschichte rund um die verschiedenen alten Gottheiten erlebt. Die Arenen bieten neben etwas Abwechslung wieder Horden von Klingen-Futter und einen motivierenden Soundtrack.

100000 Kills

Leider gilt hier dasselbe Fazit wie bei den neuen Charakteren. Was da ist, macht Spaß und ist willkommen. Es könnte sogar genug sein, um Spieler wieder an die Konsole zu treiben, aber für den verlangten Preis und den Namen „Ultimate“ ist es doch etwas zu wenig.

Der wichtigste Grund, warum Warriors-Orochi-4-Besitzer wieder zurückkehren werden, ist der neue Infinity-Modus. In insgesamt zwölf Türmen, von denen jeder ein Tierkreiszeichen repräsentiert, muss der Spieler die Herausforderungen von Zeus meistern.

Zwar ändert sich dabei nicht viel am Spielprinzip, aber auf den jeweils fünf Stockwerken werden spezifische Ziele verlangt und bei jedem erfolgreichen Beenden warten natürlich umso bessere Belohnungen.

1000000 Kills

»Wer Warriors Orochi 4 bereits sein Eigen nennt, muss ganze 39,99 Euro für die willkommenen, aber nicht unbedingt großen Neuerungen zahlen.«

Hat man alle Missionen der zwölf Türme erfolgreich gemeistert, wartet der letzte große Turm mit 100 Stockwerken darauf, in Angriff genommen zu werden. Wer sich hier die Zeit vertreibt, wird mit der besten Beute belohnt.

Darunter natürlich Juwelen, Kristalle, Erfahrungspunkte und extrem starke Waffen. Wer das Maximum-Level im Blick hat, wird um die Türme nicht herumkommen. Wieder ein sehr willkommener Zusatz, der das endlose Grinding wesentlich angenehmer, spaßiger und rentabler gestaltet.

Zum Schluss steht natürlich die Frage vom Anfang dieses Reviews im Raum. Sind all diese Updates genug, um Warriors-Orochi-4-Besitzer wieder zu einem Kauf zu animieren? Vom Inhalt her ohne Frage. Der neue Infinity-Modus und das erhöhte Level-Cap alleine werden Musou-Herzen wieder höherschlagen lassen. Leider ist der Preis dabei mit so einigen Zweifeln behaftet.

10000000 Kills

Für das Gesamtpaket, also Warriors Orochi 4 und das Ultimate-Pack, zahlt man den Vollpreis. Dafür bekommt man aber praktisch unendlich viele Stunden Musou-Spaß, eine komplette Story, über 170 spielbare Charaktere und generell ein wesentlich runderes Paket als noch vor zwei Jahren.

Wer Warriors Orochi 4 bereits sein Eigen nennt, muss ganze 39,99 Euro für die willkommenen, aber nicht unbedingt großen Neuerungen zahlen. Sieben neue Charaktere sind, ebenso wie die zwei zusätzlichen Kapitel, einfach viel zu tief gegriffen, vor allem bei diesem Preis. Zu allem Übel kommt noch hinzu, dass dieses ultimative Paket nicht alle erhältlichen DLCs beinhaltet.

Musou Wars: Return of the High Price

Die vielen kleinen und wenigen großen Updates, die Warriors Orochi 4 Ultimate von der Vanilla-Version abheben, sind allesamt sinnvoll, gut implementiert und haben sich an die Wünsche der Fans gerichtet. Neue Charaktere, neue Story-Kapitel, besseres Balancing, stärkere Performance sowie Optionen und Modi, die das stundenlange Grinding spaßiger machen. Für einen großen DLC eigentlich mehr als genug.

Für Besitzer der ursprünglichen Version sind die geforderten 39,99 Euro für die sieben neuen Charaktere (bei bereits 170 bestehenden), die kurzen Story-Kapitel und der Infinity-Modus wahrscheinlich etwas happig. Wer noch nicht mit Warriors Orochi 4 bekannt ist, muss zwar tiefer in die Tasche greifen, bekommt dafür aber das wahrscheinlich größte und umfangreichste Musou-Spiel aller Zeiten.

Am Ende muss jeder Spieler selbst entscheiden, doch in meinen Augen wäre ein geringerer Preis für das Upgrade-Pack alleine fairer und angemessener gewesen. Vor allem wenn man bedenkt, dass es noch viele weitere Inhalte gibt, die man separat für einen ebenfalls sehr hohen Preis erstehen muss.

 

Story

Die neuen Kapitel sind zwar nicht lang, aber zählen zu den Höhepunkten der Geschichte. Wichtige Fragen werden beantwortet und Götter vermöbelt.

Gameplay

Musou bleibt Musou, was da auch kommen mag. Das Balancing-Update, die verbesserte Performance sowie die Waffen- und Kombinations-Optionen machen das gesamte Paket wesentlich runder und spaßiger.

Grafik

Hier bleibt alles beim Alten. Die Animationen und Angriffe sehen weiterhin klasse aus, während die Arenen, die Weitsicht und gesichtslosen Gegner noch einiges an Arbeit nötig gehabt hätten.

Sound

Fetziger Soundtrack, der eigentlich nicht zum Setting passen sollte, aber trotzdem bei jedem Kampf gefällt. Die ausschließlich japanische Synchronisation ist auch in den neuen Inhalten super gelungen.

Sonstiges

Sieben neue Charaktere gesellen sich zu den 170 hinzu. Die neuen Camp-Updates, das erhöhte Level-Cap und der Infinity-Modus sind aber auf jeden Fall die größten und wichtigsten Updates. So macht Grinden mehr Spaß!

Bildmaterial: Warriors Orochi 4 Ultimate, Koei Tecmo / Omega Force

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