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Im Test! Tokyo School Life

Titel Tokyo School Life
Japan 14. Februar 2019
M2
Nordamerika 14. Februar 2019
PQube
Europa 14. Februar 2019
PQube
System PC, Nintendo Switch
Getestet für Nintendo Switch
Entwickler M2, Dogenzaka Lab
Genres Visual Novel
Texte
Nordamerika Japan
Vertonung Japan

Bildmaterial: Tokyo School Life, PQube / M2, Dogenzaka Lab

Es gibt wohl nur wenige Fans von Anime und Manga, welche nicht den Traum haben, ein Mal in ihrem Leben nach Japan zu reisen. Das Land der aufgehenden Sonne kann jedoch mit noch viel mehr begeistern, denn die Kultur in Japan ist nur wenig zu vergleichen mit der in Deutschland. Dort herrschen ganz andere und teilweise leider sehr veraltete Werte.

Der Protagonist in der kürzlich von PQube für Nintendo Switch veröffentlichten Visual Novel “Tokyo School Life” hatte immer den Wunsch, nach Japan zu reisen und dort ein süßes Mädchen kennenzulernen. Wir haben uns einmal für euch angeschaut, ob er damit Erfolg hat.

Auf nach Japan!

Wie bereits in der Einleitung angeschnitten schlüpft ihr in Tokyo School Life in die Rolle eines jungen Mannes, dessen Namen ihr selbst festlegen könnt. Für diesen Test nennen wir ihn einfach mal Protagonist-kun! In der Schule seiner Heimat gibt es ein Austauschprogramm für Schüler, welche sich besonders anstrengen und gute Noten erzielen.

Das Ziel dieses Programms? Natürlich Japan, das absolute Traumland von Protagonist-kun. Seit er klein war, wollte er schon immer nach Japan und hat alles daran gesetzt, an dem Austauschprogramm teilnehmen zu können. Die Visual Novel wäre ziemlich langweilig, wenn dies nicht geklappt hätte, weshalb ihr euer Abenteuer dort direkt am Flughafen startet.

Tokyo School LifeWer das Spiel beginnt, bemerkt direkt parallel zu einer großen Textbox mit englischen Texten, welche euch alle Ereignisse näherbringt, am oberen linken Bildschirmrand japanische Schriftzeichen. Hierbei handelt es sich um eine direkte Übersetzung des englischen Textes.

Wer also sein Japanisch ein wenig verbessern oder auffrischen möchte, kann dies sogar in gewisser Form in Tokyo School Life machen. Wer möchte, kann dort auch zwischen verschiedenen Schreibformen wie Hiragana oder Romaji wechseln oder den japanischen Text in die Hauptbox verlagern.

Schnell überschüttet euch Tokyo School Life mit massig Klischees aus der Anime- und Manga-Welt, während es sogar etwas selbstironisch hinterfragt, wieso solche Klischees immer und immer wieder vorkommen.

Unser Protagonist-kun rennt der energiereichen Karin in die Arme und, naja, fällt dabei etwas unsanft mit seinen Händen auf ihre Oberweite. Natürlich stellt sich nach der Begegnung heraus, dass beide in dieselbe Klasse gehen. Dort trefft ihr schnell auf die mütterliche Aoi und die auf den ersten Blick sehr ruhige und engelsgleiche Sakura, welche sich schnell als Hardcore-Otaku entpuppt.

Ein eigener kleiner Harem?!

»Schnell überschüttet euch Tokyo School Life mit massig Klischees aus der Anime- und Manga-Welt, während es diese sogar etwas selbstironisch hinterfragt.«

Da es nicht ausreicht, dass Protagonist-kun zufällig mit drei absolut besonders tollen und mega niedlichen Mädels in eine Klasse geht, so kommt schnell heraus, dass sie sogar im selben Haus wohnen!

Das Liebes-Chaos ist damit also vorprogrammiert. In den nächsten Spielstunden lernt ihr nach und nach alle drei Mädels näher kennen, damit ihr euch an einem gewissen Punkt im Spiel für eine der Herzdamen entscheiden könnt.

Um zu steuern, welches der drei Mädchen unser Protagonist-kun als Ziel für seine männliche Liebe wählt, bekommt ihr im Laufe der Unterhaltungen diverse Antwortmöglichkeiten. Diese sind meist aber recht offensichtlich gestaltet, damit ihr ganz viele Liebespunkte bei den potentiellen Partnerinnen sammeln könnt.

Auch wenn Tokyo School Life größtenteils mit Klischees arbeitet, um euch zu unterhalten, so kann man sogar einiges lernen! Es mag überraschen, aber der Titel hat es sich ein wenig zur Aufgabe gemacht, euch nicht nur niedliche Mädels zum Daten zu geben, sondern euch auch die japanische Kultur näherzubringen. Er erklärt euch unter anderem Gebiete wie Akihabara oder japanische Feste an einem Schrein und die damit verbundenen Traditionen.

Eine wahre Augenweide!

Tokyo School LifeBei einer Visual Novel ist es vielen Spielern natürlich wichtig, dass die Artworks und Charaktere, mit denen man interagiert, gut gezeichnet oder animiert sind. Bei Tokyo School Life ist das Besondere, dass die drei Mädels allesamt als 3D-Modelle vorhanden sind und dadurch einiges an Leben gewinnen.

Besondere Szenen erhalten jedoch dennoch ein gezeichnetes 2D-Artwork, wobei in diesem das jeweilige Mädchen beim Gespräch auch ihren Mund bewegt, damit auch hier alles lebendig wirkt. Allgemein ist für das Auge gesorgt und natürlich gibt es auch die obligatorischen Unterwäsche-Momente.

Die japanische Sprachausgabe gefiel mir persönlich sehr gut und verkörperte die Persönlichkeit von Karin, Aoi und Sakura klasse. Der Soundtrack hält sich, wie es sich für ein Spiel dieser Art am meisten eignet, im Hintergrund und nervt nicht, fällt aber auch nicht besonders auf.

Im Handheld-Modus der Konsole macht Tokyo School Life eine gute Figur, ebenso auf dem TV im Docking-Modus. Die Frage ist nur, ob ihr wirklich eine Visual Novel mit niedlichen, recht jung aussehenden Mädchen im Bus spielen wollt. Diverse Szenen könnten von anderen Leuten durchaus hochgezogene Augenbrauen verursachen, wenn sie euch dabei sehen…

Klischeehaft, aber lehrreich!

»Ich hatte persönlich mehr Spaß mit Tokyo School Life, als ich erwartete, nach dem mit teilweise schon fast peinlich lächerlichen Klischees vollgestopften Anfang. Die drei Mädels sind niedlich, sympathisch und gar nicht so uninteressant, wie es auf den ersten Blick erscheint. Dennoch sollte jeder wissen: Hier erwarten euch keine tiefgründige Geschichte, keine besonders krassen Plot-Entwicklungen oder eine unerwartete Wendung der Geschehnisse. Wer einfach nur mit niedlichen Mädels quatschen und ein kleines, lehrreiches Abenteuer in Japan erleben möchte, der kann sich Tokyo School Life ruhig einmal anschauen.«

 

Ihr reist nach Japan, um dort zwei Monate lang die japanische Kultur kennenzulernen… und ein süßes Mädel zu eurer Freundin zu machen!
Bei Tokyo School Life handelt es sich um eine Visual Novel, sprich: Alle Geschehnisse finden in Textform statt und ihr könnt durch Antwortmöglichkeiten beeinflussen, wie sehr euch eine der möglichen Partnerinnen mag.
Lebendig animierte, niedliche Anime-Girls auf schön gezeichneten Hintergründen. Definitiv eine sehr hübsche Visual Novel!
Komplett japanische Sprachausgabe und angenehme Hintergrundmusik.
Sämtlicher Text kann auch in verschiedenen japanischen Schreibweisen dargestellt werden.

2 Kommentare

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