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Nach 28 Jahren entdecken Fans einen neuen Zelda-Glitch – und der könnte einiges verändern

Man sollte meinen, dass nach fast drei Jahrzehnten sämtliche Geheimnisse von The Legend of Zelda: Ocarina of Time gelüftet wurden. Immerhin gehört das Nintendo-64-Abenteuer zu den am intensivsten untersuchten Videospielen überhaupt. Doch die Speedrunning-Community beweist jetzt einmal mehr, dass selbst nach 28 Jahren noch Überraschungen möglich sind.

Ein neu entdeckter Glitch ermöglicht es nämlich, gleich zwei große Bossgegner ohne die eigentlich vorgesehenen Gegenstände zu besiegen. Und das könnte insbesondere für bestimmte Speedrun-Kategorien weitreichende Folgen haben.

Ganondorf ohne Lichtpfeile? Das funktioniert tatsächlich

Auf die Entdeckung aufmerksam gemacht hat der bekannte „Ocarina of Time“-Speedrunner ZFG auf Twitter. Der Trick nutzt eine ungewöhnliche Wechselwirkung zwischen Trefferzonen und Gegenständen in Flaschen aus.

Wird die Flasche genau in dem Moment verwendet, in dem eine Hitbox verschwindet, lassen sich offenbar die Schadenswerte überschreiben. Dadurch können Angriffe plötzlich Eigenschaften erhalten, die sie normalerweise nicht besitzen.

Das eröffnet einige bemerkenswerte Möglichkeiten: Volvagia lässt sich ohne den Stahlhammer besiegen, während Ganondorf sogar ohne Lichtpfeile bezwungen werden kann. Beide Gegenstände sind für die jeweiligen Bosskämpfe eigentlich vorgesehen.

Besonders zuverlässig scheint derzeit eine Kombination aus Links Wirbelattacke und der Verwendung einer Fee aus einer Flasche zu funktionieren.

Ganz unkompliziert ist der Trick allerdings nicht. Weil der Glitch mit dem Laden und Entfernen von Daten im Speicher zusammenhängt, können bestimmte Vorbereitungen notwendig sein, damit er überhaupt funktioniert.

Auch Majora’s Mask ist betroffen

Interessanterweise beschränkt sich die Entdeckung nicht auf Ocarina of Time. Auch in The Legend of Zelda: Majora’s Mask lässt sich der Glitch offenbar auslösen.

Dort kann die Kombination aus einer Wirbelattacke und der Verwendung von Quellwasser einen Angriff erzeugen, der den Schadenswert eines Pulverfasses besitzt. Damit lassen sich unter anderem Wege zur Goronen-Rennstrecke und zur Romani-Ranch schneller freilegen, sofern die nötigen Vorbereitungen getroffen wurden.

Für die Speedrunning-Community stellt sich nun die Frage, welche Auswirkungen die Entdeckung tatsächlich haben wird.

ZFG betont, dass der Glitch nicht automatisch in jeder Kategorie Zeit spart. In der Kategorie All Dungeons werden beispielsweise bislang sowohl die Feenschleuder als auch die Magie übersprungen. Für den neuen Trick wird jedoch mindestens eines davon benötigt.

Vielversprechender sieht es in der Kategorie No Wrong Warp aus. Hier könnte der aufwendige Weg zum Erhalt der Magie entfallen, wenn stattdessen lediglich die Feenschleuder eingesammelt wird. Das könnte mehrere Minuten einsparen.

Die Community experimentiert bereits mit weiteren Anwendungsmöglichkeiten. Und wer den Glitch selbst ausprobieren möchte, muss nicht einmal eine originale Nintendo-64-Konsole besitzen: Laut den bisherigen Berichten funktioniert er sowohl auf dem ursprünglichen Modul als auch in der Nintendo-Switch-Online-Version.

via GamesRadar, Bildmaterial: Zelda: Ocarina of Time, Nintendo

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